Tauchplätze in Deutschland Seite 3
Tauchplätze Seite 3
21. Salem , Kummerower See
Nachdem ich von einem etwas verunglückten Eistauchgang einer Feuerwehr-Tauchgruppe aus der näheren Umgebung in der Lokalzeitung las , aus welcher hervorging , dass bei zwei von drei Tauchern zu dem Anlass die Regler eingeeist sind ( ?? ) , wollte ich mir dieses Hardcore-Tauchen auch antun . Man fährt die Bundesstrasse 104 durch Malchin und biegt knapp vor dem Ortsrand Richtung Teterow rechts über einen kleinen Bahnübergang auf eine schnurgerade Allee inmitten der Peeneflutwiesen. Nach etwa 1 Km wieder ein kleiner Bahnübergang , nun Rechts immer geradeaus - Vorsicht bei einer extrem unübersichtlichen Brücke über einen Bahnkörper. Weiter bis zum Ort Salem , durchfahren bis zum Kolpinghof . Rechts runter bis an die Schranke , Parkfläche. Zu sehen ist halb Links das alte Becken , von Holz gesäumt und geradeaus das neue Hafenbecken , einbetonierte Spundwände ... . Auf dem Parkplatz anrödeln , dann die etwa 50 m bis zur zukünftigen Sliprampe und da rein. Grund schlammig , etwa 2m Tiefe , einiger Schrott wie Stahlseile und Rohre .Genau geradeaus bis an die aufgeschüttete Steinmole , leicht links immer so in 2m Tiefe diese Blockade umtauchen. Nach 5 Minuten erreicht man den Schilfgürtel , hier wenden- weiter durch ist nix los .Zurück Richtung altes Hafenbecken . Dieses ist mittels starken Baumstämmen mit Strauchwerk befestigt - sieht bei Sonnenschein sehr interessant aus. Erkunden dieses Beckens etwa 10 Minuten - keine Funde hier ! Zurück zur " Fahrrinne " , etwa 3,5 Meter Tiefe , sehr unregelmässige und unebene etwa 10 Meter breite Spur .Schlammiger , auch lehmiger Grund in welchen etliche Krebse ihre Löcher gruben. Mitte Februar keinerlei Fisch !Stelle mir vor , dass Tauchen hier zur Bootssaison Selbstmord ist - "schweigende"Segler mit Schwert und kaum Tiefe unterm Kiel ! Somit ist auch der Dritte Anlauf , mein Heimatgewässer namens Kummerower See zu betauchen , im Schlamm gescheitert. Tauchen hier nicht empfehlenswert .Abgesehen von der Super Sicht hätte man mit geschlossenen Augen mangels Sehenswürdigkeiten den Kurs abreiten können :-( Ach so - was die Feuerwehrtaucher hier gesucht haben ist unklar.Die sollten mal Eistauchen im Hertasee probieren ( mit vernünftigen Reglern...)
22. Neubrandenburg , Tollensesee , Bootshafen am "Kutter" , rechtsab
Der Tollensesee als Hausgewässer ist immer wieder einen Tauchgang wert. Diesmal die mir recht unbekannte Strecke der ehemaligen Kleinbahn zur TVA . Man parkt am " Wassersportzentrum " , direkt vor der kleinen Kneipe "Kutter" . Der Bootshafen ( manche sagen vermessen Yachthafen !! ) liegt keine 100 Meter leicht hügelab.Hier anrödeln und anschliessend Richtung Bootshafen - dann aber am Ufer lang rechts etwa 100 Meter einem Weg folgen bis links ein breiter Steg zu sehen ist. Hier einsteigen ( springen , Tiefe etwa 2,5 Meter) .Etwa 400 Meter geradeaus ist die gesprengte TVA gut anzupeilen .Von der direkten Verbindungslinie Steg - TVA leicht rechterhand abweichen , bis nach 2 Minuten die ersten Holzstümpfe der Bahnbefestigung aus dem recht festen Grund ragen . ACHTUNG: Nichts anfassen , was etwa handtellergrossen Zahnrädern ähnlich sieht - gefährliche Teile stecken bis zu ihren