Meinung

... ein bischen was zum Nachdenken ...

Hai , hier mal einige Gedanken , die Idee zu dieser -html hatte ich bei einem Besuch eines " Tauchsportportals " , bezieht sich allerdings nicht ausschliesslich auf das dortige , oft unerträgliche Geschwätz .Gelegendlich gebe ich hier mal was zum Besten - mailt mir mal Eure Meinung... THX ;-) ... und : easy going ...

Tauchtiefen

1. Mannomann , mir steht der Angstschweiss auf der Stirn..."Kreiseltaucher zwischen 5 und Null Meter verunglückt " , " ... Schwachsinn,tiefer als 40 Meter mit Luft ... " , "...Orientierung verloren zwischen OBEN und UNTEN... " , irgendwie habe ich wohl mal was Wichtiges verpasst !!Gern und immer wieder überschreite ich die "Todesgrenze" , welche recht einheitlich von etlichen Einzelwichtigtuern und auch Tauchsportorgs irgendwo bei 40 Meter propagiert wird. Und der Schreiber Dieses erfreut sich noch immer seines Lebens , und plant sogar weitere " Verbrechen " !Lassen wir hier alle unwichtigen Details wie O2 Partialdruck ,N2 Narkoseerscheinungen , Dekompressionsvorschriften und was weiss ich noch alles - echte Hintergrundinformation hat noch keinen Blödsabberer und keinen Supermasteroberschlautaucher davon abgehalten , sinnentleertes Gefasel über ihnen unbekannte Zusammenhänge ins (leider) jedermann offene Netz zu stellen. Genau diese Genossen - Gott schütze mich vor einem gemeinsamen Tauchgang - g l a u b e n was sie sagen ! Damit sind sie persönlich unüberwindbar !Das statistische Gesetz der grossen Zahl wird somit in den nächsten Jahren unweigerlich die Tiefengrenze für Presslufttaucher erst bei 30 dann bei 25 Metern ziehen. Dummerweise haben gerade diese " anweisenden " Experten und die ihnen folgende Legislative und Exekutive samt Allen , welche immens Geld ( € und $ ) am Verkauf von " Tieftauchequipment " und " Tieftauchausbildung " scheffeln können , seit Längerem keine nasse Maske vor der Nase gehabt !Seit Jahren weigere ich mich Nitrox-Kärtchen zu erwerben , Tech- , Tek- oder Tekk-Ausbildung ( nicht einmal in Signalschwarz und 4x 15 l Tanks samt 2 Stages wassernde Zeitgenossen sind sich in der Bezeichnung einig ! ) zu absolvieren , einzig mit dem Hintergedanken , dass ich für diese vielen vielen Euros etliche Zeit echt arbeiten muss ! Zur Zeit marschiere ich direkt auf 600 Tauchgänge zu , war mehrmals auf über 80,über 70,über 60 Meter sowieso und find, dass ich derzeit das Anfängestadium hinter mich lasse. Dies ist ein ernstgemeinter Satz ! Niemand K A N N tauchen , in dem Sinne dass es ihn in Fleisch und Blut übergegangen ist(wie aufrecht gehen...) Ob OWD mit 10 , Master mit 800 , TL mit 5000 Tauchgängen - Niemand ist fertig ausgebildet.Wenn ich sage - bei Tieftauchen mit Luft fühle ich mich sicher und erwarte bewusst eine Abweichung vom Plan - weiss ich wovon ich rede , ich war bereits in diesen Situationen. Heerscharen von Dummschwätzern werden nicht müde die Gefährlichkeit zu beschreiben ! Ich beziehe mich hier ausdrücklich n i c h t auf technische Defekte in der Tiefe ( bereits selbst gemeistert ! ) , körperliche Unwägbarkeiten ( Tagesform und Vorsättigung/ Gewöhnung ).Thema ist ausschliesslich die M E I N U N G , dass Tieftauchen mit Luft automatisch das Beerdigungsinstitut nach sich zieht , wenigstens die Krankenkassen in der Ruin treibt !! Leider ist es müssig eine wertfreie und unemotionale Diskussion zu führen ( ein Grund mich von den Supertauchern überregionaler Tauchsportseiten abzuwenden ).Dieses Ding macht jeder für sich allein - als de facto Solotaucher, mit einer halbwegs sinnhaltigen Tauchsportversicherung samt Haftpflicht , wenigstens regelmässig gewarteter Ausrüstung und gelegendlichen Gedanken über eigene Verantwortlichkeit.Diese Punkte brachte ich seinerzeit mal in einer Diskussionrunde eines " bekannten " Tauchsportportals an - und erntete unerwartet Häme und personifizierte Kritik . Nun denn - wer sich analog der dort verwandten "wahnsinnig " komischen Pseudonyme benennt , wird kaum fachkundig in Erscheinung treten können. Aber am Wollen lag's nicht - geifernd und sich gegenseitig bestätigend verstiegen sie sich in immerschwärzere Tiefen. Saftnasen mit 50 Tauchgängen und einer ellenlangen Kärtchensammlung gelten als Autoritäten ihres Faches. Ungeklärt bleibt allerdings welches Fach gemeint ist - allein durch Verbalgastritis ist noch kein Nobelpreis errungen worden :-))) . Sei es 'drum - durch die magische Grenze von 40 Metern ist der Raum unterhalb etwas freier von sich selbst überzeugenden Knalltüten ..Man sieht sich nahe Null , ich werde ergriffen den extremen Abenteuern lauschen und mich in Ehrfurcht demutsvoll im Hintergrund halten. Möge etwas Geist mit ihnen sein... Amen ;-)

