Tauchplätze Seite 1

1 .Dolgener See , Dolgen ,Mecklenburg/Vorpommern, " Schweinebucht "

Rechtsab der Strasse zwischen Möllenbeck und Feldberg liegt des Dorf Dolgen nahe des gleichnamigen Sees.Dorf durchfahren,über den unbeschrankten Bahnübergang, an der Schweinemastanlage vorbei links ab eine Feldwegeinfahrt.Sehr unebene Piste, vorbei an einem kleinen Wehr ,etwa 1 km bis zum " Parkplatz " Badestelle.Hier anrödeln und dann etwa 30 bis 40 m leicht hügelab zum Wasser.Kleiner Steg, ideal zum "Anflosseln ".An der Badestelle Sandgrund , schnell tief abfallend.Der See ist sehr langgestreckt und schmal, nach etwa 80 bis 100 m hat man das andere Ufer erreicht.Das Bodenprofil fällt steil bis auf 25 m ab, der Grund hier ist unbewachsen, schlammig,tot.Tolle Sicht hier unten - etwa 10 bis 15 m, mit Lampe. Sprungschicht lag bei 7 oder 8 m , darüber Sicht von max. 5 m.Zwei vernünftige Möglichkeiten: 1. Flachtauchen gerade über den See zur gegenüberliegenden Wald- und Schilfkante.Rechtsab dort schöner Hang, Muschelgrund, Schilf bis in 3 / 4m Tiefe. Viel Kleinfisch , massig Aalrohre ( lohnt sich mal reinzuschaun ... ). Tiefer als 10m lohnt sich nicht , nichts mehr zu sehen.2. Ab der Badestelle am selben Ufer links lang , direkt durch/über den sehr schönen Bewuchs.man hat das Gefühl, durch einen Wald zu schwimmen. Viel Fisch, auch Aal und Karpfen. Bewuchs reicht runter bis auf schätze 5 / 6m , tiefer lohnt nicht- die Sprungschicht ist so undurchsichtig wie der Grund selbst !Angenehmes Tauchen hier , die Badegäste im Sommer wühlen das Wasser kaum auf . Empfehlenswert. Nachtrag 07.2002 : 3. Möglichkeit - rechts rum ,nach etwa 100m findet man einen gesunkenen Wassertreter , weiter der Schilfkante folgend findet man weiterhin noch etliche umgestuerzte Bäume. Viele Aalrohre mit Mietern !Diese Richtung bis kurz vor Koldenhof deuert etwa 50 Minuten - hin und zurück nur etwas für Unbeirrbare .O D E R : ebenfalls Dolgener See , jedoch statt links zur " Schweinebucht " abzufahren , weiter die Alleestrasse etwa 3 Km bis Koldenhof . Links ab dem Schild " zum See " folgen , Parkplatz sinnigerweise gleich hinter dem Friedhof . Weg zum Tauchplatz zu Fuss noch etwa 150 m , dann steil hangab zur Badestelle / Steg .Einigermassen lohnenswert ist Tauchen rechterhand , im 4 bis 5 m Bereich etliches an Schrott , Glas , Holz . An der Schilfkante recht viel Barsch .


