Tauchplätze Seite 4
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29. Rutenberg , " Kronsee "
Kenntnis der Örtlichkeiten im Felberger Raum vorausgesetzt , kommt der Taucher auf der Anfahrt zum Kronsee ab Thomsdorf/Carvitz über Laeven , einer grauenhaften Piste teils durch Wald verlaufend Richtung Triepkendorf und weiter Richtung Lychen über Beenz an den Abzweig rechterhand nach Rutenberg.Entlang der kurvigen , einspurig asphaltierten Strasse bis ins Dorf , links halten , der groben Dorfstrasse etwa 1 km folgen. Wenn rechterhand ein grösseres Holzgebäude durch die Bäume schimmert , Gas weg - der Parkplatz liegt unmittelbar rechts voraus , eine schmale Wiesenkante vor einem Waldrand. Der See liegt etwa 50 Meter Links , geradewegs hinter der Badewiese welche mit kleinen überdachten Picknicktischchen bestückt ist. Umlaufende , fast geschlossene Schilfkante , einige Anglerstege . Der Sandgrund an der Badestelle senkt sich schnell auf 5 bis 6 Meter , hier nun kompletter Bewuchs. 2 Vorschläge für Easydives : Erstens den Steg ab Badestelle in etwa 11 Uhr peilen und dem Grunde genau draufzu folgen. Profil senkt sich auf etwa 20 Meter , recht schattig hier sogar im Sommer . Bewuchs endet meist so um 10 Meter , darunter organischer Schlamm . Vorsicht nach etwa 25 Minuten - der Steg samt Sprungbrett ist erreicht - anwesenden Badegästen unbedingt die Anwesenheit signalisieren - Ein Köpper auf den Taucher hätte fatale Folgen. Die Konstruktion steht auf Stelzen , etwa 4 Meter tief , massig Fisch hält sich hier auf. . Uferkante/Schilfgürtel rechterhand Richtung Start , etwa 40 Minuten sind einzuplanen. Sehr schöner , zeitweise schon störender Bewuchs . Unendlich viele Hechte aller Altersklassen im Kraut . Zweitens der Uferkante rechterhand ab Badestelle folgen , recht ebenes Terrain so bis etwa 6 Meter . Hier Fischbeobachtung ( Hecht,Schlei,Aal ) mit idealen Fotomöglichkeiten . Badewiese sommers recht gut besucht , angenehmer Platz.
30. Wittenhagen , " Zansen "
Wie bei einer anderen Tauchplatzbeschreibung bereits zu lesen : Scharteisen und Zansen liegen keine 200m auseinander. Einfach am Scharteisen den sehr ausgefahrenen Weg weiter und man kommt an eine sich dem Ufer zuneigende kleine Wiese , welche durch wenige Bäume und einige Bootshäuser vom Wasser getrennt ist. Hier parken und rödeln,Handbremse des Autos nicht vergessen ! Leicht hügelab geradewegs einem schmalen Durchstich im Schilf folgen , links und rechts von Bootsschuppen gesäumt , ab ins Wasser. Einstieg schmal aber bequem , man hat etwa 5 bis 7 Mater geradeaus bis zur nötigen Tauchtiefe .Von hier aus kann man nun sehr gut die langen Schilfgürtel überblicken , welche den See säumen.Auf den See gesehen etwa 90° schräg vom Ufer nach links , der teils steinige , sehr bewachsene Grund fällt sacht ab auf etwa 25 Meter .In großem Bogen zurück den Hang hoch , viel Kraut , einige grössere Steine , teils sogar gesunkene Holzboote und überall Flaschen und Gläser in Mengen.Den Einstieg passieren , keine 5 Minuten weiter in etwa 5 Meter Tiefe ein weiteres Boot - gut erhalten .Hier herum kann " Flasche gedreht " werden ;-) Sicht hier zB August 04 etwa 5 Meter , teils besser . Sprungschicht bei 6 Meter , dann deutlich kühler. Hecht , Schlei und einige Barsche , Relaxtauchgang - sehr gut für Anfänger .