Stabilisierungsflügeln im Grund !! Der Befestigung folgend taucht mit zunehmender Strecke immer mehr Schrott auf : Stahlseile , riesige Vierkantbolzen , Blechteile, Bleianker . Bei guter Sicht und genügend Aufmerksamkeit kommt der Taucher in etwa 5 bis 6 Meter Tiefe rechts ab der Bahnbefestigung an ein künstliches Plateau welches mit Holzbohlen eingefasst ist. Unweit hiervon liegt eine Senke von etwa 15 Meter Durchmesser in welcher zwei große Saugrohre samt käfigartigen Sieben aufrecht stehen.Sieht sehr gut aus !In der Nähe liegen Rohre in der Form von Beleuchtungsmasten kreuz und quer herum . Mir wurde von einem Kran ( oder Kranrest ) dort in der Nähe berichtet - beim Nächstenmal ( März 2004 betaucht...siehe weiter oben )... Tauchen dort recht interessant - Beutetauchgang bei genügend Vorsicht !Sicht Ende Februar phantastisch mit etwa 6 oder 7 Meter , allerdings Wassertemperatur 1°C mit Eis etwa 15 Meter ab Ufer .Am Kopf des Steges ist eine Leiter eingelassen - bequemer Ausstieg .Juli 2005 schönen Anker geborgen. Im Jahr 2006 wurde durch den zeitlich ausgedehnten Winter die freie Wasserfläche Knapp ! Ohne Kättensägenmassaker gings bis Ende März nur im Tollensesee , Augustabad , Anlegesteg. Viel zu sehen trotz geringer Tiefe und Ufernähe !Funde wie Autoschlüssel ( Funkfernsteuerung),menschlicher Oberschenkelknochen , Platzmunition 7,62 mm ohne Ende , Tauchermesser , hineingeworfene Poller vom darüberliegenden Parkplatz...
23. Jarmen ( Zarrentin ) , Kiesgrube
Wer wie ich der Bundesstrasse B110 folgend über Demmin und Tutow das kleine Städtchen Jarmen erreicht , muss gleich nach dem Ortseingang links in einen schütteren Wald einbiegen , entlang einer mit künstlichen Bodenwellen bepflasterten Nebenstrasse bis an einen Trafoturm , hier rechts ab Richtung Badestelle.Das Gewässer ist noch nicht zu sehen , ausreichend Perkmöglichkeit ( auch im Sommer) auf einem festgefahrenen Rasen . Die Kiesgrube ist eingezäunt , die Pforte am Eingangskontainer weist den Weg. Etwa 80 Meter leicht bergab sieht man nun die recht grosse Wasserfläche , samt Badesteg, Nichtschwimmerbojen , ... .Einstieg direkt am Strand , schnell fällt der Grund auf 12 bis 15 Meter ab. Interessante Seite ist vorwiegend links rum , die " Bucht " linkerhand weist extreme Grundstruktur auf , sehr schön bewachsen und bepflastert mit allerlei Baugerümpel . Stapelweise Strassenplatten , Fässer , Seile , Paletten und Rohre aller Kaliber bieten viel Versteck für Kiemenatmer aller möglichen Arten ;-) . Es lohnt sich , auch für Nachttauchgang , dieser steilen Böschung etwa 20 Minuten zu folgen um dann in anderer Tiefe zurückzukehren. Ab Einstieg nach Rechts scheint das Gewässer zumindest in den ersten 50 Metern ab dem Ufer nirgends tiefer als 12 Meter zu sein.Viele Böschungen ( ehemals Baggerfahrwege ? ) kreuzen Tauchers Weg , echt JoJotauchen hier angesagt. Hat man die Nase voll , kann man in dieser Richtung jederzeit das Wasser verlassen und einen festen Weg entlang zurücklaufen. Viele sehr dicht und hoch bewachsene Halden , teils mit grossen Steinen versetzt , dann wieder schroffe , lehmige " Steilhänge " sind sehr interessant anzuschauen . Sicht Frühjahr/Winter so gut 5 Meter , Sommers wegen Badebetrieb weniger. Recht viel Fisch. Kaum Belästigung durch Angler .