2. Ostsee , N 54° 36'50'' O14° 13'13'' , Wrack der " Jan Heweliusz "

1993 kenterte im Sturm diese Fähre zwischen Swinoujsce und Ystad und sank später an o.a. Stelle. Bedauerlicherweise waren bei diesem Unglück auch Menschenleben zu beklagen.Als kombinierte Auto/Eisenbahnfähre ein Rieseneimer von schätze 150m Länge!Das Wrack liegt stark backbord geneigt auf Sandgrund in etwa 25 m Tiefe , wobei die höchsten Aufbauten etwa - 10 m liegen. Bootstauchgang .Grosse Tonne samt Boje zum Ankern direkt beim Wrack.Sicht ( Aug.2000) max 10m , ziemlich kalt bei 8°C in etwa 20m.das Schiff hat viele seiner Aufbauten verloren,die nun backbord als Riesenschrotthaufen im Sand liegen.Sehr schön die Bugpropeller,unmittelbar an der Nase. Der Rumpf ist weitgehend erhalten allerdings sind durch Bergungsarbeiten einige Flächen herausgeschnitten worden. Sehr schön erkennbar der auf dem ehemals oberen Fahrzeugdeck stehende, nun etwas zerknüllte und backbords mit anderen LKW's liegende, LKW mit der Aufschrift " ERWIN ".Der Bewuchs des Schiffes ist mit den Jahren schon fast komplett , wir schafften es jedoch,mittels Messer die weissen Flächen des Namenszuges des Schiffes zu finden und ein paar Zentimeter freizulegen.Einstieg ins Wrack bei unserem Besuch war die Heckklappe , direkt in die Ladeflächen hinein.Die veranstaltende Tauchbasis riet zwar vom Betauchen der Innenräume ab , wir konnten trotzdem nicht widerstehen.Vorbei an Eisenbahnwaggons und LKW's in wildem Durcheinander ,die Ladung in Rudimenten noch erkennbar ( Roheisenbarren , Metallformen)gelangt man nach wenigen Minuten in kristallklares Wasser,welches von quer in alle Richtungen reichende Kabelbäume,Rohre , Treppenfragmenten,...,durchsetzt ist. Geisterhaft schweben LKW-Beplanungen scheinbar seit Jahren in diesen Decks , kein Fisch war seinerzeit hier zu finden.Es gelang uns nicht, etwaige polizeiliche Kennzeichen an den Fahrzeugen zu entdecken, Souvenirjäger hatten bereits alles weggeschafft.Manche LKWs sahen relativ unzerstört aus, man hätte glatt in die Fahrkabinen einsteigen können.Das Durchtauchen des Schiffes ist ein starkes Erlebnis, große Vorsicht ist geboten bei der Vielzahl der Hindernisse.Lampe unbedingt erforderlich, kein Tauchplatz für Anfänger ( im Wrackinneren ), kaum Strömung,mässige Sicht.Da man sich durch Luken auch seitwärts in angrenzende Decks bewegen kann,ist die Gefahr,die Orientierung zu verlieren , zumindest gegeben. Zusatz 07/2004 : Bei exzellenter Sicht von locker 6 bis 8 Metern und Sonnenschein über Wasser wieder eine Freude hier zu tauchen. Komplizierten Pilger samt etlichen Drillingen geborgen . Im unteren Ladedeck war eine blanke (Gas?)flasche unter einem LKW zu erkennen. Schöner Platz : Steuerbord Heckschraube ! Etwa knapp 4 Meter Durchmesser aus hellem Material ( Aluguss?) mit ewig langem Wellentunnel... . Sehr schön. Recht häftige Strömung direkt am Wrack .


3. Reitbahnsee,Neubrandenburg

Am Rande der Stadt Neubrandenburg , zwischen Plattenbau-Wohngebiet und Gartenanlage liegt das kleine Naherholungsgebiet mit dem gleichnamigen See.Zwei , drei Gaststätten sind ringsum verteilt ( gut für "Deko"bier ),eine Badestelle mit Sandstrand am südöstlichen Ufer sowie eine seit 2000 in Betrieb gegangene Wasserskianlage gibts hier.Das Gewässer ist max. 400 mal 300 m groß, max. knapp 10m tief , ein Restloch der Kies- und Sandgewinnung für die umliegenden Bauplätze der 80' Jahre. Idealer Start eines Tauchganges ist ( aktualisiert Mai 2006 )auf dem öffentlichen Parkplatz des naherholungsgebietes,an der Gaststätte " Strandidyll ".Anrödeln hier , etwa 50 m quer über den Spielplatzrasen Richtung Badestelle. Grund hier sehr sumpfig , Vorsicht beim Gehen mit angelegten Flossen ! Etwa 10 bis 15 m von Ufer entfernt mit Richtung auf Schilfufer rechterhand abtauchen , Tiefe hier an 3m.Vorsicht bei Nachttauchen: Oftmals Angler auf dem Ufer rechterhand.Der Seegrund ist fast vollständig bewachsen, durch der Sandabbau ist die Struktur des Grundes teilweise extrem.Tiefe Löcher, canyonartig gewunden,dann wieder Hügel bis knapp an die Wasseroberfläche reichend. Massig Fisch , abhängig von der Jahreszeit.Hier lebte derzeit ( 12/2000) der größte von mir je gesehene Hecht mit etwa 1,30m ! Zander,Karpfen,sowie Barsch und endlos viele Krebse. Nachts genug Aal.Auch tagsüber Lampe sehr empfohlen , Sicht im Sommer / Herbst nicht über 4 m , im Winter oft darüber. Markant für diesen See sind die farbigen Nebel , die sich in allen tiefen Löchern jahreszeitlich entwickeln.Von Rot,Grün,Blau über deren Zwischentönen sind viele,teilweise richtig grelle Farben speziell im Sommer zu finden.Wahrscheinlich irgendwelche biol.Zerfallsprodukte oder Algen.Die Sicht in diesen Nebeln ist Null.Keine Strömung im Wasser , wegen der geringeren Tiefe nimmt dieser See sehr schnell Umgebungstemperatur an.Tagsüber wird die Wasserskianlage betrieben - Vorsicht , diesen Bereich nur Nachts betauchen.Die Abspannungen , Betonteile ... der Anlage tauchen wie Geister im etwas trüben Wasser auf.Genug Platz und Fisch für ausgedehnte Tauchgänge.Foto nur mit viel Licht möglich.