31.Carvitz , Carvitzer See
Entgegen einem üblichen Stop an der Carvitzer Mühle ( Kreisverkehr ) fährt der Taucher die Kopfsteinstrasse längs durch Carvitz bis leicht hügelab an eine Strassengabelung - links halten. In grossem Bogen der Strasse folgen , dann halblinks dem ausgeschilderten Weg zum Fischer folgen. Hinter einer Hügelkuppe liegt das Anwesen , ein Wiesenparkplatz sozusagen direkt am Strand. Üblicherweise dem Fischer ( selber Taucher ) vor dem Tauchgang Bescheid geben wegen Hausrecht. Direkt am Wasser rödeln , Einstieg ist der Badestrand .Boden fällt schnell auf knapp 2 Meter - damit hat sichs auch . Tauchen rechtsherum , querab zur Schilfkante Richtung Reuse . Tiefe nie über 3 Meter.Viel Fisch . Gegenüberliegende schilfumwachsende Insel anpeilen , Grund senkt sich hier auf knapp 8 Meter - großflächig Schlamm , dazwischen Krautinseln .Am Inselsaum , etwa in 2 bis 3 Mater den Unmengen an Netzen und Fischereigeschirr folgen Richtung zurück zum Fischersteg . Darunter rumgründeln sehr schön für Anfänger - Höhlentauchfeeling im Halbdunkel .Etlicher Zivilisationsmüll . Entweder Tauchgang Richtung Einstieg beenden oder 180° zurück durch die Pfahlpalisaden wieder Richtung Insel . Grund hier etwas steiler und steiniger. Nach Aussagen Eingeweihter bietet der Carvitzer See in der Regel gute Sicht , August 04 etwa 5 Meter und besser . Abschliessend kann der Taucher sich hier den ebend noch bestaunten " Grossfisch " einverleiben - Fischers Gaststätte lädt ein ... tauchen hier nicht der Kracher - jedoch kann interessierter Besuch hier ruhig mal den Anzug ins Wasser halten.
32. Kastorf, Kastorfer See
Es gibt mehrere Möglichkeiten , dieses zugegebenermassen etwas taucherunfreundliche Gewässer zu erreichen :Aus Stavenhagen die B104 Richtung Neubrandenburg bis Kleeth , unmittelbar hinter den Bahnschienen links ab und der Strasse durch Knorrendorf bis Kastorf folgen. In Kastorf etwa 100 Meter hinter einem Wohnblock rechterhand rechts abbiegen und einer Spurplattenstrasse über Felder bis zur Waldkante folgen. Hier entscheiden ob abbiegenden Feldweg rechts Richtung Bootshausplatz ( etwa 200 Meter) oder weiter geradeaus an der Waldkante bis zur " Parkwiese" an einer Badestelle ( ebenfalls etwa 300 Meter) folgen. Der andere Weg läuft ebenfalls ab der B 104 , nun jedoch in Gädebehn links ab hinter der Tankstelle , der Strasse folgen über Friedrichsruh , Fouquettin bis Wildberg. Hier etwa ortsmittig eine weite Linkskurve um die Kirche herum auf einer Kopfsteinstrasse Richtung Forsthaus .Man ist richtig,wenn sich am Ortsausgang linkerhand ein Protz-Eigenheim befindet. Wieder eine Spurplattenpiste , bis zum Wald.Immer links halten, dann läuft der breite ebene Waldweg direkt auf eine hölzerne Absperrung zu hinter welcher sich eine idyllische Badewiese unter dicken alten Bäumen befindet.Alle drei getesteten Tauchplätze sind gekennzeichnet durch ganzjährig üble Sicht unter 2 Metern in jeder Tiefe . Einiges an Fisch ( Hecht,Zander,Barsch,Plötz,Aal) , gelegendlich historische Flaschen im recht schlammigen Grund. Auch kreuzen sehr steinige Flächen des öfteren Tauchers Kurs.Mehrere Stege , gut zum anflosseln . Nicht tiefer als 7 Meter , einiger Pflanzenbewuchs ( Krebsschere , Schilf).Aus irgendeinem Grunde friert das Gewässer später als umliegende See'n zu - also immer einen eisfreien Wintertauchgang wert.Sehr schön für Nachttauchgang ( LOL ) , weil es auch am Tage im Wasser stets dunkel ist...
