Tauchreiseberichte Malediven
Tauchreiseberichte Malediven 1998 und 1999
März 1998 , Meerufenfushi / Republik der Malediven
Es war schon eigenartig,unter welchen Umständen ich zur Taucherei stiess. Ähnlich wie die Jungfrau zum Kind kam (sie konnte sich nicht entscheiden ...) war bei unserer familiären Urlaubsplanung partout keine Einigung über das endgültige Ziel zu erreichen.Letztlich standen Mexico und die Malediven zum Entscheid,den Ausschlag gaben die möglichen Infektionsgefahren im Dschungel von Yucatan und die übervollen Touristenzentren an der Westküste( was wir allerdings selbst nur "gehört"hatten). Gesagt , getan. Koffer packen ist mein Job , viel benötigt man auf diesen einsamen Atollen sowieso nicht ( ausser Geld, Knete, Steine, Schotter,...) , aber dieses reichlich.Nach 11,5 Stunden Flug ab Frankfurt / M , Zubringerflug von Schönefeld , die ganze Flugnacht ob der besonderen Umstände nicht geschlafen , den Film im Bordkino schon hundertmal vorher gesehen , ( gottseidank kein Katastrophenfilm z.B. Flugzeugabsturz ... ) kam die Durchsage des Flugkapitäns , dass wir nun zum Landeanflug ansetzen würden. Ein Blick aus den Fenstern belehrte uns, dass nichts ausser Wasser bis zum Horizont zu sehen war . Verwunderte Blicke , doch wir waren beruhigt , Sitznachbarn berichteten uns , sie seien nun bereits zum vierten Male auf dem Weg ins Inselparadies und ihnen war keinerlei Unruhe anzusehen. Schaumige Wellenkämme des Indischen Ozeans rückten immer näher , da waren seltsame Gebilde im Wasser unter uns zu sehen - winzige Inselchen , eine Handvoll Palmen am Strand , die hellen Säume der Korallenriffe ringsum verliehen ihnen das Aussehen merkwürdiger Spiegeleier auf azurblauem Teller ! Der Flieger landete , die Passagiere sahen bis zum letzten Augenblick kein Land ( später erzählte man uns auf Nachfrage , dass zwei kleine Inseln in Sichtweite der "Metropole" Male zusammengeschüttet werden mussten, um den Jumbos genügend Raum zu bieten ) . Eine dem ersten Anschein nach recht kleine Halle raste an uns vorüber - der internationale Airport Male ( MLE ) sah uns am Boden . Der Flieger riss seine grossen Klappen auf - genausogut hätte man uns einen Hammer zwischen die Augen knallen können - irgendwas über 30°C und elende Luftfeuchtigkeit unterdrückten jeden Bewegungsdrang . Vorbei an einem bewaffneten Posten , (ein martialisch aussehender schmaler Jüngling von schätze 1,60 Meter! mit Kalaschnikow - Tatsache! ) strömten die Touris in eine ( gottseidank ) klimatisierte Abfertigungshalle , anstellen zum Visumstempeln und Stichprobenkontrollen nach Alc und Schweinefleisch . Wir wussten Bescheid , die Maledivier sind Moslems ( auch wenn sie keine Geschirrtücher tragen ) , die Koffer kamen recht schnell , sogar vollzählig (!) ,wäre auch traurig gewesen wenn unsere Badehosen verschollen wären - in Maledivien ist Nacktbaden verboten . Nun noch den bereits an Bord ausgefüllten behördlichen Gesundheitsschein abgeben und 'raus an die " frische " Luft . Die Reiseveranstalter verlangten ihren lokalen Vertretern einiges ab , doch irgendwann standen die kleinen Grüppchen beisammen und man hörte so seltsame Worte wie : Bandos , Reethi Beach , Kanifinolhu , ... , und auch irgendwann Meerufenfushi , unser Ziel. Ein paar Schritte über den Platz , der Hafen lag ( logischerweise ) gleich um die Ecke . Drei , vier Leute bestiegen mit uns ein Speedboot,freundliche Helfer hatten derweil unsere Klamotten verstaut. Als wir die geschützte Mole verliessen , schüttelten uns ordentliche Wellen durch , doch ungerührt und lächelnd jagte unser Bootsführer so etwa eine volle Stunde an etlichen Inseln vorbei , von