4 .Schlakendorf,Tongruben

N53°47'51.762 E13°25'50.256 Eines vorweg: Only Malediven-Fans wird dieser Spot nix bringen:Sicht max. 5m , keine 10m tief und die Artenvielfalt hält sich in Grenzen... Hinter der Einfahrt zum Landschulheim Franzensberg auf der Strasse von Malchin nach Neukalen links abfahren,Waldweg-unbefestigt! Etwa 1 Km immer den Waldweg entlang, vorbei an einem einsamen Gehöft,teilt sich dieser Weg am Waldrand einmal in Richtung Schlakendorf und links ab direkt auf's Feld.Nach etwa 500 m sind auf der rechten Seite insgesamt 4 verschiedengrosse Wasserflächen ( ehemals Tonabbau!) mit Maximaldurchmessern von 50 bis 200 m zu finden.Aus unserer Fahrtrichtung (Bild einfügen !) das zweite Gewässer... und auch das Grösste,direkte Zufahrt vom Feldweg zu einer wilden Badestelle mit Lagerfeuerresten und allem,was dazugehört.Günstiger Platz zum anrödeln , Gras und Lehmboden.das Gewässer ist fast komplett mit Schilf umwachsen (je nach Jahreszeit...),die Badestelle eignet sich sehr gut zum Einstieg ,Rutschgefahr durch Lehmgrund !Innerhalb der Ersten 10 m sind schnell 5 m Tiefe erreicht - der Klappstuhl ist Orientierungspunkt. Standardtauchgang rechts herum. Achtung: mehrere kleine " Buchten " , oft durch Schilf und hier reichlich auch aus "grösserer Tiefe" wachsenden Seerosen verdeckt. Fast am Ende dieser Seite, etwa 150m oder gut 10 Minuten bei Relax-Tauchgang , hinter einer der ehemaligen Baggerspuren ( nun dammartige Wälle von 2 bis 4 m Tiefe am Kamm ) ein erstes " Wrack " , am Uferhang klebt aufrecht in etwa 3 m Tiefe ein Trabant 500 .Gleich darüber beginnt der Schilfsaum-bei gutem Licht ein sehr fotogener Ort. Etwa parallel zu diesem Ufer und weitere 3 Minuten liegt in etwa 6,5 m Tiefe ein Scoda auf seinem Dach,der Motor fehlt und auch die Türen liessen sich nur mit Mühe öffnen ... ;-)) . Krebse und Barsche in Massen, einzelne Hechte grösserer Kaliber gesichtet. Sehr schön : frischgeschlüpfte Fischbrut - im Gegenlicht ein sehr toller Anblick... . Sehr unebene Struktur des Grundes, eine Umrundung mit Erkundung aller Ecken etwa 60 Minuten.Das Gewässer eignet sich hervorragend für einen " schnellen " Tauchgang auf der Durchreise,kein Abenteuer - aber dennoch schön. Meine Empfehlung, speziell für Anfänger geeignet.