Zusatz 02/2005 : geschmiedeter Anker , etwa 10 Minuten Rechts ab Steg ( Wildberger Badestelle) gefunden.Noch nicht geborgen...So , Mitte Juli 2005 wurde bei fast Null Sicht , nur Aufgrund eines alten Eintrages im Logbuch , dieser Anker geborgen ;-)
Zusatz 12/2007 : Bei 02°C Wassertemperatur , Einstieg Kastorfer Seite- Badewiese - in nordöstlicher Richtung .Gegenüber anderen Gewässern zZ echt viel Leben : Zander ( riesig!), Barsch, Hecht , Krebse...Sicht ca 4 m trotz Bräune... .Alte Kühltruhe,Karbid-Flaschensprengreste , 25 Kg Gewicht als Anker (?) , riesige Klamotten !
33. Altentreptow, Tongrube
Für Ortsfremde nicht einfach zu finden ( dafür gibt's ja neoprenhaut.de ;-) ) , etwas abseits der Kreisstrasse Richtung Friedland , sozusagen direkt am Ortsrand Altentreptows , liegt ein Gewässer , scheinbar ehemals Tagebauloch eines gegenüberliegenden Ziegelwerkes - nun natürlich Industriebrache... .Mit normal strassentauglichen Fahrzeugen nur nach vorheriger Besichtigung des umliegenden Feldes zu erreichen , ansonsten : Gepäckmarsch über mindestens 500 Meter.Man steigt etwa 10 bis 15 Meter eine Uferböschung durch Baum und Strauch herunter , die lokale Jugend scheint hier im Sommer ihre Freizeit zu verbringen - Badestelle !Halb rechts , knapp über dem Wasserspiegel , flacher Einstieg ab Rasenkante.Dann gehts schnell abwärts - 15 Meter sind innerhalb weniger Tauchsekunden ab Ufer möglich .Dies ist ein typisches Industrieloch : Loren , Schienenfragmente , Holzpalettenhalden ( GEFAHR !!!), Rohre samt Pumpe , ein umgelegter (gestürzter) Schornastein , viel Kraut samt massenhaft Barsch. Nachttauchgang auch am Tage, Lampe unbedingt erforderlich !! Kein Anfängertauchgang - dies nicht nur wegen der widrigen Umstände bis zum Einstieg : Neben versunkenen Bäumen unglaublich labyrinthischer Schrott !! Schätze diesen Teich wegen gefundenem Equipment als Anglerparadies ein .Kein Zu- und Ablauf , also torfiges Grundwasser der nahegelegenen Tollense ! Sicht dementsprechend zur Zeit unseres Besuches max 3 Meter. Dies hier soll nicht unbedingt als taucherische Einladung an Durchreisende verstanden sein , eher als Info : wer sich hier traut - ist mutiger als die Warmwasserfraktion ;-)
34. Fürstenwerder , Grosser See
Von Neubrandenburg via Woldegk nach Füestenwerder bedarf es nur etwa 40 Minuten , immer tiefer in das eiszeitliche Endmuränengebiet . Man erreicht das Örtchen parallel zum Großen See an einem alten Stadttor - davor sofort einer holprigen Strasse etwa 100 Meter hügelab folgen. Man erreicht das alte Wachhaus und befindet sich unterhalb der Stadtmauer mit direktem Blick auf den See. Hier irgendwie parken und rödeln.Da sich Tauchen dort wegen meist mieser Sicht scheinbar nur etwa November bis Februar lohnt , ist wenig Publikumsverkehr zu erwarten.Man geht also linkerhand direkt zum Seeufer , etwa 150 Meter,dann sind breite flache Zugänge im Schilf zu finden. Noch ein wenig weiter,dann ragt ein Steg etwa 50 Meter in den See , hier hinein. Am Stegkopf erst 1 Meter Tiefe, NICHT springen !!! Der Grund fällt erst nach weiteren 20 Metern recht steil ab auf knapp 10 Meter.Während in Ufernähe der Grund moorig schien , ist der Hang recht fest , einige grössere Findlinge sind gut auszumachen. Parallel zur Schilfkante ist wenig los , zu unserer Zeit ( Nov 05 ) nur ein kapitaler Aal in einem Rohrstück. Jedoch 15 Minuten weiter Richtung Links ( Hang linke Schulter ) erscheinen immer mehr menschliche Hinterlassenschaften : Plastikboote Typ " Anka " augenscheinlich in Ordnung. ( Hier ist wohl wieder einmal eine Bergung angesagt...), Blitzblanke Waschmaschinentrommeln ohne Boje oder Inhalt ( ???!!), Massen an Glasflaschen ( gefunden : " Ernst Sprung" , Prenzlau, Bügelflasche...), komischerweise die gesamte Ausrüstung eines Erholungsparks : Holzbänke , mindestens 5 Stück , Wehrmachtspanzerfäuste,ein uralter Safe , leider bereits geöffnet , haufenweise Reifen aller Kaliber , Anker ( geborgen ! ) und all dies recht gut sichtbar auf festem Grund so bis in 7 Meter Tiefe. Kein Fisch ausser dem genannten Aal ! Der Hang endet bei etwa 9 Meter in einer moorigen Ebene unbekannter Breite. Uns ist also bislang unbekannt , ob es ablandig noch tiefer geht... . Sicht Ende November (bei Schneetreiben über Wasser)etwa 4 bis 5 Meter .Sammelnetz und Lampe unbedingt mitnehmen ! Keine Angelutensilien gesichtet ausser einem im Grund steckendem Metallpaddel.Klassischer Beutetauchgang.In Anbetracht der wehrhaften Besiedelung möglicherweise noch Mittelalterliches zu erwarten.
35. Basedow , Dröbel
N 53°41'37.554 E 12°40'26.232 Auf Einladung eines lokalen Tauchfreundes durfte ich an der Eistauchveranstaltung der Wasserrettungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr ( FF ) Malchin teilnehmen. Ausgesucht wurde das extrem taucherunfreundliche Gewässer mit der zur Zeit sicherlich schlechtesten Sicht Deutschlandweit : Einer der Basedower Dorfseen , diese hier gelegen an dem Landweg Richtung Seedorf , rechterhand gleich am Ortsausgang . Die Organisation verlief reibungslos , exzellent ausgestattet trat die Truppe dort an. Das Wetter war zum gotterbarmen , leichter Schneefall samt sehr schnell fallenden Temperaturen von etwa 0°C zur Einstiegszeit auf -4 °C eine halbe Stunde später. Das Gewässer ist sehr gut zu erreichen, der Tauchplatz befindet sich keinen Kilometer vom nicht betauchbaren Malchiner See entfernt auf einer abschüssigen Wiese.Parkmöglichkeit keine 100Meter vom Wasser entfernt. Solider Steg samt Treppe erlauben bequemen Zugang. Die Tiefe direkt am Einstieg etwa 4,5 Meter , das Hereinspringen ist trotzdem nur mit extremer Vorsicht möglich : ein ehemals dort aufgebauter Sprungturm liegt direkt leicht Rechts vor der Stegkopfkante !! Der Grund ist schwarz , schlammig , viele Metallteile zieren die Gegend ,aus Anlass dieses Eistauchens zB wurde ein Fahrrad geborgen. Sicht Mitte Januar fast Null , ich erinnere mich an eine frühere Erkundung etwa August 2004 an diesem Gewässer , zu deren Zeit wir einen Tauchgang aufgrund dieser Sichtweite abgeblasen haben...Das Gewässer scheint also für ausgedehnte Tauchgänge eher nicht empfehlenswert - für einen Kurz-Eistauchgang allerdings ist dieser Fakt egal... . Die anwesenden Mitglieder der FF machten einen sehr gut ausgerüsteten und kompetenten Eindruck , ich stelle fest , dass auch nach über 700 Tauchgängen immer noch was Neues auf mich wartet.Möglicherweise bietet sich die Möglichkeit einer weiteren losen Tauchbekanntschaft . ;-) Es giebt eine Berichterstattung im Lokalblatt " Nordkurier " vom 23.01.2006 .