Solo - und Buddytauchen

2. Na , schon mal SOLO-getaucht ? Jaaaahh - hab ich mal irgendwo gelesen - soll echt gefährlich sein... ;-( . Sagt wer ? Tja- genau das ist die entscheidende Frage : Supertauchexperten , das grosse Maul voran-ansonsten schlotternd die unheimlichen Tiefenmonster erwartend , verkaufen eigene Meinung gern als allgemeine Tatsache.Schön - man muss es nicht tun - aber es tut gut ! Keine ständige Beobachtung des Buddys ( und genauso seine Aufmerksamkeit erfordernd) , weniger Atemgeräusch in der Nähe , 100 bar interessieren keinen Menschen .Man stoppt wo immer es gefällt , kein Hinterherhetzen und angestrengter 360° Blick bei mieser Sicht ,Solotauchgänge sind die besten Beutetauchgänge ! Klickt mein Glasfiberstöckchen im Grund , kann ich in aller Ruhe das Objekt meiner Begierde ausgraben(und meist hinterher wieder wegwerfen ) .Nun steht natürlich nicht in den gewissen Lehrbüchern der gottgleichen Ausbildungsorganisationen , daß das Tauchen auf ausschliesslich eigener Verantwortung nicht mehr oder auch weniger Gefahren mit sich bringt als das hochgelobte "Buddy"tauchen .Keinesfalls will ich hier sagen , daß ich sozusagen ausschließlich allein unterwegs bin - mitnichten !Wohl bei 95 % meiner Tauchgänge ist jemand dabei - meist jemand aus einer 3 bis 4 köpfigen Truppe - welche sich sozusagen blind aneinander gewöhnt hat. Doch ist das Wetter schön oder hier und da gab's noch was zum Nachschauen dann gehe ich allein los - sofern sonst niemand Zeit hat.Kürzlich rödelte ich unten am "Badestrand " unterhalb des Kreisverkehrs in Carvitz 'rum , als eine kleine touristische Fahrradwandergruppe ihre Drahtesel über die Wiese schob.Sie blieben interessiert stehen und interviewten mich , ließen allerdings Begriffe wie "Sauerstofflaschen" und Ähnliches weg.Auf die Frage eines Radlers , ob "Alleintauchen denn nicht gefährlich sei ?" antwortete ich sinngemäß , daß das Radeln auf nicht mit Radwegen versehenen Mecklenburger Straßen trotz Gruppenbildung nicht ungefährlicher sei. Sie dachten darüber nach und gaben zu , daß in Bezug auf radfahrerische Infrastruktur noch einiges zu tun sei . Vergleichbar mit der immerwährenden Aufmerksamkeit und vorauszusetzenden Ortskenntnis eines Solotauchers. Augenscheinlich oder vermutlich schwierige Gewässer werde ich nicht SOLO erkunden . Dies ist so eine persönliche Grenzentscheidung - über die andere Solotaucher sicher nur lächeln würden - geschenkt. Ich denke - es ist eigendlich auch eher eine psychologische Geschichte - nicht nur wie zu vermuten des Tauchers ,nein es wird künstlich "gefährlich "gesprochen.Rudeltauchen bedeutet mehrfach verhökerte Ausrüstung,Tauchplatzgebühren,benzinverbrauchende Autos in Kolonne,gelegendlich mitkommende Familienmitglieder welche irgendwie unterhalten und nicht zuletzt verpflegt werden müssen...eine ganze Wertschöpfungskette lebt sozusagen vom Buddytauchen ;-) .Also hört nicht auf die Schreihälse welche die Gefahr herbeireden : easy going auch Unterwasser - Augen auf und Hirn angeschaltet sollte nicht mehr passieren als mit Markenflossenträgern in der Nähe... ;-p .

Fundstücke und Bergung

3. Mitbringsel ,Beute , Fundstücke - ab und an führe ich so etwas in meinen Berichten auf. Ich habe schon gelegendlich Reaktionen auf meine Berichte gefunden welche mich echt verblüfften .Im schönen Mecklenburg mit seinen 1000 Seen ist allgemein zugängliche Taucherei erst seit 1990 möglich - zuvor war dies nur Ausgewählten gestattet.Somit ist die gesamte Palette der möglichen Funde weitgehend auch in unseren Tagen erhalten, während weiter im Westen Deutschlands seit Kriegsende , zumindest seit Verbreitung des Tauchsports sagen wir ab den Siebzigern , jeder Quadratmeter Seegrund mehrfach inspiziert wurde.Hinzu kommt die chaotische Materialversenkung durch die Wehrmacht auf ihrem Rückzug gen Berlin und die anschliessende Nutzung etlicher Gewässer als Schrottlager durch die russischen Bestzungstruppen.Mit dem Wissen um diese Zusammenhänge wird der Taucher üblicherweise mehr die Nase Richtung Grund halten als sich die immerselbe Fauna anzutun. Genaugenommen kann man sagen : Tauchen in Nordostdeutschland ist Beutetauchen !Was man auch immer sucht - Flaschen historischer Art , Militärausrüstung aller Art , alte Kutschen,Leiterwagen,neuzeitliches Angelgeschirr , versunkene Boote aller Altersstufen - man wird fündig !Selbst mehrfach oberflächlich begutachtete Flächen liefern oft bei genauerem Hinsehen einen Grund zum Jubeln : durch die 50 oder 60 oder auch 100 Jahre "Lagerzeit"der Stücke am Grund ist ein gutes , erfahrenes Auge sehr nützlich - kleine Muschelhügel verbergen oftmals uralte Flaschen , scheinbar sinnlos im Schlamm steckende Paddel erweisen sich als Holzschäfte von Langwaffen , nicht jeder überwucherter Stein ist ein Solcher : gelegendlich hat man plötzlich einen Wehrmachtshelm in der Hand !Mit den Jahren kann man diese Spuren lesen, herumliegende Zahnräder erweisen sich bei Inspektion als Stabilisierungsflügel von Werfergranaten, große zerrostete Büchsen mit verstreuten kleinen Zylindern sind schnell als Munitionskanister geoutet. Die Wehrmachtsstielhandgranate ist oft ein schnell enttarnter Fund ebenso wie die scheinbar etwa 3 Liter Milchkannen , welche doch nur die Aluminium-Gasmaskenbüchsen darstellen. Doch dies sind Sachen , welche sich nicht zum Vorzeigen eignen- höchstens dem gelegendlich anwesendem Buddy den Fund anzeigen , bei echt raren Sachen auch mal ein Foto machen - doch dann weg damit : die Gefahr schlummert immer noch in diesen Dingen.Viel interessanter ist das vorsichtige Herausziehen einer Flasche , das Erkennen ihres ungefähren Alters und dann die sorgsame Suche im näheren Umkreis nach zB dem Porzellankopf des Bügelverschlusses welcher sich schon längst in Rost aufgelöst hat. Ich will hier eigendlich nur auf Eines hinweisen - meine Nennung potentieller Fundmöglichkeiten wird nicht unbedingt Jedermann interessieren .Doch wer sich auf diese Art des Tauchens einlässt,sollte Vorsicht und Augenmaß walten lassen. Finden und Mitnehmen sind zwei verschiedene Dinge , beide sollten sorgsam überdacht werden.

