Tauchreiseberichte Spanien

Januar 2002 , Kanaren , Lanzarote , Costa Teguise

Ich muss gar nicht so lange nachdenken um zu folgendem Schluss zu gelangen: Lanzarote ist 'ne Reise wert , Tauchen macht dort grossen Spass. Es scheint sich nun langsam zu einer ständigen Einrichtung auszuwachsen : Januar auf die Kanaren. Kein Wunder - kaum Leute da , immer über 20°C und blauer Himmel , Wassertemperatur so etwa 20°C !Ist schon was Anderes als gerade mal 5°C im Baggersee... . Die Reise war diesmal etwas beschwerlich , einige Tage vor Abflug kam die Nachricht , wegen Nichtauslastung ( :-)) ) der Flieger würden Einige zusammengelegt , was für uns bedeutete Start mit Hapag Lloyd in Berlin Tegel , Ankunft mit Germania in Berlin Schönefeld. Mist ! Das Gute daran war,wir konnten guten Gewissens unser Auto in Schönefeld parken und so Einiges an Gebühren sparen. Der Reiseveranstalter übernahm fairerweise bereits im Voraus die Taxikosten von 50 Euro. Nach etwa 4,5 Stunden Zwischenlandung auf Gran Canaria , etliche Leute 'rausgeschmissen und dann nochmal 20 Minuten nach Arrecife auf Lanzarote. Schön blauer Himmel und 21°C machten richtig Spass , eine TUI-Tante brachte uns schnell zu unserem Bus , 20 Minuten Fahrt und wir kamen im Hotel " Lanzarote Gardens " an . Maximal 3-stöckige Gästehäuser , grosszügige Poollandschaft ( teilweise geheizt ! ) und ein gartenhaftes Umfeld liessen uns gleich wohlfühlen. Ich will hier nicht lange 'rumlabern - Essen sehr super ( Bufett,lecker) Personal sehr freundlich ( gab immer wieder was zu lachen mit meinem sehr rudimentären Spanisch ), Zimmer sauber und auch sonst ok.Fanden aber wohl nicht alle so : hinter uns sassen zum Essen einige alte Schachteln aus der Bremer Gegend , die meckerten schon,wenn der Salzstreuer nicht am rechten Platz stand... Von Goldlöffeln essen wollen - aber nur für Alu zahlen !Ich hätte denen am liebsten mal ein Bein gestellt... diese Aufschneider! Richtig interessant für mich wurde es ab Montag früh , per eMail hatte ich mich bereits in der Tauchbasis angemeldet . Nette Leute,familiärer Umgang dort .Die Basis liegt keine 100 m vom Strand entfernt,doch zu der Zeit war das Basisboot defekt,so dass wir Autotouren zu den Plätzen machten.War alles gut organisiert , wir waren nie mehr als zu Viert im Wasser , sehr easy ! Von Logbuch,Brevet und so wollte keiner was wissen. Erste Tour ging nach Puerto del Carmen , wenn ich dachte , wir seien die einzigen Taucher , hatte ich mich getäuscht ! Schätze 20 Pressluftfreaks rödelten in der Gegend 'rum , begannen jedoch erst zu tauchen, als wir das erste Mal aus dem Wasser stiegen (gute Planung ).Ich war echt überrascht,was es hier alles zu sehen gab: Sepias ohne Zahl , Oktopusse , Barrakuda , Engelhaie , Zackis ... . Interessanter Platz , längs der Küste erstreckt sich weisser Sandgrund , der sich bis auf etwa 20 m absenkt , dann dunkles Lavagestein , voller Höhlen und Spalten bis runter auf etwa 60m . Wir waren zu keiner Zeit weiter als 200m vom Land weg , also sehr gut auch für Anfänger geeignet. Doch Vorsicht: bei sehr bewegter See, so wie wir sie die ersten Tage hatten , ist der Ausstieg bedingt durch die trichterartige Bauweise einer seeseitig ohne Geländer versehenen Betontreppe echt der Hammer - die Brecher wirbeln die Taucher wie Spielzeugpuppen gegen die Wand !Ich selbst sah einen Briten fassungslos und wie unter