denen man glaubte , sie irgendwann einmal bereits auf einer Werbeaufnahme gesehen zu haben. Wir durchquerten von Male kommend die Nordhälfte des Nordmale Atolls ,an dessen Nordostseite die Insel Meerufenfushi ( oder für Profis : Meeru ) liegt. Für maledivischeVerhältnisse eine gigantische Landmasse , etwa 1000 m lang und 150 m breit , also eine der wenigen grossen Eilande.Ein grandiose Anblick , dieser Traumstrand mit den typischen waagerechten Palmen , das hellblaue Wasser klas wie Glas , bunte Flecken kurvten unter uns herum . Das Boot legte an einem Steg an , verwunderte Minen , als wir selbst unsere Koffer tragen wollten . Die dunkelhäutigen Mitarbeiter des Resorts , welch merkwürdiger Gegensatz zu unserer kalkigen Hautfärbung , eilten mit unseren Sachen davon , man reichte uns bereits beim Betreten des Steges gekühlte Tücher und bat uns zum Rezeptionsgebäude - ein luftiger Bau aus Palmstämmen und Blätterdach mit Korallensandboden. Dort gab es als weiteren Hinweis der Gastfreundschaft einen eisgekühlten Drink ( man sah uns wohl an , dass wir in Kürze schlappmachen würden ) . In wenigen Minuten waren die Formalitäten erledigt , die Helfer schleppten unser Gepäck zu unserem Bungalow , nahmen als Dank einige Dollars entgegen ( zu der Zeit echt nur 1.68 DM / US$ ) und wir waren allein .Keine drei Meter entfernt lag der Strand , die vom Aussenriff gemilderten Wellen des Ozeans hätten keine Mücke ertränken können . Mittlerweile war es hoher Nachmittag , doch die Sonne machte keine Anstalten sich zu bewegen. Koffer auf , Badesachen an und vorsichtig den Zeh hineingetaucht - mir fiel ein , dass die Ostsee auch in besten Zeiten immer nur zwei Zentimeter warm ist und hinein ins Vergnügen .Wie es immer so ist - nach etwa zwei bis drei Tagen begann der " Alltag " , man kannte alles , wusste , wann ,wo und was es zu futtern gab , hatte sich an die Preise für eiskalten Tonic oder Heineken gewöhnt.Der erste Sonnenbrand auf der Platte verschwand nun unter einem Basecap , die Vorräte an Sonnenschutzcrem (Faktor 35 ) schmolzen zusehends zusammen. Ich hätte nicht gedacht ,dass auf unserer Insel ein derart heftiges kulturelles Leben pulsierte : Bootsausfahrten zum Nachtangeln , einmal die Woche Stranddisco , Sportveranstaltungen ( z.B. Crabrace ) , ... , und das alles für die Handvoll hier Gestrandeten. Interessant ist ohne Zweifel das Nachtangeln. Im " Rezeptionsgebäude " hingen die verschiedensten Zettel aus , zur Teilnahmeanmeldung für die Veranstaltungen. Also mal fix eingetragen und prompt abends so 19:00 Uhr nach dem Abendessen mit dem Dhoni raus aufs Meer.Es ist um diese Zeit schon dunkel und wegen unserer geografischen Lage waren Teile des sternenreichen südlichen Firmaments zu sehen.So nach 20 Minuten nahm der Bootsmann Fahrt weg , ein grosser Eimer mit handgrossen Fischstücken wurde aufs Deck gestellt und jedem Angler eine gerade noch handliche Kabeltrommel mit schätzungsweise 2mm Sehne in die Hand gedrückt.Helfer steckten den Fisch auf die fingergrossen Haken und bedeuteten uns in gebrochenem english/deutsch/italienisch , ungefähr 20 m abzuspulen , für Barracuda , wie sie meinten. Sowas hatte ich noch nie gesehen : Es dauerte nur Augenblicke , da kam Unruhe in die Angler. Es ruckte heftig , schnell anreissen und die Strippe aufspulen - Haken samt Fisch weg . Ich stellte mir die Monster vor, die unser Geschirr frassen ! Die Dhonibesatzung winkte nur ab , neuer Haken mit seltsamen Knoten angetütert, Fisch ran und weg ins Wasser . Unterdessen wurde neben mir der erste Barracuda eingezogen : Schätze 80 cm und kaum zu bändigen.Ein Messer blitzte auf und das Opfer harrte nun