Ausrüstung : Atemluftkompressor

4. Eigener Atemluftkompressor . Ich weiss : Es ist nicht unbedingt Jedermanns Sache sich einen eigenen Atemluftkompressor anzuschaffen , jedoch in diesem speziellen Falle scheint es lohnenswert.Als langjähriges Mitglied eines Tauchklubs zahlte ich für alle einschliesslichen Dinge etwa 220 € im Jahr für Beiträge.Recht günstig - allerdings geht es noch günstiger . Ich lasse die Rabatte auf Tauchequipment und Revisionen sowie Tauchplatzgebühren mal weg und beziehe mich ausschliesslich auf die ursächlich wichtigste Einzelheit : Freie Flaschenfüllungen. Hochgerechnet wären lt. offizieller Tabelle 4.80€ / 12L Flasche als Füllpreis zu zahlen , egal wie der Druckstand tatsächlich ist - ob 50 oder 150 bar - man zahlt immer nach angeschlossener Flaschengrösse.Soweit sogut. Da ich jedoch so ungefähr 100 Tauchgänge/Jahr in Deutschland mache ergeben sich daraus so rund 450 € allein für Flaschenfüllungen. Hinzu kommt meine strategisch ungünstige Lage , so dass ich immer etwa 70 Km ( Hin - und zurück) für Flaschenfüllung fahren muss. Kommen also im günstigen Fall ( 2 Flaschen pro Fahrt füllen) 50 x 70 Km = 3500 Km ( 7 l / 100km = 8,5€) , somit also nochmal 300 € allein fürs Fahren hinzu. Sind locker 800 € für Fahren / Füllen , welche übers Jahr anzulegen sind. Kompressorpreis liegt bei 2500 € , 2 Filter pro 100 Flaschen ( 40 € ) und 1,65 KWh / 2 Flaschen ergeben eine Gesamtinvestition von 2500 + 40 + 60 - 800 , also 1800 € grob fürs 1. Jahr.Im folgenden Jahr , 100 Füllungen angesetzt , ergibt sich eine Restinvestitionsumlage von 1100 € - es ist also samt laufender Kosten eine Amortisation des Gerätes innerhalb von 3,5 Jahren gegeben. Da ist nicht zu meckern ! Der entscheidende Vorteil liegt in der Ungezwungenheit , wann man denn nun tatsächlich Füllen will sowie der totalen Kontrolle des Fülldruckes ( oft wurden Flaschen unter 200 bar als voll abgeklemmt !!).Die Einsparung der benötigten Zeit für Fahren und Warten lasse ich mal weg , ist aber nicht zu verachten !Jetzt laufe ich 30 Meter und werfe das Gerät an - vorher musste ich die Flasche(n) zum Auto tragen , 45 Min. hinfahren , 15 Minuten warten , 45 Min. zurückfahren und dann die Flaschen ausladen...Nun bin ich in 40 Minuten mit 2 12L Flaschen ( von 50 auf 220 Bar ) fertig und kann nebenbei noch was Anderes beginnen.Die Überlegung , beim Tauchgang Luft zu sparen ist ab sofort hinfällig ( ich weiss - eigentlich sowieso tabu...) .Die laut Hersteller nach bestimmten Betriebsstunden anzusetzenden Wartungsintervalle schlagen erst nach 3 Jahren ( bei 300 h/Jahr !!) zu Buche und kosten etwa 400 € nach 1000 Betriebsstunden. Das ist einzuplanen und sicherlich über die Jahre durch " Freund-/Buddyfüllungen " zu bezahlen. Der Knaller ist der stets anliegende Restwert des Gerätes , egal wie lange es betrieben wurde- guter Zustand und Wartung vorausgesetzt : Ich habe im Internet keine gebrauchten Kompressoren der 100 l Klasse unter 1000 € gefunden . Ich habe mich bewusst für eine Markenfirma entschieden ( BAUER ) , so dass ich erwartungsgemäss bei Ersatzteil- und Verbrauchsmaterialien ( Öle , Dichtungen,...) keine Schwierigkeiten sehe. Ich hoffe , hier wieder dem Suchenden geholfen zu haben. ;-)