Schock , nachdem helfende Hände ihn aus dem Wasser gezogen hatten. ( eigendlich elementares Wissen : Automat und Maske erst ablegen, wenn man sicher aus dem Wasser ist ... !! ) . Nachttauchen hier sehr empfehlenswert , selten solche Massen an Garnelen aller Art , Gespensterkrabben , Spinnen gesehen. Sicht zu allen Zeiten nicht unter 20 m , sehr schön geeignet zum Fotografieren. Ich testete meine neue Kamera ET100 Plus bis runter auf 40 m und bin einigermassen mit den Ergebnissen zufrieden - die Kamera ist sehr gut ,nur ich muss noch lernen ! Im Weiteren tauchten wir auch in Mala ( sehr lustig die FKK - Fans ,die nicht ahnen,dass sie auch von unten sehr gut zu sehen sind...) , sehr guter Spot , nicht tiefer als 20 m ,aber massig Fisch , Zitter- und Stachelrochen .Immer abwechselnd Sandgrund und Lavaströme - sehr kontrastreich. Wer Kampfsport betreiben will , sollte sich das Wrack in Marmoles antun , direkt neben dem Kraftwerk liegt ein Frachter auf Grund ( eigendlich überwasser !) der bei Bergungsarbeiten allerdings auseinanderbrach , so dass das grössere Bugstück 50 m weiter in 10 - 15 m Tiefe liegt. Sehr schön ! Jedoch muss man erst mal hinkommen : eine krasse Strömung riss uns die Hände von den Steinen,an denen wir uns festzuhalten versuchten ! Nix für Anfänger ! Fazit: Wer in der Gegend ist , kann sich die Basis " Diving - Lanzarote " in Costa Teguise ruhig antun .

September 2003 , Cala Joncols , Spanien , Basis Euro-Divers

Diesmal waren es nur etwas über 500 Km bis zum nächsten Ziel : Cala Joncols , eine einsam gelegene Hotelanlage nahe der spanischen Stadt Roses.Trotz einer im Internet gefundenen Anfahrtsbeschreibung mit dem Hinweis auf einige Kilometer Schotterstrasse war ich erschüttert über die Qualität der Piste und bedauerte mein Auto pausenlos ! Folgt man der Ausschilderung in Roses ab dem Hotel "Univers" fährt man stadtauswärts stets bergan eine sehr schmale aber gute Asphaltstrasse an immer einsameren Buchten vorbei.Die letzten Gebäude verschwinden weit unten und der Weg besteht nur noch aus planiertem/gesprengtem Fels , fussballgrosse Löcher uns scharfe Kanten überall ! Wer kann sollte Leihwagen oder Jeep nehmen beziehungsweise sich per Boot von Roses oder Cadaques abholen lassen !!Tollerweise steht etwa 3 Km vor dem Ziel recht unscheinbar ein Ermutigungshinweis am Weg :Cala Joncols , letzter Kilometer . Sowas baut auf ... Jedoch nach etwa 13 Km ist man am Ende des Weges angelangt , eine idyllische Schlucht samt steinigem Strand und einem kleinen Hotel inmitten Oliven- und Zitronenbäumen erfreut das Auge .Das Hotel ist familiär, sehr einfach und freundlich .Die kleinen Zimmerchen enthalten nur das Nötigste: Betten und Schränke . Wichtig: Lesestoff, Musik,... unbedingt ausreichend mitbringen !Wer Unterhaltung braucht muss sonst die tolle Strasse nach Roses fahren ... . Allerdings gab es eine gut besuchte Bar, ausreichend Gelegenheit , dem spanischen Tischwein zuzusprechen. Die Bucht Cala Joncols dient ausschliesslich dem Tauchen , was Anderes lässt sich hier nicht beginnen. Somit gibt es hier auch eine Basis ( www.eurodivers.com ) . Da wir wegen Verschiebungen einen Tag später als gebucht hier ankamen , war der Laden voll. Mit voll meine ich : Sehr voll !! Mehrere Clubs schienen hier ihre Jahreshauptaktion durchzuziehen , so dass ich als Nachkömmling bei der Anmeldung das Gefühl nicht