5 .Tollensesee,Neubrandenburg,TVA - Zielplattform

Klassischer Bootstauchgang,Fahrzeit vom Wassersportzentrum etwa 15 min. . Genaueres ist nur für GPS-Nutzer nachvollziehbar ,es scheint ,dieser Spot ist seit Kriegsende kaum betaucht worden . Weitere Erkundung der näheren Umgebung und der Plattform( en ) selbst laufen noch . ( Stand 2003) Auch etwa 60 Jahre nach ihren Untergang ( oder Versenkung ? ) offenbaren sich die Dimensionen der Anlage dem Taucher nur nach und nach.Bei meinem ersten Besuch im November 2001 lag die Sicht bei ca. 1m,Wassertemperatur oben 9°C ,unten 5°C .Trocki unbedingt empfohlen ,Lampe ebenso ,Reel von Nutzen. Ankern unmittelbar neben der Anlage,Abstieg am Ankerseil .Ab etwa 15m vollständige Dunkelheit ,Vorsicht geboten ab 20m , der Grund ist im trüben Wasser kaum zu erkennen , Grundberührung erzeugt enorme Schlammwolken , die sich wohl erst nach Stunden setzen.Ausschliesslich navigatorisch zu suchen ist illusorisch, besser Reel an Ankerkette festmachen und langsam die Umgebung erkunden.Vorsicht : Die Anlage hat die selbe Färbung ( Sediment ... ) wie der Grund, bei dieser Sicht Zusammenstoss nicht ausgeschlossen.Wir kamen bei unserem Besuch zuerst bei zwei Schwimmkörperfragmenten an,sie stehen wie geöffnete Fässer aufrecht im Grund , im Innern der etwa 60 - 70 cm weiten Öffnungen sind irgendwelche Röhrchen,Streben und Druckbehälter usw. zu erkennen.Wir trafen dann vom Heck her auf die kopfüber liegende Plattform , wodurch das Ruder etwa 2m vom Grund her aufragt.Unmittelbar am Ruder steht ein vollständig erhaltener Schwimmkörper , frei bis in Höhe des Ruderendes, eine weisse Farbmarkierung an einer Seite ist noch sehr gut sichtbar.Gleich hinter dem Ruder kommt die Doppelreihe der Plattformschwimmer in Sicht , aussehend wie dickwandige Druckbehälter , die Profile der allgemeinen Konstruktion unter sich begraben , aber noch gut sichtbar.Durch die verkehrte Lage des Wracks sind alle Aufbauten im Schlamm begraben und nicht zu erreichen.Die Konstruktion ist etwa 30 m lang , etwa 7 bis 8 m breit und vermittelt den Eindruck kompletter Trostlosigkeit : kein Fisch, kein Krebs - nur rostfarbener Stahl und Schlamm .Etliche Tampen und Netzreste hängen abgerissen herum .Kein Anfängertauchgang !Foto wohl nur schwer möglich . Zusatz Dezember 2001: Weitere Schwimmkörper entdeckt ,allein im Bug-Bereich der Plattform stehen Weitere im Grund. Bis jetzt also etwa 12 Stück bestätigt . Man findet gelegendlich auch Munitionsteile aus alten Zeiten , von diesem Teil hier habe ich keine Ahnung was das ist :-( , möglicherweise Hülse einer Notsignalpatrone ? ... , ebenso wie echt antikes Zeugs , wie zB. diese Bierflaschen der Neubrandenburger Brauerei Janssen&Bechly , welche in den 40er Jahren als solche verschwand , oder der Rostocker Privatbrauerei Mahn&Ohlerich A.G. , sowie gelegendlich Wehrmachtsstahlhelme , jedoch stark korrodiert . Zusatz 2003/2004/2005: Mehrere Anker im Laufe der Zeit geborgen. Hauptfundgebiet : Augustabad ab vorderen Parkplatz ( neben kleinem Steg ) Richtung 30° bei etwa 12 m Tiefe , sowie ehemaliger TVA-Versorgungssteg , oder als weiterer Fund am Publikumssteg , knapp 50 m vom Ufer entfernt eine Knallpistole (Colt, Double Eagle 8mmNachbau) der Fa. Uwarex ( Brigadier , Mod 95)

Zusatz März 2004 : Arbeitsplattform III betaucht , baugleich der oben beschriebenen Anlage , liegt jedoch " auf Kiel " . Sehr schön. Etwa 250 Meter von der anderen Plattform entfernt mit Maximal-Grundtiefe 26 m .Vorsicht : Man rutscht schnell in Deko , keinesfalls ein Spot für reine Rotes-Meer-Taucher !!!! Stets defacto Nachttauchgang .