Definition : lohnendes Tauchreiseziel

5.Immer öfter erwische ich mich dabei , dass ich im Internet oder in Printmedien erschienene Werbung für Tauchreisen einfach achtlos überblättere.Dies war nicht immer so : Ich erinnere mich noch sehr gut daran , dass ich geradezu aufmerksam die Anzeigen über ferne Tauchziele studierte , Vergleiche einzelner Ziele anstellte und auch versuchte , den Wahrheitsgehalt dieser natürlich rein werbetechnischen Anzeigen zu ergründen. Dazu kommen noch die Mengen an unaufgefordert zugesandter Broschüre , welche das Tauchparadies auf Erden - selbstverständlich zum Discountpreis - versprechen. Die natürlich grellbunten Bilder dieser Spots sind bei näherer Betrachtung allerdings immergleich - es macht für den Betrachter keinen Unterschied ob das Foto angeblich im Roten Meer , Pazifik , Karibik oder sonstwo geschossen wurde - es sei denn - man ist Experte in Fischbestimmung und erkennt etwas Endemisches .Genauso ist es auch , wenn man nun voller Erwartung genau diesen Wunschplatz betaucht : Hat man eigentlich alles schon gesehen! Ich muss hier der Fairness halber einfügen - diese Erkenntnis ist von einem Anfänger oder Gelegenheitstaucher nicht zu verlangen. Doch Leser Dieses , die sich bereits seit Längerem und an mehreren Punkten unserer schönen Welt unter NormalNull begeben haben können mir sicherlich folgen.Es macht für mich keinen Unterschied ob der Blaupunktrochen am Ras Muhamad oder Velavaru Island vor meine Fotolinse kommt - der kapitale Zacki vor el Hierro oder Santorini oder Meerufenfushi Island... .Um nicht falsch verstanden zu werden : Ich will hier nicht meckern , es ist überalldort sehr schön aber mit der nötigen Erfahrung und Kenntnis ist das Gesehene sozusagen austauschbar .Anders sieht es natürlich aus , wenn man Punkte betrachtet , welche einmalig sind wie Wracks , geologische Strukturen , zu erwartende Funde , kennenzulernende Tauchfreunde .In diesem Jahr 2006 habe ich begonnen , dieser Überlegung zu folgen und , ohne den Tauchbetrieb einzuschränken , mein " Herumgereise " in Sachen Tauchen ausserhalb Deutschlands auf ein rechtes Mass zu setzen. Die ( wiederholt durchgeführte ) Reise nach Malta galt speziellen Wracks die nur dort zu finden sind , ansonsten erkundete ich oft SOLO durch mich noch nicht betauchte Gewässer hier in Norddeutschland und steigerte meine Tauchgangszahl gegenüber 2005 um 27 . Ich habe für mich persönlich das Jahr 2006 als eines der tauchtechnisch ( weil auch wettertechnisch...) schönsten Jahre seit Langem in Erinnerung. Flaschen und Gerödel in den Meriva geschmissen , und zu jeder passenden Zeit nach erfolgter Kartenlegung ( Google-Earth...) einen Tümpel ausgesucht - das kann keine noch so gut organisierte tropische Tauchbasis bieten , welche üblicherweise mittels überfüllten Booten Spots anfährt , welche in den besagten Medien als " TOP 10 Spot " bezeichnet werden , wo allerdings wegen der schieren Masse der ( leider meist Gelegenheits-)Taucher kein Spass aufkommen kann. Dafür muss ich nicht mehr mehrfach pro Jahr in derWelt herumreisen , es reicht ein Trip bei welchem Klasse und Selbsttauchen im Vorfeld geklärt sind.Wie gesagt - man wird ( möglicherweise) meiner Einschätzung folgen , wenn man schon einiges gesehen hat und die obige Erkenntnis gewinnt. Da bedeutet jedoch keinesfalls den sofortigen Ausstieg aus dem Hobby und Verkauf des Gerödels ! Vielmehr bedeutet dies das " Eindampfen " des taucherischen Umfelds auf die fähigsten und verfügbarsten Buddies , die Hinnahme deutschlandtypischer Gegebenheiten ( Sicht , Temperatur,...) und daraus letztlich resultierend eine Steigerung in Praxis und Können. Ich werde diesen Weg weiterverfolgen , sicherlich auch weiterhin im Ausland tauchen , dann allerdings unverwechselbare Ziele ansteuern , die gottseidank nicht in den Medien stehen und also auch nicht von Scharen der " Eventtaucher " heimgesucht werden.

Danksagung und Rückblick

6. Ich beginne mich über mich selbst zu wundern : Wer hätte 1998 einen Pfennig darauf gewettet,dass ich auch fast zehn Jahre später immer noch die Taucherei als " Haupthobby " betreibe !? Bei einer kürzlichen Seitenaktualisierung erstarrte ich sozusagen in Ehrfurcht als ich die ellenlangen Logbucheintragungen vorbeirattern sah... . Dies ist keine Selbstbeweihräucherung - es gibt sicherlich etliche ( mir teils bekannte ) Zeitgenossen , welche sich über fast 1000 Tauchgänge köstlich amüsieren ...doch der damalige Zufall hat seit etlichen Jahren mein Leben ( und das meiner Familie ) sehr verändert.Ich will mich hier schwer für das Verhalten meiner Angetrauten bedanken ,ohne ihre Zustimmung oder direkte Mitorganisation könnte ich kaum des Öfteren über 100 Tauchgänge im Jahr machen.Dies ist es , was mir zu denken gibt : wir suchen uns ein Tun , in diesem Falle die Taucherei , und beeinflussen ungewollt und recht massiv das Freizeitverhalten unserer Nächsten.Es ist nicht nur die stundenweise Abwesenheit von Kind oder Herd , welche in keinem vernünftigen Verhältnis zum Aufwand steht , es ist auch der permanente Materialbedarf in Form von Benzin , Equipment-Ersatzteilen , manchmal Neugerödelbestandteil , ein eigenes Biotop für Wartung und Pflege , Trocknung , Rücksichtnahme wegen Kompressorgeräuschen , usw .Und dann soll der nichttauchende Partner auch noch ergriffen den Erlebnissen lauschen ! Einigen meiner Hobbygenossen haben wenigstens noch den Vorteil des fachlichen Zusammenhaltes mit ihren Partnern sofern diese ebenfalls tauchen.Eine neue Lampe oder Jacket ist so wesentlich einfacher zu "begründen " .Dies ist mir leider nicht gegeben .Und es ist mir nicht komplett klar ob ich sozusagen spiegelverkehrt genauso altruistisch handeln könnte - zB gerade heute über ein Buch sprechen , ins Kino gehen , was weiss ich - und zwar immer dann , wenn ich gerade mein Gerödel zusammenraffeln wollte ... Deshalb meine Hochachtung vor dieser Leistung , das eigene Freizeitverhalten klaglos meinen Planungen anzugleichen.Vermutlich stehe ich mit dieser Sachlage aber nicht allein da - Buddies- ich fühle mit Euch , aber bedenkt den Verzicht auf der anderen Seite ! Somit steht nun also die " grosse Zahl " bevor - wenn nichts dazwischenkommt so etwa April / Mai 2008. Ist das nicht unglaublich ? An dem Tage wird sicherlich die Sonne ganz normal aufgehen und keine Live-Reportage meines Tauchganges wird über die Fernsehschirme flimmern.Das ist auch gut so ! Ich erinnere mich an meine ersten Jahre , als ich " noch etwas leisten " wollte , als Anfänger sieht man sich in gewissem Zugzwang gegenüber seinem Umfeld.Ich kann nicht sagen , welchen ersten Eindruck ich auf meine damaligen Buddies des " Vereins der Tauchfreunde Neubrandenburg eV. " gemacht habe - bis auf zwei , drei Köpfe sind alle verdunstet aus diesem Interessenkreis - so dass ich sie nicht mehr befragen kann. Die Lebensentwürfe wandeln sich , speziell wenn Familie oder Arbeit es erfordern. Doch hier sehe ich gerade meine Zukunft - ich habe nach eigener Erkenntnis die nötige Gelassenheit erworben , weiterhin die Nase ins Wasser stecken zu können.Und da es einige ähnlich tickende Leute in meiner Umgebung gibt welche " nicht ungern " mit mir wassern gehen , stehen die Chancen für weitere Taucherlebnisse nicht schlecht. Meine Frau bescheinigt mir meist " militärisches Gehabe " in Form von genauen Treffpunktabsprachen ( und selbst 5 Minuten früher da sein !! ) , ritualhaftem Umgang mit dem Equipment ( " die Tür quitscht schon ewig- dein Gerödel putzt du heute aber schon wieder...") und natürlich den bereits erwähnten diktatorischen Eingriff ins Familienleben : Tauchgang 10:ooUhr in Feldberg bedeutet 06:3o Uhr aufstehen , Frühstück , Auto packen , 1 Stunde Fahrt , anrödeln ( und manchmal auf den Buddy warten...). Sonntags !! Was will ich eigentlich mit diesem Text sagen ? Tauchen ist schön , Tauchvor- und Nachbereitung ist ein zeitverschlingendes Unterfangen , wer Winters bei Kälte und Dunkelheit tauchen gehen " muss " braucht eine "Betreuung" in Form eines verständigen Partners , Tauchen ist eine teure Materialschlacht sofern man sich auf das " Immer- und Überalltauchen " eingelassen hat.Und nicht zuletzt sorgt unsere oftmalige Abwesenheit dafür , das Dinge ohne uns getan werden müssen , gelegentlich sogar für uns.Dies Hobby sorgt dafür , dass wir nicht in der Kneipe versacken ( kein Geld dafür frei ) , Mehrfachbeziehungen anzetteln ( keine Zeit ...) und immer einem redlichen Lebenswandel nachgehen ( um die nötigen Mittel zu erhalten...) .Sprich : Ohne Taucherei wären wir womöglich nicht so unkompliziert ;-) Ach so : Ein bischen Stolz bin ich schon ;-) , die nächsten 1000 dauern sicherlich etwas länger.... Ich freue mich , weiterhin Unterwasser zu sein .Vielen Dank dafür. An alle , die seit fast zehn Jahren dafür gesorgt haben. An Dich , die Du diese Zeilen nie liest...