loswurde : Noch ein zahlender Gast- aber recht brauchen wir Dich hier nicht. :-(( !! Guide Hans bemerkte unmittelbar nach meiner Begrüssung das ich auch mit meinem Taucher T-Shirt ein Brevet vorzulegen hätte ! Stand nie ausser Frage . Basiseinweisung verlief schnell , ich konnte erst mit Nachfragen Einzelheiten klären. Besonders interessant die Preisgestaltung : Laut aushängender Preistafel einzelner Bootstauchgang samt Flasche und Blei 28 € ! Auf meine Nachfrage, was denn komplett eigenes Gerödel weniger kosten würde : Weiterhin 28 € ! Bei der Buchung via Internet wurden übrigens 130 € für 10-er Paket vereinbart - genau dies zahlte ich auch am Ende - allerdings für 7 TG's.Das war allerdings kein Problem, die Tauchgangsplanung lag ja in meiner Macht. Problematisch war der Basisbetrieb ! Bei der Einweisung wurde mir auf den Kopf zugesagt, dass bei der derzeitigen Auslastung für mein Gerödel kein Platz (Stellplatz Kiste , Anzug , ... )wäre, ich überzeugte mich davon . Ich will hier nicht lange 'rummäkeln , Grund dieser desolaten Lage für Einzelkämpfer war die Anwesenheit mehrerer kompletter Clubs aus der Freiburger,Cloppenburger und Bonner Gegend. Da Buddy obligatorisch war gab es auf dem ( sehr guten ) Tauchboot jedesmal Problem, jemanden zu finden . Also habe ich mich immer mehr ausgeklinkt und bin zum Schluss Solo getaucht .Hat wohl gar niemand gemerkt !! Mein schlechtes Gefühl vom Anfang besserte sich immer mehr, je besser ich den Betrieb durchschaute. Trotzdem soll gesagt werden : überwiegend freundliches Volk vor Ort , klasse Bedienung im Hotel , Wein bis zum Abwinken , und erstklassige Spots . Einen Tauchgang werde ich jedoch nicht so schnell vergessen : Drifttauchgang ab la Piscina ! Erst unterhalb 25 Meter eine Chance zum Stoppen , echt krasse Strömung . Dies in Begleitung einer jungen Guid(in) und zweier total unerfahrener Franzosen !!! Nach gut 30 Minuten flog die Gruppe aus dem Wasser während ich mit 100 Bar Fragezeichen sprühte !!! Heutige Einschätzung : Potentieller Tauchunfall ! Anfänger , Null Sicht , Sturm im Wasser und keine Vorabsprache... , danach tauchte ich besser allein... . Noch ein Votum separatum zum Schluss : ein hier aus Werbegründen nicht näher genannter deutscher Tauchverein benahm sich generell Nachts in der Zeit bis etwa 04:00 Uhr mittels Poolpartys , Brüllorgien und Jungfrauengekreisch alternder, besoffener Schachteln dermassen daneben , dass am letzten Tag Proteste laut wurden ! Fazit Spanien : Falls mässiger Betrieb wohl recht ordendliche Basis . Ich habe keine Erkenntnisse über die Ausrüstung , aber mir sind keine Klagen bekannt.Sehr einfaches Hotel , für Unterhaltung muss bereits im Vorfeld gesorgt werden( Lesezeug , Musik , notfalls Alc ), oder man ist Mitglied in einem Sauf- und Brüllverein aus Süddeutschland . Gute Tauchplätze , ausschliesslich Bootstauchgänge ( ausser Hausbucht ), recht viel Fisch , ich sah hier sogar Nachts seit längerem wieder einen Kalmar . Super Verpflegung . Freundliche Hotelfamilie ! Echt preiswert , deshalb mein Lob für Unterkunft und Essen . Ich tauchte 7 mm HT mit 3mm Kopfhaube , wie Frankreich , echt zu empfehlen .Werde hier mit Sicherheit nicht wieder aufschlagen , die Bedingungen sprechen gegen Einzeltaucher und Grüppchen .Keinerlei Beschäftigung für Nichttaucher - dies war uns bekannt , aber wem nicht - der hat ein Problem ;-( Sorry .