Zusatz März 2004 : ehemaligen Bergekran an den Torpedofangnetzen betaucht. Zwei Riesenhaufen Stahlseilgewirr der Fangeinrichtung und etliche zerfetzte Stahlbleche ,wohl Reste des Kranführerstandes gehen dicht über zu einer Gittermasttraverse.Seilführungsrollen sind noch erkennbar.Dies alles so in 5m Tiefe.Auf dem "Damm" liegen massig überdimensionale Stahlbolzen sowie einzelne Bleigewichte von schätze 20 Kg. Bei Bergeversuch Plastiksack zerrissen ;-( !!

Zusatz April 2004 : Richtig gute Maske TUSA Splendive II gefunden .

Zusatz März 2005 : Bislang unbekannte Flasche "Janssen & Bechly" gefunden , sowie etliche alte andere Bügelverschlussflaschen.


6 . Feldberg ,schmaler Luzin ," 104 Stufen"

N53°19'35.532 E13°26'30.096 Aus Richtung Burg Stargard kommend, durch Feldberg bis zum Kreisverkehr. Nicht Richtung Carvitz oder Zentrum - einfach geradeaus , erst asphaltiert , dann steiniger Weg , etwa 1 Km vom Kreisverkehr weg , findet man einen grossen unbefestigten Parkplatz. Hier irgendwo anrödeln - vorheriges Erkunden des Einstiegs ist nur für Taucher vom Typ Arnold Schwarzenegger geeignet : Eine schlechte Treppe aus zusammengefügten Steinen führt 104 Stufen ( schätze 20 bis 25 m ) in die Tiefe.Hier unten sehr guter Einstieg,direkt neben der Anlegestelle der Fähre ( keine Angst - kleines Boot !! ) Wer es ohne zu stürzen bis hierher geschafft hat, den erwartet ein sehr relaxter Tauchgang mit Raffinessen.Abtauchen nach Rechts, unter dem Stahlseil der Fähre hindurch ,über Seegras hinweg , etwa 4 bis 6 Meter Tiefe. Nach einigen Minuten und Abstieg auf etwa 10 m sieht man sehr schön den recht steilen Hang des Grundes - hier ist Tauchen bis auf 30m kein Problem. Ungefähr 15 Minuten später erreicht man den " versunkenen Wald " , vom Ufersaum heruntergekippte Bäume, beliebter Platz für Hechte aller Kaliber.Foto hier sehr gut machbar. Sprungschicht normalerweise bei etwa 6 m , Sicht je nach Jahreszeit etwa 4 bis 5 m , unter der Sprungschicht oft keine 2 m !Achtung : Sehr vorsichtig die oft sehr ausladenden Baumkronen durchtauchen , häufig " unsichtbare " Angelsehne dort . Diese Strecke ist so an 300 m lang , dann wieder recht kahler Hang , nach etwa 30 bis 40 Minuten ab Start kommt der "Steinhang" in Sicht , grosse Klamotten , dicht gesäht. Für den typischen 60 Minuten-Tauchgang ist hier Wendepunkt. ... Wieder am Ufer, steht die härteste Bewährungsprobe noch bevor : Wiederaufstieg über die 104 Stufen. Überlebende berichten von Herzattacken und weggeworfenen Bleigurten ... ;-)) . Tauchen ( und rudern ) macht an diesem Platz viel Spass, Anfängergeeignet - bei guter Fitness ;-)) Sehr schön auch die linke Seite entlang , einige Steinwälle bis runter auf 15 m , jedoch meist miese Sicht ab spätestens 8 m . Viel hineingestürzer Baum , sowie Kinderwagen , Holzboote , riesige Findlinge . Meist viel Fisch .Gut macht sich die Rücktour so in 3 m Tiefe , immer quer durch die Baumleichen . Hier werden immer wieder Fundstücke ausgegraben - meine zuletzt gefundene " Janssen & Bechly " stammt von hier , eine im Dez.04 gefundene handgemachte Flasche rundet die Sammlung ab.