24. Carvitz ,schmaler Luzin ,"Kreisverkehr nahe der Mühle ohne Flügel" MST
N53°17'58.268 O13°25'55.608 Immer wieder ein Vergnügen - Süsswasserdeko im Vorübergehen ... ;-) . Statt geradeaus Richtung Zeltplatz C84 und somit zur Basis " Oktopus" , links Richtung Carvitz einbiegen. Etwa 300 Meter geradeaus ist die Mühle zu sehen , gut zu erkennen an ihrem etwas zu klein geratenen Windrad.In Fahrtrichtung unmittelbar davor ist ein Kreisverkehr - scharf rechts ab und sofort wieder rechts auf den Rasen vor der Hecke fahren. Hier anrödeln. Gelegendlich recht voll - beliebter Tauchplatz . Der Weg ins Wasser führt quer über den Kreisverkehr und dann einen steilen , urigen Weg hinab zur Badewiese . Einstieg flach , aber nach 3 oder 4 Metern gehts schnell abwärts . Drei Möglichkeiten : 1. ufernah linkslang .Weiträumiger Hang , oft mit recht grossen Findlingen besetzt , einige hineingestürzte Bäume bis in 6 oder 7 Meter Tiefe .Unheimlich viel Schrott: Fahrzeugteile , Reifen , Töpfe , Geschirr LOL , Rohre ... , sonst recht glatter Abhang bis runter auf gut 30 Meter .In der Regel so ab 12 bis 15 Metern exzellente Sicht , oberhalb davon meist so 3 bis 5 Meter. Beutetauchgang jederzeit möglich - mit den allseits bekannten Vorsichtsmaßregeln bezüglich Gefahrgut. Allseits begehrte historische Flaschen nur noch sehr selten . 2. ufernah rechts lang. Noch mehr Müll als auf der linken Seite.Teils große Fässer , Kessel , ein oder zwei abgesoffene Boote ... . Kaum noch Fundstücke / Sprenggranatenzünder , Harpunenpfeile , wenn , dann sowieso nur im Winter wenn der Hang nicht zugewachsen ist.(Gute Augen lohnen trotzdem, Beispiel: F.Buntebarth Nachfolger ( Prenzlau) und Schultheissbierflasche , oder Flaschen/Gläserunbekannter Marken - Hauptsache alt ;-) ) Tiefe und Sicht wie auf der anderen Seite . 3. Ab Einstieg direkt ins Tiefe so mit 300° , der Hang fällt direkt innerhalb von knapp 100 Metern auf über 30 Meter Tiefe.Nix los da unten - zB. April 2004 nur ein schläfriger Hecht und einige Krebse .Schlammiger Grund . Super Sicht von meist über 5 Metern .Immer kalt , Trocki und Lampe empfohlen .Gelegendlich schweben Seile in Tauchers Weg und komischerweise auch in der Tiefe dicke Äste auf Grund ! Achtung: Wer Deko vermeiden will , sollte unmittelbar nach Erreichen von etwa 30 Metern entscheiden ob links oder rechts zurück Richtung Ufer.Ausstieg auch mit mässiger Navigationskenntnis gut zu finden : eine bis in 6 / 7 Meter hinabreichende Sandfläche kennzeichnet den Einstieg der Badegäste , etwa 50 Meter hinter der "Lattensammlung " von rechts oder ebenso 50 Meter hinter der Steinsammlung von links( gelegendlicher Blick nach oben , speziell im Sommer , wird belohnt ;-) ). Unregelmässige Kontrollen der Nationalparkverwaltung auf Tauchgenehmigung der lokalen Basen ( Beschränkung der Anzahl ) . Mit einer gut gefüllten 15'er Buddel wäre mal ein Tauchgang quer 'rüber zum anderen Ufer angesagt - der See ist hier nicht breiter als 250 Meter. Ich werde mal drauf 'rumdenken und dann hier berichten...