Tauchgangsorganisation , Führen der Gruppe / des Buddies

7. Ich erinnere mich noch gut , wie wohlbehütet ich mich früher gefühlt hatte sowie ich mit wem und wo auch immer einen Tauchgang unternahm : Immer war da jemand, dem die Führung oblag , der den Tauchplatz kannte und der sowieso , weil mindestens zehn Jahre länger im Fach , sprichwörtlich wusste wo es langging. Das Glück war mir lange Zeit in dieser Beziehung sehr hold , einer meiner Haupt-Buddies , bereits ein Tauch-Silberrücken ;-) , war überwiegend bei meinen Tauchgängen dabei und schon aufgrund seiner Erfahrung automatisch " Gruppenführer " (LOOOL ) .Doch wir alle entwickeln uns in verschiedener Form auch auseinander und so kommt es , dass abgesehen von Solotauchgängen , mir immer öfter die Tauchgangsführung angetragen wird. War früher ein Blick auf den Kompass / Computer / Uhr eher eine allgemeine Information , so hat dies seit einiger Zeit einen viel höheren Stellenwert bekommen.Das Wissen , dass jemand an deiner Seite auf deinen Plan vertraut und du ihn gefahrlos wieder " etwa " am Einstieg ablieferst erfordert Aufmerksamkeit , welche früher nicht erforderlich war.Diese Sätze klingen leicht übertrieben - und sind es auch- meist sind echt erfahrene Freunde an meiner Seite, doch sowie ein mir Unbekannter dabei ist , werde ich etwas unruhig.Ganz bewusst lasse ich diesen Wust an rechtlichen Verantwortlichkeiten beiseite sondern ich betrachte ausschliesslich Unwägbarkeiten , welche sich aus Erfahrung/Vertrauen des Tauch-Partners , Wetterbedingungen über Wasser und die Bedingungen unter Wasser und dem oft unbekannten Ausrüstungszustand des Tauchpartners zusammensetzen. So passiert es , dass ein unbekannter Tauchpartner winters mit Halbtrocken antritt - während die gefestigte Gruppe Trocken taucht. Soll man ihn wegschicken ? Eigentlich schon - aber man geht den Kompromiss ein , den Tauchgang nach seinen Bedingungen durchzuführen ( Zeit- und Tiefenoptimiert...) . So passiert es , dass des Nachts mit einer einzigen nicht vollständig geladenen Lampe getaucht wird , währen ich grundsätzlich am Tage eine Lampe - bei Nacht aber zwei Lampen für mindestens 2h Licht mitführe .So passiert es , dass ich selbst ( höchst selten ! ) ein Ausrüstungsteil vergesse ( ich bin über 40 !) was mich schon sehr ärgert und unter Wasser einschränkt ! Soetwas passiert natürlich auch anderen - soll ich ihn wegschicken ? Oder soll ich Kompromisse eingehen was auch die Sicherheit betrifft? Hier sind wir also wieder bei eigener Verantwortlichkeit ! Es steht mir als AOWD nicht an , meine Begleiter zu kommandieren nur weil ich möglicherweise ein Vielfaches ihrer Tauchgangszahl absolviert habe. So passiert es , dass trotz vereinbarter Zeit ein Buddie nicht erscheint. Soll man auf ihn warten ( über ein normales Maß hinaus) , oder nicht ? Dies bedeutet möglicherweise einen Solo-Tauchgang . So passiert es , dass der/ ein Tauchpartner verloren geht. Sofort suchen und Auftauchen wie es die Lehrmeinung beschreibt ? Oder erst nachvollziehen , ob der Partner sich hier selbst auskennt und es bei 2 Meter Sicht schon passieren kann dass man sich verliert - und dann den Tauchgang Solo weiterzuführen ( ..zu lassen )? Gelegentlich sind die Möglichkeiten einer Einflussnahme eher bescheiden .Bei Tieftauchgängen ist Suchen und Auftauchen nicht so einfach , bei Nachttauchgängen ist der Kontakt zum " dunklen " Partner noch schwieriger und bei meist normaler Null-Sicht hier im Süsswasser ist Verlieren sozusagen ein normaler Vorgang. Dies alles bedeutet ein sozusagen " wacheres " Tauchen , neben der detaillierten Beobachtung der Gegend auch Beobachten der Partner.Den Tauchgang zu führen ist anstrengender als einem Profi vertrauensvoll zu folgen...sozusagen "spassmildernder" . Ausweichmöglichkeit ist die bei vergleichbaren Parametern der Tauchpartner vorher zu treffende Absprache , auch als Gruppe oder " Tandem " sozusagen SOLO zu tauchen. Das mindert etwas die Verantwortung , aber ein gelegentlicher Blick oder eine Geste Richtung Buddie sind ja keine grosse Mühe. Was will ich mit diesen Zeilen sagen ? Es ist schön und entspannend , als Teil einer Gruppe " verantwortungslos" mitzumachen. Irgendwann jedoch ist das vorbei und es bleibt nur das gute Gefühl zu wissen , wie sich die anderen ohne Sorge und hoffendlich zu recht vertrauensvoll jemandem , und auch gelegendlich mir anvertrauen. Ich selbst werde überwiegend im Ausland diesem Laster frönen dürfen...ich freu' mich drauf ;-) .