Nachtrag Sept. 2006 : Mithilfe des netten Fährmanns , welcher die Fehrmänner ( Lach...) anlässlich einer Pilzsammelaktion des weiblichen Familienvorstandes zwischen Feldberg und Hullerbusch übersetzte , zwängte sich Neoprenhaut mit ins Boot ( die Überquerung oder Durchtauchung des schmalen Luzin an der Stelle dauert schon gut 10 Minuten...) und konnte so mit vollem Tank ab Anleger ( Hullerbuschseite ) mit mittlerem Tempo 45 Minuten Richtung NO den Hang erkunden. Sehr viel ruhiger , unaufgewühlter und auch ( leider ) wegen des Sonnenstandes Vormittags ( die Hullerbuschseite liegt im tiefen Schatten der Uferbäume ) ohne jeden Fisch . Massige riesige versunkene Bäume , nach 5 Minuten ein uralter Holzkahn schon sehr zerfallen auf 5 Meter , scheinbar " Glasabladeplätze " ( vom Boot ? ) , es liegen stellenweise merkwürdigerweise massig Gläser ( keine Flaschen !! ) herum .Es fand sich aber noch eine alte TGL-Bügelflasche - nix Besonderes also. Sicht Mitte Sept. 06 gut 6 bis 7 Meter - ich habe mich sehr wohl gefühlt. Temperatur so 19 °C , Sprungschicht bei 10 Meter , da deutlich kühler und Sicht keine 3 Meter ! Rückfahrt mit der Fähre knapp 2 Stunden später als Aussenseiter - ich tropfte und alle Passagiere versuchten mir auszuweichen... Dank an den Fährmann für diese Hilfe - werde ich sicherlich nochmals für die andere Seite in Anspruch nehmen wollen...


7 .Hertasee , Schwanbeck

An der Strasse von Altentreptow nach Friedland( Meckl.) , etwa auf halber Strecke , unmittelbar am Ortsausgang des Dörfchens Schwanbeck , führt ein Schotterweg rechts ab erst etwa 1 Km einen Feldrand entlang , um dann weiteren 500 m einer Waldkante zu folgen.Hier parken und anrödeln - es sind dann noch etwa 150 m bis zum Einstieg zu laufen.Fast kreisrunder Waldsee , malerisch und ruhig , schätze Durchmesser auf etwa 300 m . Einstieg günstigerweise direkt am Steg , egal ob Rechts oder Links . Tiefe am Stegkopf etwa 3 m . Bis vor Kurzem lagen hier etwa 5 200l Fässer - ein ideales Versteck für allerlei Getier .Es lohnt nicht, den See kreuz und quer zu durchtauchen - der Grund ist schlammig und tot . Aber eine oder mehrere Umrundungen an der " Graskante " bieten viel Spass.Durchschnittliche Tiefe dieser Bewuchskante etwa 3 bis 4 m , bei guter Sicht sind viele Hechte , Aale und allerlei Kleinfisch zu beobachten. Sicht Ende Mai 2002 bei 5 m .Sehr schöner Seerosenbewuchs , hineingestürzte Bäume , mehrere gesunkene Kähne ( bislang 5 gezählt ) , natürlich auch Zivilisationsmüll wie Treckerreifen , Flaschen .Vorsicht bei Angelbetrieb !Drei , vier kleinere Stege ragen ins Wasser , oftmals besetzt mit Petrijüngern . Eine relaxte Umrundung des Gewässers in etwa 60 Minuten , Tiefe nicht über 7 m , des See nimmt , weil windgeschützt , schnell Umgebungstemperatur an . Achtung : Mückenschutz erforderlich falls das Dekobier noch vor Ort fällig sein sollte.

Zusatz 10/05 : Es muss irgendeine Aufräumaktion ( zB Angelverein... , oä. ) stattgefunden haben - mit Gewalt sind etliche der hineingestürzten Bäume entfernt worden oder diese liegen nun ganz woanders . Ebenso müssen von Land aus mittels Tracktor oder so einige Uferbäume herausgerissen worden sein : grössere Höhlungen ragen weit in die Uferkante.

Zusatz 09/06 : Etwas abseits des üblichen Rundweges einen mittlerweile recht verrotteten Weihnachtsbaum gefunden , welcher mit einer Uralt-Druckflasche als Gewicht befestigt war. Ein Aufkleber www.divepoint-gryps.de sagt mir , dass hier eine Greifswalder Tauchbasis wohl ein Weihnachtstauchen abgerissen hat. ;-)