25. Kamenz , Steinbruch " Sparmann "
Nun war ja bereits seit Ende März eine Tour zum Sparmann angedroht LOL , also wurde es auch langsam Zeit. Per Telefon die wichtigsten Dinge wie mögliche Maximaltiefe ( ROFL ) und Unterkunft erfragt , den Wettergott für das Wochenende 08./09.05.2004 bestochen und ab gings . Der übliche chaotische Ablauf : 03:00 Uhr aufstehen, 04:xx Uhr ab Neubrandenburg über A20,A10,A13 Richtung Dresden , Abfahrt Ruhland Richtung Bernsdorf/Kamenz ( inklusive der üblichen Umleitungen ... ) . Tauchbasis Sparmann auf Anhieb gefunden. Wir wurden von fröhlichem Gehämmer empfangen - die Truppe war gerade dabei das neue Basisgebäude einzudecken .Der freundliche Chef , J.Krause , nahm sich die Zeit uns eingehend in die Pläne für die Zukunft am Sparmann-Loch einzuweihen - Respekt ! Wenn nur das Meiste annähernd klappt und die Werbetrommel funktioniert, kann sich die dortige Basis noch warm anziehen... . Wer Infos über die historischen Gegebenheiten erlangen will : www.techtauchen-sparmann.de hier gibts alles,was man wissen muss .Nun kurz zum Steinbruch selber : Fast direkt in der Stadt gelegen und trotzdem vielen Einwohnern unbekannt , ein echtes Kleinod ! Wenn ich an die Taucherliste ( Anmeldung ) denke , dann weiss ich , dass hier noch keine 200 Leute offiziell tauchen waren. Entsprechend unberührt sah es auch aus : komplett erhaltene versunkene Bäume ( südwest) , also nicht so kahle Baumleichen wie im Hemmoor ! Steilwandtauchen ringsherum , gelegendliche verschiedenbreite und tiefe Absätze voller Granitbruch und Schrott . Stahlseile,Rohre, Maschinenteile,Reifen,Fernseher,Fahrräder(und supertolle Kinderroller(linke Bucht,Nord)) ,und überall überdimensionale Granitblocks. Gelegendlich Fisch ( Hecht,Kaulbarsch,Barsch,Schlei)gesehen .Das Loch wird künstlich belüftet , mit den Jahren sei die Wasserqualität immer besser geworden.Im Mai 2004 etwa 3 bis 4 Meter glasklares Oberflächenwasser,dann bis runter auf 8 oder 9 Meter trübe Suppe ( Pollen,Kaulquappen! , Algen) aber dann - Theaterblick. Allerdings ist es trotz super Sonnenschein unter diesen Bedingungen ab 20 Meter stockduster !Lampe unbedingt erforderlich. Temperatur bis knapp 10 Meter 11Grad,dann nur noch 5 bis 9 Grad. Ab 50 Meter schweinekalt !!! Wegen dieser Bedingungen tauchen wohl eher was für Freaks. Wir haben da innerhalb von 3 Stunden 2 komplette Tauchgänge von einer Stunde mit über 60 Metern Grundberührung durchgezogen ;-) . Mit Luft natürlich.Allerdings gabs dann schwer was auf den Computer mit 35 Minuten Gesamtdeko ab 6 Meter ;-) ... Umrundung des Steinbruches sehr interessant , Tiefe von 5 Metern echt ausreichend: Südost der Hecht samt Futter , genau Süd auf dem grossen Absatz die riesigen Laufgitterroste , knapp davor in südost die Bohlenplattform , überall Stahlseile sowieso , dann südwest ab der Kurve auf 180 Grad etwa 200 Meter gewundene Baumstrecke - bei guter Sicht ein echter Kracher ,Achtung : gelegendlich Angelsehne ! , auf einem schmalen Dach steht ein roter Fernseher , hinter dem Wald fast nur noch Steilwand , gelegendlich schimmern grosse Blöcke durch. Wegen des trichterartigen Aufbaus des Steinbruches immer Schattenwurf ! Sicht scheint sich je nach Sonnenstand zu verschlechtern. Von uns vermessen wurde die Stelle : linke Bucht , von der mittleren Landzunge genau aufs gegenüberliegende Ufer gesehen(west) etwa auf halber Strecke - 63 Meter ist Grund. Reifen und riesige Klamotten da unten. Sowie Ecke Südost , schräg unterhalb der kleinen Höhlung so in 5 Meter Tiefe : 62 Meter . Vorsicht - wirklich viel Stahlzeug dort - Verletzungsgefahr ! Die Basis befindet sich ( 05.2004) noch im Ausbau , allerdings sollen Übernachtungsmöglichkeiten,Sanitärräume,Füllstation usw. demnächst in Funktion gehen. Der jetzige Stand sieht sehr vielversprechend aus. Bequemer Zugang zum Wasser , wenn auch die Plattform für 2 Personen in vollem Gerödel etwas knapp erschien .Achtung : nix verlieren an der Treppe - es wäre nur mit einem richtigen Tauchgang zu retten... . Ein Tauchshop in der Stadt , keine 5 Minuten weiter , ordentlich und ansprechend , ist auch vorhanden ( tel: 03578 788768 ) . Also - meine Empfehlung und viel Glück bei der Verwirklichung der Pläne.Werde auf jeden Fall dort vor Ort nochmals die verrückten Presslufttieftaucher treffen wollen LOL... .Grüsse nach Kamenz im Sachsenland . Die Tour wurde in ähnlichem Umfang nochmals wiederholt.