Februar 2004 , Kanaren , el Hierro , La Restinga , Basis Fan-Diving

Für Europäer ebenso schnell zu erreichen wie die warmen Gestade des Roten Meeres : Die Kanarischen Inseln . Dies war nun schon bereits der dritte Trip in diese Richtung - jedoch wurde durch meine " Urlaubsplanerin " auch für Abwechslung gesorgt - diesmal war die kleine Insel el Hierro dran . Mit Tourismus wie man ihn landläufig kennt , hat die dortige Administration wenig am Hut , Unterkunftsmöglichkeiten sind nicht üppig gesät , selbst das Hinkommen wird dem Möchtegern-Erkunder nicht leicht gemacht : spärliche Fähr- und Flugverbindungen filtern die komfortverwöhnten Touris heraus . Doch wer wie wir fast einen ganzen Tag jeweils für Hin- und Rücktour via Teneriffa opfert , hat dann sein Ziel schon zu fest ins Auge gefasst !Laut meiner erprobten Standardprozedur wurde bereits vorab Kontakt mit der dort ansässigen Tauchbasis Fan-Diving aufgenommen. Sehr freundlicher ( und auch meine ständigen Nachfragen ertragender ) Kontakt , über welchen wir auch günstigerweise eine Unterkunft in der Megacity la Restinga organisieren konnten.Der Tag nahte und mit Air Berlin ab Rostock Laage mit Stop in Nürnberg nach Teneriffa Sur . Etwa 13:00 Uhr dort bei gut 20°C und blauem Himmel angelangt mit dem Wissen , samt Koffern und Geraffel weitere 6 Stunden bis zur Fährabfahrt von Los Christianos herumlungern zu müssen. Taxi vom Flughafen zum Fährhafen etwa 20 Minuten und 20 € .Das Fährterminal ist einem Schiff nachempfunden , im Innern sind Autovermietung , Fred Olson und Mediterranean Schalter , Gaststätte im " Oberdeck " .Völlig beknackte Aussteiger dröhnten sich mit psychedelischen Tiefschürfungen am Nebentisch zu , weitere zwei oder drei Rucksackleute harrten ebenso wie wir auf den Dampfer .Die Überfahrt in dem enorm grossen Kasten ( richtige Grösse für Wracktauchen ... ) dauerte etwa 4,5 Stunden bei stiller See , so dass wir knapp 24:00 Uhr an Land gingen . Ein Truck fuhr das Gepäck von Bord und wir wurden auch schon von in Empfang genommen : Die Basis Fan-Diving schickte einen ihrer zwei Angestellten zum Abholen der Besucher. Dies war zwar so abgesprochen - doch der Service sollte nicht als selbstverständlich angesehen werden - Die Fahrt vom Fährhafen quer über die Insel dauerte immerhin gut eine Stunde , bis wir bergab unter uns das Lichtermeer von La Restinga sahen : so etwa fünf oder sechs Lampen rings um eine Hafenmole ;-) Wir wurden direkt zu unserer Unterkunft gefahren - ein 4-etagiges Appartmenthaus mit 4 Wohnungen DIREKT UNTER EINER LAVAZUNGE !!! Hatte ich noch nie gesehen sowas !!Dieses Bild bekamen wir auch erst am nächsten Morgen bei Besichtigung der üppigen Terrasse mit , direkter Meerblick inklusive. Wer selbst dort buchen will : APARTEMENTOS VARADERO Tel. 922 55 71 24 in La Restinga. Ausstattung mit Badewanne ( !) , Küchenzeile samt Waschmaschine , ... .Sehr sauber und empfehlenswert . Am darauffolgenden Tag dann endlich Kontakt mit den beiden Fan-Divers gemacht : Jutta ( Büro , Organisation , Finanzen ) und Günter ( Ausbildung , Tauchbegleitung , Hobbyfotograf mit Hang zum Perfektionismus ) schmeissen den Laden. Geschäftsziel : mit Superservice und kleinen Tauchgruppen ( nie mehr als 6 Leute auf dem Boot !) die echt klasse Tauchdestination el Hierro dem staunenden Pressluftjunkie darzubieten .Ich will speziell das " Tauchthema " nicht auswalzen , ich hätte sonst viel zu schreiben ;-( , jedoch