Anfahrt zum Tauchplatz , Gedanken eines autofahrenden Tauchers... ;-)

8. Heute hatte ich bei strahlendem Sonnenschein wieder Gelegenheit mich ausgiebig über die Befindlichkeit des deutschen Autofahrers kundig zu machen als auch im Nachhinein meine Reaktionen zu bewerten ;-) Die Fahrt ging gen Carwitz , so 75 Km Fahrt , freundlicher Sonnenschein , knapp Mittagszeit - die Strassen nicht sehr voll - Wochenende.In meinem Gerödeltransporter lagerten 2 Pressluftflaschen sowie recht umfängliche Ausrüstung . Navi läuft nur mit ohne Weisung , Underworld drummt leise aus der Anlage wie ich so mit 80 - 90 Km/h über die bereits mit vielen kahlen Feldern gesäumte Strasse fahre.Natürlich bleibt man nicht lang allein - es dauert auch hier im fast menschenleeren Mecklenburg üblicherweise nur Minuten bis ein folgendes Fahrzeug unvermittelt fast im Kofferraum landet. Ich muss hinzufügen , dass ich ein sehr vorausschauender Fahrer bin ( oder will es sein...) , will sagen -ich beschleunige kaum , bremse fast nie. Ich nehme 200 Meter vor'm Ortsschild das Gas weg , toure ab weit vor roten Ampeln oder erkennbaren Verzögerungen - brauche deshalb weniger anzuhalten und somit kaum erneut anzufahren. Ich bin Spritsparer aus Leidenschaft. Nicht so der gemeine deutsche Autofahrer ( Homo mobilius germanicus ;-) ), den die Manie antreibt grundsätzlich vorausfahrende Fahrzeuge zu überholen - sei es auch noch so sinnlos ! Ich will hier nicht den Kraftstoffverbrauch dieser Helden kommentieren - wenn sie's selbst zahlen müssen... .Verbissen blickend und mit vor Ärger schwellenden Adern an den Händen grimmig des Lenkrad führend wird so ausdauernd mittig gefahren und die theoretische Überhollücke gesucht dass alle Verkehrszeichen am Strassenrand völlig aus dem Tunnelblick verschwinden. Dann wird draufgetreten dass die Ventile klappern - wohlgemerkt zB bei durchgehender Sperrlinie , 20 Meter vor dem Ortsschild , irgendwo weit hinten in einer Kolonne , vor uneinsehbaren Kurven oder Kuppen , bei Regen... und so weiter ... , nur um dann unmittelbar vor dem " Opfer" wieder einscheren zu müssen um zB eben nun hinter dem nächsten LKW festzuhängen . Also stressig und mittig fahren ( wieder von vorn... ). Sehr gern gemacht ist auch der abgeschlossene Überholvorgang mit unmittelbar darauffolgender Absicht abzubiegen - sehr schön , wenn alle gerade Überholten bremsen dürfen... Was bringt das ? Ich habe überprüft und kann bestätigen , dass etliche Experten mit eingebautem Überholzwang nicht schneller - sicherlich aber wesentlich unentspannter - in der sinnlosen Ampelkette kurz vor Neubrandenburg hängenbleiben. Meist stehen sie dann irgendwo bei Rot während ich ohne Gas heranrolle .Spätestens auf dem Ring sieht man sie alle wieder. Manchmal erhascht man sogar einen erstaunten Blick aus dem Rückspiegel der Vorausfahrenden - ich habe die Hoffnung auf Lernfähigkeit allerdings abgelegt. Zuerst hatte ich vermutet , dass ich möglicherweise den Verkehr behindern würde. Nun kann ich das ausschliessen - die erreichbare Durchschnittsgeschwindigkeit ist das Maß der Dinge.Mein Haupt-Tauchplatzanfahrweg ist geschreddert in 70er und 80er Zonen über Kilometer, oft unübersichtlich ,viel Wald , etliche Ortschaften.Wer mich mit 130 überholt hat einfach beim nächsten Hindernis einen längeren Bremsweg und ist insgesamt nicht schneller als meine 80 bis 90 Km/h . Warum ich nicht 120 fahre wie die meisten Anderen ?Dafür ist mir mein Transporter und das enthaltene Gerödel zu wertvoll , einschliesslich der stets mitfahrenden Gefahr durch wenigstens eine, meist zwei und gelegendlich drei Druckflaschen .Ich führe hinten auch ein dezentes grünes DIN-Zeichen für Druckgefässe - möglicherweise haben die Überholfanatiker ( meist in bayrischen Gefährten mit Doppelauspuff ) aber bei der Verlosung ihres Führerscheins keine Info diesbezüglich erhalten. Fazit : Jeder der mich überholt kann mir nicht mehr hinten 'reinfahren.Dies ist meine grösste Angst !Ebenfalls ist der reine Spritspargedanke allenfalls was für die Medien - beim Standard-Autofahrer ist dies trotz 1,50 €/Liter Super bis heute nicht angekommen.Lieber werden unsere schönen Alleestrassen mir hässlichen Rammschützen eingezäunt - schliesslich könnte ja ein Baum unvermittelt die Fahrbahn betreten !! - statt einen gleichmässigeren Verkehrsfluss herzustellen mit zB Kreisverkehren , grossräumig verteilenden Radwegen , sinnvollerer Beschilderung und gern auch Geschwindigkeitsbegrenzung auf zB 80 Km/h auf Bundesstrassen ... .Kein böser Finger bei Verkehrsdelikten wie Raserei und Drängelei - Flebben weg auf Jahre ! Das zieht ! Ach so : Mein Verbrauch liegt um die 6,2 Liter ( Benziner ! ) , ich kenne Leute mit vergleichbarem Wagen , welch nicht bereit sind diese Zahl zu glauben.Kann ich verstehen - sie müssen sich ja auf die nächste Lücke konzentrieren um schneller zur Tankstelle zu kommen GRINS Und : Ich hatte einen schönen Tauchtag. Aber als ich die Rücktour antrat begann alles wieder von Vorn.