still seiner Verwendung. Meine Frau fing an zu zappeln.Sie zog und kämpfte - es wurde hell unter der Wasseroberfläche : ein Adlerrochen zeigte uns seine weisse Bauchseite.Schnell zogen zwei Maledivier das Tier aus dem Wasser , entfernten den Haken fachmännisch und liessen es ins Wasser zurück.So ging es immer weiter.Irgendwann drehte das Boot , wir fuhren zurück über das pechschwarze Wasser , über uns ein prächtiger Sternenhimmel .So zwei , drei Tage nach unserer Ankunft wurde ein Schnorchelausflug angeboten.Zu irgendetwas musste die in Deutschland gekaufte ABC Ausrüstung ja gut sein - also mit aufs Boot und hin zum nächsten Riffdach.Schon beim Runterschaun sah ich die unzähligen bunten Flecken , die sich im Wasser bewegten.Der Untergrund war völlig unmöglich anzuschaun , so zerfetzt , eher ein blumenartiger Aufbau , ich hatte noch nie in meinem Leben ein Korallenriff gesehen ... . Schnell noch die kleine Kodak Kamera geprüft - sie sollte angeblich bis -3m aushalten und rein ins Wasser.Das war wohl der Point of no Return - vom ersten Blick an war ich begeistert.Statt auseinanderzustieben kamen hunderte Fischchen auf mich zu und schienen mich neugierig zu beobachten.Meine Kamera summte in einem fort.Ich klopfte mit dem Fingernagel auf meine Uhr , ein Kneuel von Leibern drängelte sich an meinem Handgelenk , so als ob die kleinen Glubschaugen nach der Zeit sehen wollten.Lästig fand ich das ständige Auftauchen , doch die Fische warteten auf die Schnorchler.Der ganze Spass dauerte so eine Stunde , dann fuhren wir wieder zurück.Kaum war das Dhoni am Steg vertäut , stürmte ich zur Tauchbasis und erkundigte mich nach Schulungsterminen für den Tauchgrundschein. Ich hatte absolut keine Ahnung , war auch kein besonders mutiger Schwimmer , doch jetzt hatte es mich gepackt. Der junge Mann ( ein schweizer Tauchlehrer ) riet mir , bis zum nächsten Tag zu warten , da sich noch niemand für den am Dienstag beginnenden Lehrgang eingeschrieben hatte.Meine Frau schüttelte ob dieser meiner Entscheidung nur den Kopf,behielt im Übrigen aber ihre Meinung für sich - mein Vorhaben würde sie ja nicht stören . ( dachte sie ;-)).Der Dienstag brach an,ich konnte garnicht schnell genug zur Basis kommen - auch weiterhin hatte sich noch niemand Anderes zum Lehrgang angesagt.Der Schweizer war ein Mann schneller Entschlüsse : Er übergab mir sämtliche Ausbildungsunterlagen ( OWD Buch (sogar in deutsch!) , Tabelle , Fragebögen zum selbstausfüllen.Dann gings ab in den klimatisierten Schulungsraum und für die nächsten fünf Tage hatte ich plötzlich den Kopf voll !Jeder der dies liest und wenigstens den Grundschein hat weiss, was alles zu tun war.Im Nachhinein muss ich sagen , es war ein Glücksfall , so allein mit einem Tauchlehrer die gesamte Ausbildung abzuwickeln.Täglich Video gucken , physikalische und medizinische Fragen erörtern, Fragebögen ausfüllen , zwei Tauchgänge am Tag direkt vor der Basis , ... .Samstag hielt ich das vorläufige PADI OWD Brevet in den Händen und von da ab gab es kein Halten mehr. Der Spass kostete unserer Urlaubskasse knapp 500 US$, eine Ausgabe , die ich bis heute nicht bereut habe.In den letzten Tagen unseres Urlaubs waren die Anzeichen von Veränderung nicht mehr zu übersehen - ein grosser Frachter lag weit vor der Insel und an einigen Stellen wurde der buschartige Bewuchs entfernt. Noch knapp drei Wochen und die Insel würde geschlossen - für Sanierungs - und Umbauarbeiten.Schaut man jetzt in einen Katalog,sieht man freistehende Wasserbungalows, die gab es zu unserer Zeit noch nicht.Ich denke gern an die " grosse " Insel zurück , sie war unsere erste Begegnung mit dem Paradies.