wer schon mal hier war ( ich las zB. auch die Einträge der Basis-Homepage ) wird begeistert sein. Wie so oft ( !) genoss ich die Abwesenheit aller Anderen Taucher dieser Welt , meist konnten wir zu Zweit bis zzu Viert im Blauen 'rumkurven . Die Lebensfülle hier war enorm , gelegendliche Strömung ( vor allem bei el Bajon ) sorgte für Fischsuppe!Die Ziele wurden 2 x täglich mit einem Zodiac samt 150PS Motor angefahren , keine Tour war weiter weg als 15 Minuten. Allerdings muss gesagt werden dass auf Grund der Wetterlage samt Windrichtung und somit Seegang die gesamte Küste nordöstlich von la Restinga uns verschlossen blieb .Wäre also nochmal eine Reise wert ... . Der Ort La Restinga ist nichts weiter als eine lose Ansammlung von mehrstöckigen Häusern längs einer Hafenmole , mehrere kleine Kneipen an der " Strandpromenade " sowie eine echt ausgezeichnete italienische Pizzeria ( Ezio macht die suupeertste Scheibe westlich von Roma ! ) . Wer wirklich irgendetwas besorgen oder organisieren muss , sollte sich in el Pinar oder gleich in Valverde schlaumachen. Tip : Jutta und Günter machen auch Mietauto , Rückflug(oder-fähre) klar . Mietauto von/bis Flughafen ( Peugeot 106 4-Türer) für 24 € am Tag nicht überbezahlt ! Wenn man die dortigen Benzinpreise ( 56ct / Liter ) bedenkt - ein echter Spass.Sollte man auch mal geniessen ! Die enorm kurvenreichen , meist recht guten Strassen quer über die Insel ( krass der Nordwesten !! ) sind nichts für Ängstliche ! Nach sechs Tauchtagen und zwei Erkundungstagen zogen wir diesmal mit dem kleinen Propellerflieger Richtung Teneriffa los , sehr schön der Überflug über Gomera und dann der Vorbeiflug am Tejde , welche Anfang März 2004 grösstenteils mit Schnee bedeckt war .Landung Teneriffa Norte , eine einstündige Taxifahrt ( für 55€ ) zum internationalen Flughafen und wieder einige Stunden warten bis zum Abflug - diesmal gottseidank direkt nach Rostock !Aussteigen bei leichtem Schneetreiben und -2°C ... ;-( Fazit Basis : Sehr freundliche Leute , kompetent und serviceorientiert. Jeder Frage und Bitte wird sich angenommen .Es kommt schnell ein direktes Verhältnis auf - und nicht nur deshalb weil man sich garantiert am Abend irgendwo in der "Szene" wiedersieht... . Basis sauber und gut angeordnet mit Duschen , grosser Spültonne, allerdings der Zugang , sofern man nicht einer offiziellen Strasse folgt , stark unfallträchtig über Lavabrocken und Betontreppenfragmente .Ausrüstung gut in Schuss - sogar die 12 Liter Stahltanks habe Doppelabgänge DIN .Es gehört zum dortigen Standard , die durch Günter gemachten digitalen Unterwasseraufnahmen gleich nach dem Tauchgang zu begutachten - eine schöne Sache . Wer will , bekommt für kleinen Obolus eine CD mit Slideshow selbstausgesuchter Aufnahmen aus seinen Tauchgängen. Sehr nett und auch eine gute Idee für Taucher ohne eigenes Fotoequipment . Ausrüstung geht nur kurze Wege - Per Pickup und kleinem ( leider rostigen ) Anhänger wird das Gerödel zum Boot transportiert. In Gesprächen kommt Manches zutage was den Alltag eines Basenbetreibers dort nicht gerade immer rosig erscheinen lässt : ewige Behörden- und Postwege , ... , was die Leistung der Beiden besser fassen lässt . URTEIL : Unbedingt empfehlenswert , auch für Kleingruppen( bis 6 Personen ! ) bei entsprechender Voranmeldung . Fazit Ort / Unterkunft : La Restinga ist kein Touristenort ! Ich sah zwar Leute mit Kindern - ich würde meine nicht