36.Möllenhagen , Tongrube
N53°31'20'' E12°54'36'' Für einen feinen Tauchgang " auf dem Weg..." hier die Beschreibung eines lohnenden Gewässers : Die Möllenhagener Tongrube(?) ( ehemaliger Abbaugrund wird noch genauer gecheckt...) , kurz hinter dem Ort Möllenhagen Richtung Waren an der B192 , etwa 500 Meter hinter dem Ort links einbiegen , erst hügelan einer asphaltierten Strasse folgen , dann etwa 400 Meter weiter links auf einem hellen Schotterplatz halten und rödeln.Man kann theoretisch in Richtung Loch weiterfahren , jedoch sieht diese Wiesenpiste zumal bei nassem Grund nicht vertrauenerweckend aus.Einstieg auf der in Blickrichtung linken Seite , etwa 100 Meter zu laufen - sollten sogar die " Sporttaucher " schaffen ;-) . Einstieg an einem kurzen schilffreien Stück Wiese , SEHR SCHLAMMIG !! , schnell anflosseln - man zieht diese anhaftende Lehmpampe als Riesenstaubwolke eine Weile mit ! Grund fällt schnell auf 6 bis 7 Meter ab , fast komplett bewachsen - UNGEHEUER VIEL FISCH !!! ( Hecht,Aal,Barsch,Plötz und Krebse) . Es sind die ehemaligen Bagger-Greifspuren schön zu sehen , sie erheben sich manchmal bis zu 2 Metern über den Taucher.Hier scheint noch nie- oder extrem selten getaucht worden zu sein : das Schilf sowie hereingefallene Bäume sind in den kleinsten Einzelheiten erhalten.Bislang keine Funde gesehen. Sehr schöner Tauchgang im Vorbeigehen - wenn die Sonne direkt hineinscheint !
37 .Stople , Stolper See
Es war etwas Abwechslung angesagt - kurz : die See'n auf der Strecke nach Feldberg sollten auch mal begutachtet werden. Kurz vor der Einmündung der Strasse von Burg Stargard Richtung Neustrelitz auf die B198 ist für Langsamfahrer links der schön gelegene Stolper See zu bewundern. Kurze Ab(Zu-)fahrt zur Strasse und man steht auf einer Wiese , das Wasser ist etwa 50 Meter weg. Der umgebenden Topographie zufolge sind grössere Tiefen zu erwarten , der Einstieg ist fest,sandig inmitten eines Schilfgürtels. Peilung parallel zum rechten Seeufer und man kommt ab 4 Meter Tiefe über eine öde,tote,schlammige Tiefebene. Etwa 10 Minuten , bis runter auf 5,5 Meter , dann steigt der Grund,wird fest und muschelig.Man befindet sich nun auf der " Dorfseite ", man findet gesunkene Boote ( eines habe ich mit einem gefundenen Anker verziert ),riesige Holzräder wie von Leiterwagen , massig Flaschen und Gläser - allerdings scheinbar nix von vor 1945. Tauchen geht hier recht gut , beschränkt sich allerdings auf die Uferzonen.Gesehen : Aalquappe , Bombenstabilisierungsflügel . Fazit : Es lohnen scheinbar nur die Uferzonen, teils durch Schilfgürtel gesäumt. Somit kann man sicherlich vom Dorf her besser herankommen -man spart sich das langweilige Durchtauchen des See's .
38 .Carpin , Carpiner See
Statt in Möllenhagen Richtung Feldberg abzubiegen , die B198 geradeaus bis etwa 10 Kilometer sehr hüglige Fahrt später das Dorf Carpin erscheint.Im Ort rechts abbiegen , einer Strasse bis zu stillgelegten Schienen folgen , unmittelbar dahinter links abbiegen ( Richtung Georgenhof ) . Etwa 1 Kilometer später , kurz vor Georgenhof , links einen Feldbeg nutzen welcher nach wenigen 100 Metern sowohl geradeaus - als auch links ab einem Waldrand folgend hügelab eine Wiese quert . Hier parken und rödeln. Am Einstieg liegen ein , zwei Ruderboote , kein Steg ! Der feste Grund senkt sich schnell auf 5 oder 6 Meter , dann geht er in dunkle Färbung und Schlamm über. Riesige Steine liegen herum , locker 2 Meter Durchmesser !Mehrere Stangen , ein grünes gesunkenes Holzboot , eine Sense (!) , massig Flaschen und Gläser , sowie unglaublich viel versunkene Bäume - welche etwa 30 Minuten nach Links eine schier unüberwindliche Hürde aufbauen. SOLO-Taucher hier erhöhte Vorsicht .Es liegen einige merkwürdige Beton-Anker herum , etwa abgerissenes Angelzeug sowie einige 60'er Jaher TGL - Bierflaschen .