April 1999 , Velavaru / Republik der Malediven
Eigentlich war es garnicht anders zu erwarten: Mir kribbelten so die Finger , dass wir bereits in August (!) wieder unser Lieblingsreisebüro stürmten und die nächste Malediventour orderten. Nun jedoch schon mit eindeutigen Prioritäten : Als Erstes natürlich tauchen , dann folgt tauchen und weiterhin natürlich tauchen ... .Auch wenn es eine lange Zeit war von August bis April , sie verging irgendwann.Und wie so oft wümsche ich mir unmittelbar vor Urlaubsbeginn,dass die Zeit stehenbliebe.Die Vorfreude ist wohl doch die Stärkste , ansonsten dauert es nur höchstens drei Wochen und ausser schönen Erinnerungen und einem Packen Fotos ist alles vorbei. Wie auch immer - die Hinreise war nun hinlänglich bekannt , wir fühlten uns als alte Hasen . Diesmal jedoch wollten wir weiter in den Süden , ins Dhallu Atoll oder auch Süd Nilandhe Atoll genannt.Dies liegt gerademal 2 ° über dem Äquator und ist für Touristen gerade neu erschlossen.Das würde unbekannte , unerschlossene Tauchplätze bedeuten , ein Grund , uns damals für das Inselchen Velavaru zu entscheiden. Allerdings war das Hinkommen mit etwas mehr Aufwand verbunden : Kaum auf Hulule gelandet,die Koffer und das ( mittlerweile zusammengekaufte ) Tauchgerödel wieder in den Händen , wurden wir in eine kleinere Wartezone geführt, einige wenige Leute befanden sich bereits dort.Unser Gepäck wurde nochmals gewogen und grob vermessen (!) und wir bekamen am einzigen Abfertigungsschalter einen neuen Flugschein der Gesellschaft " Hummingbird ".Ein Kleinbus brachte uns einige Meter weiter die Startbahn hinunter und entlud uns samt Gepäck vor einer einmotorigen Cessna mit Schwimmkörpern unter dem Rumpf. Dahinein wurde nach irgendeinem System unser Gepäck verstaut. Nun stellte sich heraus , dass sieben Touris diesen Flug wagen wollten , aber nur sechs Plätze für Passagiere bereitstanden. Wir hielten uns beim Einsteigen zurück - ich spekulierte auf den freien Platz des Co-Piloten. Nach kurzem Talk mit dem very british sprechendem Piloten traf es denn auch genau so ein.Ist schon eine tolle Aussicht dort vorn in der Kanzel - man sieht nach kurzer Aufstieg unter sich die kleinen Spiegeleier , die sich bei genauerem Hinsehen als Inselchen entpuppten. Die ( sehr laute ) Maschine brauste am östlichen Ari - Atoll nach Süden und erreichte so nach einer Stunde das Dhallu - Atoll. Beim Anflug auf Velavaru entpuppte sich die etwa dreieckige Gestalt dieses Eilands von ungefähr 200 mal 60 m , von halbhohen Palmen bewachsen,die palmgedeckten Bungalowdächer wie Schildkrötenpanzer durchs Dickicht streckend.Die Frage, wo wir wohl landen würden klärte sich sehr schnell - das Maschinchen wasserte mit mächtigen Bugwellen an einem Ponton,der etwa 200m vor dem Strand vor sich hindümpelte.Noch während die Passagiere ausstiegen und sich in der Hitze die ersten langen Klamotten herunterrissen , wurde das Gepäck aus den Schwimmern entladen.Am Steg vor dem " repräsentativsten " Gebäude am Strand setzte sich ein Dhoni in Bewegung - perfektes Timing , wie gewohnt. Diesmal versuchten wir garnicht erst