mit hinnehmen ! Dieser Zipfel am Ende der Welt scheint eher ausschliesslich für ausgedehnte Wanderungen oder Tauchaktivitäten samt Unterbringung und Verpflegung geeignet zu sein .Keinerlei mir bekannte Kulturaktivitäten ausser Biertrinken oder den einmal wöchendlich erscheinenden Obst- und Gemüsehändler leerkaufen. Zwei " Supermärkte " , davon einer auch deutschsprachig , bieten alles Nötige für Appartementsmieter und somit Selbstverpfleger. Ein kleines Stück schwarzer Strand an der ansonsten bizarr-felsigen Küste. Das Ambiente eignet sich hervorragend zum Abschalten ,eben zum Erholen .Einzelkämpfer beiderlei Geschlechts haben hier kaum Möglichkeiten zum Anbandeln ;-(

April 2005 , Fuerteventura , Costa Calma , Spanien

Wie immer - schnell die frischen Eindrücke verarbeiten bevor die Altersvergesslichkeit ( Manche sagen Altersweisheit -ein interessanter Aspekt) zuschlägt. Ich muss angesichts vieler vorheriger Berichte nicht betonen , wer hier bei der Reiseauswahl federführend war ;-) , jedoch hatte meine Lebensabschnittsbegleiterin den Flug genau auf meinen 46. Geburtstag gelegt . Hmmmm . Ziel war , wie bereits dreimal vorher , eine Insel der Kanaren - diesmal Fuerteventura. Abflug Berlin Schönefeld kurz vor Mittag . Die übliche Kontrolle der Hartenberger ;-o, dann ein recht ruhiger Flug, Ankunft in Pto del Rosario nach Zwischenlandung und Abladen "überschüssiger " Passagiere auf Lanzarote etwa 16:00 Uhr Ortszeit .Der Carrier war CONDOR , Tauchgepäck wie immer über die Freigrenze hinaus . Angenehme 25 °C und leicht bewölkter Himmel sorgten für Urlaubsstimmung.Ich war zwar " nicht zum Spass" hier , aber meine bessere Hälfte sollte sich mal am Strand erholen . Bewährter Standard meinerseits war auch die Vorab - Kontaktaufnahme mit einer lokalen Tauchbasis , meine Wahl war auf " Easy Diving Fuerteventura " gefallen. Freundlicher Kontakt - ein 10er Tauchpaket wurde per Mail vereinbart. Abholung zum Einchecken Sonntag 11:00 Uhr ab Hotel . Die erste Unregelmässigkeit dieser Ferienwoche trat auf , als wir den Flughafen mitsamt Gepäck verliessen um den Transport zum Hotel zu bekommen. Reisegesellschaft war " PANEUROPA" , ein Ableger von Neckermann ( was ich allerdings erst später erfuhr). Nirgendwo ein Hinweis auf Taxi oder Bus - selbst an den verschiedenen Schaltern der Reisefirmen keine Ahnung !Nach 30 Minuten Suche und Fragen ( meine Frau spricht perfekt Nichtspanisch !!! , ich nur unwesentlich besser) fanden wir den Neckermann-Bus. Egal : Das Hotel " DRAGO PARK " ist sehr zu empfehlen - liegt allerdings n i c h t am Wasser !Wir waren als All Inclusive Patienten eingecheckt - eine bessere Wahl war in dem Hause nicht möglich. Grosses Lob für die dortige Truppe , immer sauber - echt gigantisches Essen - immer alles irgendwo in Reichweite. Schöne Anlage - wer jedoch in den Ort wollte , oder Sehnsucht nach Strand verspürte , musste 10 Minuten laufen oder den kostenlosen Stadtshuttle nutzen , welcher unweit ab Hotel regelmässig seine Kreise zog . Doch zu den örtlichen Gegebenheiten später . Grosse Zimmer mit Meerblick( über die tieferliegende Ortschaft hinweg...),Riesen Pool ( geheizt) , Bars und Restauranz ohne Tadel. Und wie gesagt : Alles inclusive ! Der Cuba Libre floss trotzdem nicht heftiger - es machte nur mehr Spass ihn zu bestellen LOL .Der erste Morgen begann mit irrem Vogelgezwitscher exakt zwischen 06:30 und 07:00 Uhr - was auch in den Folgetagen so blieb: man hätte fast die Uhr danach stellen können.Abholung durch Easy-Diving war 11:00 vereinbart, ein blau mit allerlei wässrigen Motiven verzierter VW-Transporter lud mich und meine Frau pünktlich ein . Am Steuer : Edgar , Basischef und mein bisheriger Kontakt. Wir fanden gleich eine gemeinsame Sprache und das zog sich auch die nächsten Tage so hin ;-) . Meine Begleitung trollte sich zum etwa 100 Meter unterhalb der Basis liegenden Strand , während ich eincheckte.Brevet,Arzt,Versicherung wird kopiert,die übliche Persilbescheinigung über Verantwortung und Haftungsausschlüsse und dann gings an's Kiste packen. Sehr schön : ich verwende zuhaus dasselbe Modell eines Plastik-Maurertubbens. Die Einzelheiten des Tauchens vor Ort sind besser der Easy-Diving Homepage zu entnehmen - ich will nur wenige Worte verlieren :la Salina , kleines sowie grosses Muränenriff ( wieso eigendlich- es waren wesentlich mehr Zackis als Muränen LOL )Chupadero sind sehr schön betauchbare Spots.Exzellent ist la Salinas . Leicht abenteuerhaft ist ein Tauchgang ab Chupadero bis in die Bucht von Lajita(?) . Unendliche Mengen an Angelblei aller Kaliber - mir blieb nix anderes übrig als 4 Kg mit nach Haus zu schleppen.Einen weiteren Haufen Blei hab ich einfach in der Basis liegenlassen.Sichtweiten Anfang April 05 sehr schwankend zwischen 5 und 25 Metern , teilweise Starkwind und Seegang (mehr Dühnung als Brecher)liessen gelegendlich deutsches Tauchfeeling aufkommen.Mit in der Basis : Michaela und gelegendlich Sabine , beides nette und ruhige Vertreterinnen der Taucherzunft. In Gesprächen wurde das bestätigt und gefestigt , was auch andere Kanaren-Basen mir berichteten : schwieriger Behördenschimmel, umständliche Einfuhrbestimmungen und last but not least : plötzliche Änderungen der Äquivalenzregeln durch den Gesetzgeber.(Viel Glück für Sabine)Wahrscheinlich muss man etwas Idealist sein um im sonnigen Kanarien als residierender Ausländer selbstständig sein Brot zu verdienen. Ich "verbrauchte" 10 Tauchgänge in 5 Tagen , teils vom Boot ( Schlauchboot im Hafen von Morro Jable),teils von Land ( mit Spezial-Einstieg a la Salinas)mit einem abschliessenden Nachttauchgang. Alles in der Regel 2-Mann-Tauchgänge , nur zweimal glaub ich waren überhaupt weitere Taucher ( Ausbildung) in der Nähe. Also wie der Name schon sagt : Easy-Diving . Alles so zwischen 35 und 5 Meter , siehe auch diese Seite unter " Logbuch" .Doch auch die schönste Tauchserie geht mal zuende ( oder das zu zahlende Geld LOL ) und um meine Frau zu beruhigen war der letzte Tag vor Abflug als " Kulturtag " verplant. Es war vorgesehen , eine bereits beim Reiseveranstalter vor Ort gekaufte Bustour " el Fascinoso" mitzumachen,ein Kulturtrip zu allen wesentlichen Plätzen der Insel.Abfahrt Faeitag 08:30 Uhr an Nebenhotel" Royal Suite".Also schnell die erst 08:00 Uhr öffnende Frühstücksküche geplündert und vor besagtem Hotel mit Kameras,Fernglas,und weiterem Plunder wartend aufgebaut. Innerhalb weniger Minuten wurden Teilnehmer einer Katamarantour abgeholt,wenig später eine Bustour "el Fascinoso" , jedoch anderer Veranstalter ! Als wir unsere Tickets vorzeigten wurde uns mitgeteilt,dass der Neckermann-Bus heute noch nicht zu sehen gewesen sei,wir könnten aber( bei nochmaliger Bezahlung ! ) hier mit einsteigen. 