39 .Wrechen , Wrechener See
Ich will hier schon mal die Tekkies , oder wie diese Gerödelverkaufsständer der Equipmentanbieter sich nennen , schon mal ausfiltern : Der Teich ist auf der von mir durchmessenen Strecke nicht tiefer als 3 Meter !Laut unbestätigten Aussagen Eingeborener soll es rechterhand Richtung kleine Halbinsel bis auf 6 Mater sinken...wird durch einen ( sehr viel) späteren Tauchgang geprüft. Hintergrund , hier überhaupt einzusteigen war die Nähe zur Verbindungsstrasse Feldberg- Fürstenwerder , ich komme da gelegentlich lang. Und wo eine Strasse fast am Wasser entlangläuft sind üblicherweise Funde zu erwarten ... hier allerdings nicht. Das Gewässer ist Anfang September 06 komplett verkrautet , man muss bis an die Oberfläche reichende Krautinseln grossräumig " umfahren " . Wenig Fisch , kleine Barsche und Hechte , dafür massig recht grosse Muscheln und Krebse. Im Uferbereich heller fester Grund , ab 2 Meter Tiefe bodenloser " Schwabbelgrund " . Die Sicht leicht schwankend ob des grellen Sonnenscheins und der überragenden Uferbäume so um die 2 Meter . Angeln muss hier ein Verlustgeschäft ob der abgerissenen Haken sein. Easy Tauchgang im Vorübergehen , nix für extra Anfahrt .
40 .Feldberg , schmaler Luzin , Einstieg Gartenanlage
Über den schmalen Luzin ist auf diesen Seiten schon Einiges geschrieben worden - nicht allerdings ein gern besuchter Einstieg sozusagen mitten in der Stadt : Die Gartenanlage. Man nimmt denselben Weg wie Richtung Erddamm , allerdings biegt der Taucher nun am Auslauf der weitgezogenen Strassenkurve , links ist herrlich der Haussee direkt am Strassenrand , rechts eine schotterige steile Auffahrt ein und erreicht nach etwa 150 Metern einen hinter einer Fertigteilhalle liegenden unbefestigten Parkplatz. Hier rödeln . Man geht hügelab etwa 100 Meter , der See ist bereits gut zu sehen , bis an eine mittels Bohlen befestigte Uferkante . Hier Einstieg , anflosseln . Fester Grund , sandig , oftmals Touristen oder badende Einheimische vor Ort. Steht man im Wasser , überblickt man die langgezogene Uferlinie mit den angrenzenden Gärten samt Privatstegen Richtung Erddamm . Der Grund fällt sanft auf etwa 12 Meter , ist abschnittsweise nit sehr hohem Kraut ( über Sommer ) bewachsen.Weiter offener Muschelgrund in diesen " Lichtungen " . Es ist unglaublich , welche Schrott- und Glasmengen im gesamten Gartenbereich versenkt wurden einschliesslich Autobatterien , mit Farben gefüllter Flaschen und Gläser , Gartenmöbel und Weltkriegsschrott .Die Experten , welche dort am Ufer des Einstiegs eine Naturschutzeule angebracht haben , haben sicherlich noch niemals einen Blick unter Wasser geworfen. Nichtsdestoweniger ist das Wasser hier meist recht klar , man erreicht bei easy going nach etwa 15 Minuten den Tisch ( siehe Fotos...) ein seit Jahren funktionierender Gag . Unmittelbar dahinter , ebenfalls auf etwa 6 Meter ein quer zur Tauchrichtung liegendes Holzboot .Da man durch den ebenen und offenen Grund gute Übersicht hat sind die einsedimentierten menschlichen Hinterlassenschaften in Form von kleinen Muschelhügeln sehr gut auszumachen. Üblicherweise viel Fisch , recht grosse Hechte in Anzahl ! Nach etwa 30 bis 35 Minuten erreicht man , nachdem man einen hineingestürzeten Baum passiert hat , eine direkt am Ufer stehende Trauerweide , welche ihre Äste wie eine Labyrinthhöhlebis in gut 2 Meter Tiefe hängen lässt . Hier Kamera scharf machen , bei Sonnenschein hineintauchen und nach oben schauen : Ein mordsmässiger Hecht von locker 1,30 Meter steht üblicherweise ( Stand Sept. 2005 ) hier im Halbschatten .Nun drehen und im Uferbereich zurück , Tiefe von 3 Metern ist echt ausreichend. Achtung : Gelegentlich springen Leute von ihren Privatstegen ins Wasser ! Ich selbst bin immer wieder verblüfft , wie locker hier mit dem gut sichtbaren Taucher umgegangen wird. Es muss sich wohl ersteinmal ein Springender den Kopf aufschlagen oder die Beine brechen - vom Taucher ganz zu schweigen... .Wunderschöner grossblättriger Bewuchs , meterhoch , ideales Versteck für Fische aller Art .Tauchen hier ist für Fundinteressierte sicherlich recht spassig und interessant , allerdings sind im Laufe der Jahre wohl fast alle Stücke identifiziert und / oder mitgenommen worden . Sehr schöner Tauchplatz , günstig zu erreichen , meist recht ruhig , des Sommers ist Vormittag bis hoher Mittag die beste Zeit , die Sonne scheint dann direkt hinein und wird nicht durch Uferbäume abgeschattet .