26. Biela, Steinbruch " Teufelsbruch "
Die Gegend Kamenz / Bischheim-Häslich scheint idealer Punkt einer Tauchexpedition zu sein. Die PRELLE,AKTIE,LUISE , ... usw war bereits bekannt aber im Zusammenhang mit dem unter Punkt 25 genannten Sparmann wagten wir einen Abstecher ins Teufelsbruch , ebenfalls nahe Kamenz . Grundlage war ein Tip der Tauchschule Kamenz ( und die dortige Schlüsselgewalt für die Absperrschranke) .Also begaben wir uns quasi Richtung Heimat etwa 5 Kilometer von Kamenz entfernt unmittelbar mit dem Ortsschild BIEHLA gleich rechts ab und dann wieder als Parallelstrasse entlang unseres Hinweges etwa 1 Km , an einem Gehöft vorbei Richtung Wald. Eine verschliessbare Schranke versperrt den Weg. Wer glücklicher Schlüsselinhaber ist , erreicht etwa 200 m hinter der Schranke , einem bequemen Schotterweg folgend , das Teufelsbruch. Idyllisch gelegener ca 350m langer und unregelmässig 100m breiter Steinbruch für wahrscheinlich Schotter.An einer kleinen Betonplatte samt Einstiegstreppe halten und rödeln. Einstieg etwas wacklig , grobe Steine etwa 1,5 Meter tief. Das Loch ist gebaut wie ein Theater - umlaufend eine unregelmässig breite Kante auf etwa 4 m , dann eine weitere Kante bis auf knapp 10 m , allerdings ausgefüllt mit Klamotten aller Kaliber , Steinhaufen , Schienen , Loren stehend und umgestürzt , Rohre und Seile U N D Flaschen ohne Zahl . Ich vermute hier eines von Deutschlands grössten Flaschenlagern für DDR Glas !! Fand endlich eine lang gesuchte grüne 0.33l Bierflsche kurz und die Apfelsaftflasche der Mitropa ( Reichsbahn) . Wie die da herein kam ist allerdings schleierhaft... ;-) . Merkwürdigerweise Mai 2004 einige wenige Goldfische (!!!) im Teich , sonst Barsche und Plötze recht reichlich. Bizarre umlaufende Felskante , sehr instabil , grosse Splitter fallen ohne Warnung herab . Das grosse Verkehrsschild , unweit links des Einstiegs , haben wir frisch gereinigt und wieder gut sichtbar angelehnt , wer die einzelnliegende Bahnachse findet ist knapp am Einstieg vorbeigerauscht. typischer Anfängertauchgang - allerdings mit dem Hinweis , dass trotz moderater Tiefe von nicht 10 Meter die rechte Kehre etwas gefährlich scheint : je nach Sonnenstand pechschwarze Wand , hineingestürzte Bäume und unendlich viel Schrott !! Augen auf und unbedingt Sammelnetz mitführen !! Spasstauchgang zum Tagesausklang ohne technischen Anspruch .Wegen der Lage des Gewässers und der Stille ringsum wohl sehr schöner Grillplatz .
27. Penzlin , Penzliner Stadtsee
Parkplatz/Rödelplatz : N53°30'14.370 E13°05'30.696 Das kleine Städtchen Penzlin , unweit von Neubrandenburg idyllisch im Endmuränengebiet gelegen , scheint taucherisch nicht allzu oft Besuch zu bekommen.Der sehr gut zu erreichende Stadtsee , bester Einstieg ist die Badestelle an der Strasse nach Lübkow , bietet ganzjährig beste Sicht nicht über 3 Meter ! Tauchen hier mit Vorsicht zu geniessen : Unglaublich viel Schrott und versunkene Bäume trotz mehrfacher Gewässerreinigungsaktionen.Der Teich scheint sehr fischreich zu sein: Nicht nur,dass ein Fischer sein Domizil unmittelbar rechts neben der Badewiese hat , auch ist es zB im Mai 2005 passiert, dass ein Schwarm halbstarker Plötze , augenscheinlich locker 100 Stück , in Panik unsere Strecke kreuzte , ohne uns zu beachten. Es war wohl ein Hecht oder eine Rotte Barsche am räubern.Nicht nur alte Fässer und Maschinenteile , auch ganz normaler Zivilisationsmüll "verziert"das Gewässer : Reifen , Fahrräder , Laternen , Gitter , Zaunfelder,natürlich auch gesunkene Holzboote... .Schräg rechts quer über den See , etwa 200 Meter weiter , wird derzeit ( Mai 2005 ) irgendein Hotel