90€ waren dann allerdings doppelt zuviel und wir sagten ab.Als auch nach weiteren 30 Minuten kein Bus erschien wandten wir uns im Hotel telefonisch an eine Hotline(Neckermann),welche total inkompetent( "was soll ich machen,ich sitze doch in...")reagierte.Es stellte sich heraus,dass der Ticketverkäufer nicht kontrollierte,ob die Tour tatsächlich stattfand( sie war mangels Teilnehmerzahl gestrichen), und somit auch uns nicht absagte.Nach mehrmaligem Gezerre erhielten wir im Schnelldurchlauf ein Leihauto für 9 € Preisnachlass( 40 statt 49 !) und wir begannen mit 1 Stunde Verzug unsere eigene so ungeplante Inseltour , welche echt Spass machte. Wir waren in Puerto del Rosario , Corralejo , Cotillo, Betancuria , Pto de la Pena , Antigua ,Pajara , la Pared und Morro Jable.Alles so mit etwa 300 Kilometern. Schöne Höhlen im Norden( mit abgestürztem Touristen und Bergung durch herbeieilende Offizielle),grosse Lavaebenen , überall Tomatenzelte , Ziegen ohne Zahl , Versandete Stauseen und Serpentinenstrassen, riesige Sanddünen und marsähnliche Berglandschaft.Eine Fahrt zum Punta de Jandia muteten wir unserem kleinen 60 PS Citroen nicht mehr zu. Der Tag hat Spass gemacht , trotz des Ärgers vorab.Auto mieten ( Auto LANG ) ist sehr relaxt, alle Versicherungen inclusive,keine Selbstbeteiligung,Kilometer unbegrenzt... tanken für 61 €ct !!!Ich frag mich was unsere Wasserköpfe mit dieser Differenz machen (zZ 1,16 € / Liter) !!! Russlanddeutsche importieren ?? Abflug Samstag 17:30 Uhr , alles unkompliziert ( keine Untersuchung der Hartenberger !!) , dafür schwerste Turbulenzen über den Pyrenäen( Affengekreisch im Flieger LOL ) und Ankunft etwa 23:30 in Schönefeld. Koffer vollzählig ins Auto geschmissen und mittels GPS Navigation quer durch Berlin bei Nacht Richtung Nord . Ankunft Stavenhagen 03:00 Uhr, schlaaaafen - es war ein langer Tag. Fazit Basis : Sehr zu empfehlen,freundliche und kompetente Leute.Für Uneingeweihte auf eigene Faust nicht leicht zu finden , Boot ausreichend für geschätzt 6 Taucher , ausreichend Transportkapazität für Landtauchgänge. Sauberer Laden , Gerödel schien gut in Schuss . Mitnehmsel wie T-Shirt, Aufkleber und Werbeflyer zu empfehlen. 2 Mann-Betrieb bei gelegendlicher Verstärkung . Edgar hat weitreichende Pläne mit Erkundung neuer Tauchplätze und Kooperation mit weiter nördlich liegender Basis.Gute Tauchplätze , Schwierigkeiten für Jedermann !Viel Glück für die Zukunft und weiter so. Fazit Hotel " Drago Park " : Ebenfalls sehr zu empfehlen !Hell und freundlich ( allerdings zugige Aussen-Gänge !), ein eigenartiges System der Etagennummerierung sorgt für Verwirrung .Extraordinäres Buffett !!! Hab lange nicht so lecker gegessen - ohne alle Vorsicht bezüglich Figur,Leber und was weiss ich... LOL . Hotel liegt gut sichtbar etwa 500 Meter landein der Einfallstrasse aus Pto del Rosario , insgesamt etwa 1500 Meter vom Strand. Genaue GPS ( Balkon Zimmer 323 ) ist N28°10'24.312 und W14°13'27.966 . Kostenloser Stadtbusservice regelmässig zum Strand und zum Shoppen. Der Ort Costa Calma ist jedoch ein unfertiges Kunstgebilde mit unterbrochenen Strassen, fehlenden Gehwegen . Die weit bekannten kilometerbreiten Strände sind etwa 3 Kilometer südwärts entfernt,zwischendurch etliche Badebuchten durch Fels gefasst , teilweise fest in FKK -Hand.Die etwa 30 Kilometer südlich liegende Stadt Morro Jable wirkt da etwas komfortabler für Touristen. Also - auch Fuerteventura ist einen Abstecher wert . Ich hoffe hier wieder den Suchenden weitergeholfen zu haben.

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