41.Waren / Müritz , Tiefwarensee
Eigentlich näher gelegen als manch anderes Tauchgewässer , fand meine Erstbetauchung des Tiefwarensees im Sept. 2006 bei strahlendem Sonnenschein statt.Die Tour wurde als komplette Geländeerkundung angesetzt , einschliesslich des Umrunden des See's zu Fuss entlang des ausgeschilderten Rundweges. Das Positive vorab : Exzellentes Wasser !!Vom schmalen Luzin üblicherweise leicht verwöhnt verschlug es mir hier direkt die Sprache.Inmitten von Riesenschwärmen Kleinfisch ( Plötze ,Barsche) stieg ich schräg gegenüber der Klinik ins Wasser, heller recht fester Grund mit Muschelflächen so weit das Auge reichte. Die Sohle fällt sacht auf etwa 8 Meter ab , dann wandte ich mich quer zum Uferabschnitt der Klinik - es war dem Anschein nach einiges an Funden zu erwarten. Der Anzahl der gedrehten Flaschen nach zu urteilen ( Kaum welche ! )bestand hier kaum Gefahr einem anderen Gummiflossenträger zu begegnen.Im sonnendurchfluteten 5 Meter Bereich kurvte ich dann immer weiter südlich so etwa 35 Minuten , es lagen mehrere grosse Traktorreifen sowie einige hineingestürzte Bäume herum. Kein Fisch grösser als meine Hand aber unendlich viel Glas - die Patientenschaft der Klinik hat hier über die Jahre ein enormes Vermögen versenkt... . Jede Menge der " kurzen " DDR-Bierflaschen , ich fand noch einige TGL-Flaschen der 60'er Jahre. An einem hineinragendem Baum habe ich ( wie immer ) mein Banner hinterlassen. Ein geschmiedeter Anker ergänzt seit heute meine bereits nicht kleine Sammlung ;-) Nach dem Tauchgang erfolgte die besagte Umrundung der Örtlichkeit , wofür etwa knapp 2 Stunden eingerechnet werden sollten. Es ging " linksrum " durch den Hochwald ( Naturschutzgebiet ) , dann beginnend mit einer kleinen Badestelle ( Badestelle Werdersiedlung ) eine riesige Gartenkolonie , welche den Zugang zum See bis in die Stadt hinein versperrt !! Somit scheint die Ostseite des See's für Taucher ohne Boot und ohne Ambitionen auf einen Gerödel- Gewaltmarsch nicht erreichbar. Einzige Ausnahme besagte Badewiese ( 10 Meter breites Wiesenufer ), welche eigentlich von der Strasse Richtung Malchin erreichbar sein müsste- wird noch ermittelt .Im Stadtzentrum entlang der Uferpromenade , ebenfalls nicht näherungsweise mit dem Auto zu erreichen - theoretisch schöner Einstieg wäre ein Bootsverleih gleich hinter dem Promenadenende .Vorbei an einer Schule , der Touristik-Rundweg läuft direkt über das Schulgelände ! Dann wieder sehr lange Abschnitte eines durch Privatgrundstücke verbauten , mit Bootsanlegern/Zäunen/Dickicht versperrten Ufers bis zu einer Sportclubanlage ( Kanu / Rudern ? ). Hier ist Parken innerhalb von 200 Metern Uferabstand scheinbar möglich. Dann läuft der Touristik - Wanderweg über eine riesige Baustelle wieder entlang einer vollständig versperrten / zugewachsenen Uferlinie bis parallel zur Strasse endlich der Wanderweg keine 3 Meter vom Ufer