oä. reaktiviert - direkt davor seeseits liegt ein langer Steg. Normaler Tauchgang ab Badewiese bis hierher , immer entlang des Hanges - nie tiefer als 5 Meter. Grund wechselt zwischen grauem bodenlosem Schlamm , fest-lehmigen Flächen und ausgedehnten Muschelfeldern.Zeitweise wird das Ufer durch Schilfsäume verdeckt. Jedoch , wer sucht wird finden : speziell historische Bierflaschen , augenscheinlich wurde in Penzlin schon zu früherern Zeiten gern ein Bierchen beim Angeln gekippt... , ohne Zahl ! Allein bei einem Tauchgang Mitte Mai 2005 reichte mein Sammelnetz nicht aus : 9 Bügelflaschen auf einen Schlag. Fundgebiet unterhalb der Bootsschuppen kurz vor dem Hotelsteg !Es ist zu vermuten , dass im grundlosen Schlamm ebenfalls wertvolle Zeitgeschichte für immer versunken ist. Interessant sind gelegendlich zu findende , merkwürdig gesplitterte Flaschen : Karbidfischerei - wahrscheinlich kurz nach Kriegsende 1945 .Ich denke - hier werden wir gelegendlich nochmals "Beute"-tauchgänge unternehmen. Unweit dieses Einstiegs , entlang der K20 Richtung Lübkow , liegt der gleichnamige Lübkower See. ( Google Luftbild )Man rödelt auf einer abfallenden Graswiese , die halbwüchsige lokale Bevölkerung bestaunt den Taucher wie ein Alien. Ein nur einige Meter breiter Durchgang durch der Schilfgürtel weist den Weg zu einem nicht unbedingt empfehlenswerten Tauchplatz : max 2 Meter tief , verkrautet und bodenlos Schlamm , ausser eines gesunkenen Holzkahnes fanden wir seinerzeit absolut nichts Erwähnenswertes. Sicht betrug ( Sommer 2003) keine 1,5 Meter - tauchen hier gefahrlos , allerdings Kompasspeilung nicht vergessen. Etliche Ruderboote mit Anglern kreuzten auf dem Gewässer - möglicherweise ist die gegenüberliegende Seite nochmals zu erkunden... .
28. Waldsee , Schulzensee
Parkplatz/Rödelplatz : N53°18'17.838 E13°18'15.252 Sehr versteckt , und eigendlich kein Geheimtip : der Schulzensee nahe dem Weiler Waldsee .Ab Feldberg Richtung Lüttenhagen am Südende des Dolgener Sees vorbei ( siehe Tauchplatzbeschreibung Dolgener See ) und weiter Richtung Triepkendorf einer wilden Piste quer durch den Wald folgen .Man fährt an der oa. Koordinate vorbei - ein schmaler Gras-Parkplatz entlang des Waldweges. Es gibt keinen Hinweis auf einen See !Hier rödeln und dann einem Pfad etwa 200 Meter bis zu einer Badestelle , ringsum von Wald verdeckt aber immerhin mit Dixi-Häuschen... .Nun ist der See sehr gut zu überblicken - genau gegenüber liegt samt einem Steg irgendein Hotel. Einstieg am Sprungsteg , schnell abfallender Sandgrund - Augen auf : hier gelegendlich Flaschenfunde... .Die beim Einstieg rechterhand in den See ragende Landzunge ist nicht das Seende ! Wir selbst sind wegen der irrigen Annahme einst total vom Kurs abgekommen ;-) . Sicht bis 6 oder 8 Meter meist so um 3 bis 5 Meter , dann schnell schlechter werdend. Überall heller lehmiger Grund - einzelne Muschelfelder , wenig Kraut. Direkte Überquerung des Sees als Freiwassernavigation in etwa 15 Minuten , der Steg unterhalb des Hotels ist nochmals auf Beute abzusuchen. Bei 15 Meter Tiefe hier noch kein Grund zu sehen ( Sicht keine 2 Meter...). Ab Einstieg die rechte Seeseite wird schnell flacher - bei 8 Meter ist der See über Grund ebenfalls in etwa 12 Minuten zu überqueren. Ein Tauchgang ab Einstieg links entlang dem Abhang ist langweilig , man erreicht einige Anglerstege , Netzreste , Bootsplanken. Vor einigen Jahren sichteten wir hier den größten von uns jemals erblickten Karpfen !! Ein Monster stürzte an uns vorbei aus dem Schilf ins Freiwasser !!! Tauchplatz hier gut geeignet für nichttauchende , aber badende Begleitung , Wetter vorausgesetzt.