Altersgerechtes Tauchen...oder - wie krieg ich den ganzen Plunder nur ins Wasser ? ;-)

9. Physik hat schon in der Schule recht anschaulichen Spass gemacht wie meine blasse Erinnerung an jene Zeit verspricht. Unterschreiben kann ich eine noch viel schönere Eigenschaft dieses Elixiers : es macht Dinge leichter ;-) . Schon der alte Archimedes vermochte wegen dieser heute Auftrieb genannten Eigenschaft einen Goldschmied als Dieb zu enttarnen. Dumm nur , dass diese Erleichterung nur im Wasser selbst auftritt ;-( - also nicht bereits auf dem Wege dorthin ! Wie beneide ich die Philatelisten um die Leichtigkeit Ihres Ansinnens , den Schachspieler um die geringe Masse seiner Truppen...ich selbst muss gefühlte 150 Kilogramm ( ohne meine Eigenmasse !!) den Weg vom Auto zum Tauchplatz-Einstieg wuchten und habe mehr als einmal alle meine Scheiben knirschen hören ! In verschiedenen Netz-Publikationen wird sich dieses Themas bereits angenommen - vermutlich auch der demographischen Entwicklung in Taucherkreisen geschuldet : Sogar die Neopren-Typen werden immer älter ! Darum unterhält sich die Klientel über " Rentnertische " , " seewasserfeste Sackkarren mit kleinem Packmaß " und andere altersgerechte Hilfsmittel welche leicht ins Auto zu packen sind und den müden Bandscheiben das Anlegen des Gerödels leichter machen. Ich bin gespannt wie die immer in Bezug auf Einnahmequellen wache Industrie mit diesem Trend umgehen wird - Rollator mit Doppelgerätehalterung wäre schon mal ein Anfang ;-) Für mich selbst habe ich einige Details durchgezogen , welche augenscheinlich zum Gesamtbild passen. Da wäre zuerst ein Transportmittel mit erhöhter Sitzposition und dem sicheren Anschein , dass ein älterer Herr am Steuer seine 80 km/h fährt ( stimmt ja auch...) .Womit ich sogar vor der Polizei Ruhe habe - die stoppen lieber jugendliche Raser. Die Eigenschaft des Wassers nutzend habe ich weiterhin Wert auf eine schlanke Linie gelegt ( ist mir unverdienterweise in den Genen angelegt...) womit ich zwei Fliegen schlage : weniger Widerstand beim Flosseln und weniger Auftrieb ( somit insgesamt weniger Blei...) was dem Weg zum Wasser bereits entgegenkommt. Ebenso lege ich seit Längerem verstärkten Wert auf Unterwasser-Vortriebsmittel ( DPV / auch Unterwasserscooter ) , was meiner ( ehemalig durch viel Sport ) gestählten Kondition entgegenkommt - ich kann zwar noch immer im Trocki und Geraffel die 104 Stufen ohne Pause hochgehen - aber mein Keuchen ist dann nicht mehr besonders sexy ;-( . Demnächst Mitte Mai sind 7 Jahre vergangen , seit ich das Rauchen aufgegeben habe. Dies tat ich nicht wegen irgendwelcher gesundheitlichen Bedenken ( zumal man als nichtrauchender Taucher kaum gesellschaftsfähig scheint...) sondern bewusst um meinen Luftverbrauch höheren Weihen anzupassen. Es ist spassig zu sehen , wie jugendlicheTieftauchhelden kaum ihre leere Flasche zum Füllen tragen können...( in Kürze wieder in Hemmoor zu beobachten.) . Kurzum - man lebt als schlanker , nichtrauchender Taucher trotz fortgeschrittenen Alters deutlich entspannter - und muss auch nicht schnappatmen samt baucheinziehen wenn ein Blickfang vorbeigeht ;-) Ebenfalls geht das Gerücht , ein klarer Blick zeuge von einem "klaren Blick" und Falten im Antlitz zeugen von Lebenserfahrung ... was allerdings mit unserem gesellschaftlichen Jugendwahn kollidiert. Aber ich bin leicht vom Thema abgedriftet... Es wird derzeit unbekannt bleiben wie lange der Körper diesen Torturen noch standhält. Möglicherweise muss man das Geschehen genau andersherum betrachten - gerade diese Schlepperei über oftmals unwegsamen Gelände bei Wind und Wetter, diese Plackerei bei Wartung und Pflege , diese Grimassen-formenden Gesichtsfalten durch Kaltwassertauchgänge , dieses Frieren nach dem 3. Tauchgang am Tag trotz 30 °C Lufttemperatur...stählt unseren Körper und damit unseren Geist durch stete Überwindung . Damit ist der Spiess umgedreht und ich bedaure die Philatelisten und leide mit den Schachspielern... Solange es jemanden gibt zu dem man herabsehen kann - ist alles gut und alles Leid ist wie nie endende Glückseligkeit ;-) . Also in Ewigkeit AMEN LoooL

Gedanken eines autofahrenden Tauchers Teil2 : militante Ökoradler

10.Kaum steigt die Sonne höher - meist so ab Ostern oder spätestens Pfingsten... - füllt sich das deutsche Wegenetz wieder mit zuerst kleinen Grüppchen , dann später mit endlosen Kolonnen von Radfahrern.Diese Art der Bewegung ist recht entspannend , zudem sehr leise und auch überwiegend ungefährlich wenn man einen wichtigen Punkt beachtet :

Radfahrer gehören nicht auf die Strasse !!!