entfernt über weite Strecken verläuft - Nachteil : keinerlei Parkmöglichkeiten !!!Dann kommt auch schon die Klinik in Sicht...die Runde ist nach geschätzten 4 bis 6 Kilometern komplett. Ich kann ( als Nicht-Einheimischer) keine taucherisch günstige Infrastruktur in Form von wassernahen Parkplätzen / Einstiegsstellen / Stegen feststellen . Meinem ersten Eindruck nach gibt es nur drei erreichbare Einstiege : Klinik , Badestelle Werdersiedlung ( siehe Zusatz...) und Sportklubzufahrt ( siehe Zusatz... ) . In Anbetracht des aktuell sehr klaren Wassers vergibt sich hier die Stadt Waren ein enormes touristisches Potential. Hinzu kommt die bereits jahrelang andauernde Baustelle der Warener Ortsdurchfahrt mit den naturgemäss dazugehörenden Umleitungen. Schade. Ich werde jedoch besagte Zugangsmöglichkeiten prüfen und dann hier darstellen.
ZUSATZ , 21.09.06 : Einstieg Badestelle Werdersiedlung geprüft. Sehr schön ( nach Links), viele gesunkene Boote, ein Blechponton, 1 Anker und mehrere Mahn & Ohlerich-Bügelflaschen geborgen.Es lohnt hier nicht für Kampftaucher - glatte abfallende Sohle , wenig Bewuchs , ich habe die 7 Meter Linie etwa 35 Minuten verfolgt und bin kurz hinter dem Motorradtankauf die 3 Meter Linie zurück gewechselt. Viel Kleinfisch , einiges an Schrott und Angelzeug , bei senkrecht Sonnenschein sind hier sicher noch schöne Bilder der gesunkenen Boote machbar . Nach Rechts unterhalb der Schilfkante unglaublich viel Glas - ich habe hier ein ganzes Netz voller antiker Flaschen geborgen . Zufahrt unmittelbar hinter dem Ortsschild WAREN aus Richtung Malchin kommend erste Einfahrt , immer einem schotterigen und sehr staubigen Weg bis zu einer Wegekreuzung fahren , hier geradeaus noch etwa 200 Meter , es befindet sich hier in Sichtweite des Ufers ein kleiner teilbefestigter Parkplatz .
ZUSATZ , 25.09.06 : Einstieg nahe des Sportclub-Geländes getestet. Sehr schön ! Man kann einen Plattenweg bis direkt ans Wasser fahren , eine Sitzbank steht keine 5 Meter vom Wasser entfernt - ideal zum Rödeln. Grund fällt schnell auf 6 Meter und läuft dann aus.Nach Rechts kommt ein gesunkenes Boot , mit einigen Wehrmachtshelmen geschmückt , dann im Bereich der Stege Reifen , Schrott aller Art , Badeöfen , massig zerschlagenes Geschirr, teilweise Stücke der KPM ( Königlich Preussische Manufaktur Berlin ) . Bei einem weiteren Tauchgang habe ich das " Schilfkap " umrundet, hier beginnt nach einer längeren zugewachsenen Fläche wieder ein Schrottlager . Ideale Tiefe ist hier so um 5 Meter , ab 7 Meter war das Wasser glasklar allerdings der Grund algig und sumpfig. Viel Fisch und Krebs .Nach Links liegen 2 Boote ( eines recht gross , Kajütboot mit Drehstuhl...), unglaublich viel Glas und Ausrüstung ( so wie hier das Seitengewehr ) Recht übersichtlicher Grund bis in Folge eine Schilfkante erreicht wird - hier ist alles zugewachsen. Weiter durch wird 2007 / 2008 getestet . -