8 . Kalkgrube , Gielow

Steht man erstmals an der steilen Uferkante dieses Tümpels, würde niemand hier einen " Tauchspot " vermuten.Ich will hier grössere Erwartungen dämpfen : Das Loch , ehemals ein kleinerer Tagebau hat einen unregelmässigen Durchmesser von maximal 60 m , bietet die ausserordendliche Sichtweite von etwa 2 m (!) und ist nicht tiefer als 8 m . An der Strasse von Malchin nach Waren , auf dem Feld kurz vor dem Ort Gielow sind mehrere baumumstandene kleine Wasserlöcher zu sehen.Anfahrt nur über Gielow , wieder etwa parallel der Strasse , begleitet von einem Bahnkörper auf einem zweispurigem Strassenplattenweg bis zu einem kleinen Parkplatz, teilweise befestigt ( alte Gebäudeplatte ? ).Hier anrödeln. Der Trampelpfad führt weitere 150 m leicht hügelan quer über ein Feld direkt zur Gewässerkante. Vorsichtig hinabsteigen - keine Befestigungen !Vorsicht bei Einstieg : alte Holzpfähle direkt unter der Oberfläche stehend !Tauchen hier mit grösserer Vorsicht : links ab dem Einstieg die Reste eines Holzgebäudes in etwa 3 m Tiefe , weiter dem Uferverlauf folgend etliche hineingestürzte Bäume ! Uferkante sehr steil und gut bewachsen mit massig Schilf und Kraut . Am nördlichsten Pumkt dann die ersten Autos : 3 Trabants , teilweise in Einzelteile zerlegt , dem Uferverlauf folgend weiter eine grosse Couch und ein PKW , der mittels Flex in vier Teile zersägt wurde. Könnte ein BMW sein.Nicht allzuviel Fisch - nur Barsche und Plötze gesehen...


9 . grosser Kiessee , Krugsdorf ( bei Pasewalk )

Kurz bevor man auf die Idee kommen könnte , man hätte sich bereits bis in Polen verfahren (?) , biegt man in Krugsdorf,einer stillen Ortschaft etwa 4 Km hinter Pasewalk , in den ausgeschilderten Weg " Strandbad " ein .Nach etwa 1 Km grosser unbefestigter Parkplatz , genug Platz auch für grössere Karawanen. Wer unangemeldet kommt muss hier anrödeln , angemeldete Tauch- (Besucher ) können nach Vorabsprache direkt auf dem Campingplatz parken und rödeln.Einstieg leicht hügelab neben dem Grillplatz am Steg. Tiefe am Stegkopf etwa 5 m . Rechtsab tauchen , etwa 150 - 160 ° , kommt in etwa 7 m Tiefe nach ca 5 Minuten das " EK " - Kreuz in Sicht , eine eigenwillige Konstruktion zum Aufpfropfen allerlei Flaschen... . Weiter diese Richtung , immer noch etwa am Uferabhang , kommen ab und an Seile ( Bojen ? ) in Sicht. Nach wenigen Minuten wird die Navigation unübersichtlich , die quer durch den See laufenden Baggerspuren gaukeln dem Taucher eine Uferböschung vor die keine ist. Mit 100 ° und weniger bewegt man sich schnurstraks auf das dem Campingplatz gegenüberliegende Ufer zu ( etwa 300 m ) . Unwahrscheinlich ausgedehnte Krautwälder , locker 3 bis 4 Meter hoch erfordern Konzentration und sind idealer Versteckraum für die hier lebenden Populationen : Rotfeder , Hecht , Barsch , Schlei , Plötz .Man kann hier 15 m Tiefe abreiten , ist aber stockdunkel und bis auf einige Rohre , Seile , die kreuz und quer den See durchlaufen , nix los. Auf freiliegenden Betonplatten mitten in den ausgedehnten Krautwäldern liegen Hechte auf Lauer. Sicht Juni 2002 bei 4 bis 5 Meter , etwa 15 °C - ab 6 /7 Meter dann deutlich kühler.Navigationserfahrung vorausgesetzt ist das Wiederfinden des Einstiegs einfach , jedoch hat man sich ersteinmal verfranst , hilft kein Kompass weiter : die Krautwälder sind ein echtes Hindernis - durchtauchen nicht empfehlenswert , drüber geht auch nicht - Tiefe hier max. 0,5 m ! Also etwa Richtung 240° den Lichtungen folgen - eine sehr malerische und relaxende Angelegenheit. Tauchen hier sehr zu empfehlen , Anfänger nicht allein : Sichtkontakt zum Buddy halten - die Gefahr sich zu verlieren ist enorm.


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