Ich sehe diese grimmigen Gesichter , wenn sie oftmals nebeneinander , aber immer störend den Autoverkehr behindern.Die Grimmigkeit kommt sicherlich nicht aus der sportlichen Betätigung sondern aus der Meinung , dass Radfahren doch so ökologischer sei als das klimaschädigende Autofahren und dass somit Radfahrer auf der Strasse automatisch Vorfahrt und erste Beachtung erfahren sollten. Ich sehe ein , das Radwegenetz ist noch sehr unvollständig , Feld- und Waldwege kann man den hochgezüchteten Drahteseln nicht zumuten oder ihren oftmals unsportlichen Fahrern nicht antun und überhaupt kann man sich nur gepflegt ohne zu schreien unterhalten wenn man nebeneinander radelt ;-( Ich hatte dieses Gefühl der absichtlichen Behinderung nun bereits mehrfach - natürlich logisch speziell in touristisch frequentierten Gebieten.Aber was ich mich frage ist die Herkunft der Sicherheit mit der die Radler ihre Umgebung terrorisieren! Nehmen wir zum Beispiel die ( komischerweise nicht hinterfragte ) Annahme , Radfahren sei besonders ökologisch: Ich stelle hier die kaum besonders umweltfreundliche Eigenschaft des Autoverkehrs nicht in Frage - aber allein die Herstellung von Fahrrädern und der dazugehörigen Infrastruktur wie Radwege , Ersatzteile , hierfür erforderliche Logistik , Fahrradständern und Unterstellmöglichkeiten ... stylischer Bekleidung und Fahrradzubehör verschlingt ebenfalls Ressourcen zB in Form von Fläche , Material und Energie! Der gemeine Radfahrer hat in Ausübung seines Sports einen grösseren Kalorienverbrauch als der üblicherweise sitzende Autofahrer - somit wird er bei Rast gern mal neben dem Energy-Drink auch ein Steak zu sich nehmen - ebenfalls nicht unbedingt klimaschonende Dinge ! Und als Krönung des Ganzen giebt es noch die Fusion des Autofahrers mit dem Radfahrer : Fahrräder in abenteuerlicher Sicherung auf oder am Kfz - hier habe ich immer den Hinweis aus dem Verkehrslagebericht im Ohr " Achtung - Fahrräder liegen auf der A20 zwischen... und... auf der linken Spur " , was sich noch deutlich gefährlicher anhört als " A19 - Fussgänger auf der Fahrbahn..." . Was mich das als Taucher angeht ? Ganz klar : Diese Pseudoökos vereinnahmen ein Wegerecht für sich ohne sich an dort geltende Regel gebunden zu fühlen. Fahrräder im Knäuel mit pausierenden Radlern auf öffendlichen ( Auto ! - )Parkplätzen , Radfahrer mit Vierbeinern an der Leine auf Bundesstrassen , Radfahrer ohne Licht in der Dämmerung - gern auch auf der falschen Strassenseite , offensichtlich besoffene Radler ( na gut - giebts auch unter Autofahrern genug ... aber die kippen nicht so schnell auf die Strasse ) , Radfahrer mit seltsamen Kinder-Anhängern auf vielebefahrenen Strassen und ungeschlagen : seltsame aber sicherlich aufmerksamkeitserheischende Liegeradkonstruktionen , welche offensichtlich instabil auf dem Asphalt entlangschwanken.... Immer wieder gern gesehen : Sind Radwege parallel zur Strasse vorhanden , wählt der militante Radler stilsicher die verkehrsreiche Strasse ( sicherlich weil er sich durch die ganzen Radler auf dem Radweg gestört fühlt LoooL) ! Radfahrer verlangen ebenfalls grundsätzlich freie Durchfahrt auf Wanderwegen - hier also eine Kollision mit den Interessen von Wanderern - welche sich sicherlich deutlich ökologischer verhalten sofern sie nicht ihren Müll überall hinwerfen...Die Fahrradklingel ist der Degen der stets im Rücken der Fussgänger droht.Egal wie die Beschaffenheit des Weges ist - der Radfahrer erwartet dass der Wanderer ( notfalls in die Pfütze) zur Seite tritt so dass er nicht absteigen muss. Mit welchem Recht ? " Klingeln und " Vorsicht " rufen und eine Reaktion vorauszusetzen ist purer Egoismus ! Fairerweise sei gesagt , ich habe des Öfteren auch nach der Passage ein Dankeswort gehört... All das behindert den autofahrenden Taucher auf seinem Weg zum / vom Tauchplatz. Miteinander geht scheinbar nicht - Gegeneinander scheint die Realität. Somit : Kommt zu meiner Tempo 80 Forderung auf Bundesstrassen eine weitere hinzu - Fahrradverbot ! Die anderen zweirädrigen rasenden Organspender auf ihren röhrenden Öfen sind schon lästig genug ;-)

Übrigens : Ich selbst bin auch Teilzeitradler ;-) . Jedoch führe ich mein Gefährt fast nur über Wald- und Wiesenwege , behaupte nicht dass meine Naturnutzung echt rücksichtsvoll ist und sollte ich zwingend (!) eine vielbefahrene Strasse nutzen müssen - bin ich soweit rechts wie möglich , fast noch rechter als ...na lassen wir das . LoooL

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