unsere Koffer selbst umzuladen , freundliche Gesichter komplimentierten uns aufs Boot,welches kurz darauf am Steg anlegte.Man reichte eisgekühlte Tücher , Touristenschweiss schien hier nicht gern gesehen.In der Rezeption gab es kühle Drinks , man schien nur auf uns gewartet zu haben.Nach Erledigung der Formalitäten wurden unsere Koffer in die Bungalows geschafft,die aussahen wie flache Schildkröten am Strand.Schonder blosse Anblick dieses Idylls liess alles Alltagsstress abfallen,das leise Dröhnen der Brandung am Aussenriff - dieses stete Geräusch Tag und Nacht - untermalte nur die Ruhe hier im Paradies. Die Tauchbasis war keine 50 m von unserem Bungalow entfernt , noch am ersten Tag meldete ich mich an, es war keine Zeit zu verlieren.Der ausgedehnte Familienerkundungsrundgang endete bereits nach einer halben Stunde.Barfuss am Strand entlang,dieser feine Korallengriesel angenehm unter den Sohlen,unter Palmen entlang von denen man meinte , sie stürzten jeden Moment ins Wasser , so schräg standen Einige ( manche mit kleinen Schaukeln versehen ). Dunkelbraune Stachelrochen von Suppentellergrösse lungerten im Flachwasser herum und Scharen von Krabben aller Art suchten das Weite sowie ein Mensch sich zeigte. Wir genossen den Sonnenuntergang , es war fantastisch zu sehen wie schnell der immer roter werdende Ball ins Wasser stürzte.Drei Dhonis lagen im Hafen , eher ein Steg mit einem Pavillon am Kopfende , schön ausgestattet mir Rattanstühlen und Tischen. Hier würden die Tauchgänge beginnen - ich konnte es kaum noch erwarten.Unser " Heim " lag keine drei Meter vom Wasser entfernt , Liegestühle warteten auf uns.Es machte einen Riesenspass , sich lang hinzulegen und den von keiner Lichtverschmutzung getrübten Sternenhimmel anzuschaun.Ich hatte mir viel vorgenommen und wollte keine Zeit ungenutzt verstreichen lassen.Gleich am Abend meldete ich mich in der Basis an, legte Brevet,ärztl. Bescheinigung und Logbuch vor.Dies war sozusagen die letzte ruhige Minute, ab Morgens 09:00 Uhr wollte ich endlich wieder bunte Fische sehen.Basiscrew und Dhonibesatzungen waren stets freundlich und hilfsbereit,einzig das Klamottenspülen nach dem Tauchen erledigte jeder allein.Täglich fuhren wir zwei Mal mit den Booten raus - die Entfernung zum Aussenriff betrug keine 200m , aber durch die Brandung hätte es Keiner geschafft. Man sah den hiesigen Tauchplätzen an,dass sie relativ unberührt waren - keine italienischen Furchen zu sehen... , allerdings waren die Auswirkungen von El Nino nicht zu ignorieren: trotz enormen Fischreichtums waren einige Riffflächen stumpfgrau wie Beton.Ich wünsche diesen mikroskopischen Baumeistern dass sie es bald wieder richten können. Mit meiner Handvoll Tauchgänge im Logbuch war ich natürlich blutiger Anfänger , es ging wohl etlichen Leuten so - die Gruppen waren nie grösser als 5 , 6 Taucher. Dies sorgte für entspanntes Erleben .Ich denke , noch so viele Worte werden nicht ausreichen,die Erlebnisse dort plastisch zu beschreiben , ich kann nur Jedermann empfehlen , diesen Atollen am Rande der Welt persönlich einen Besuch abzustatten. Dieses Fleckchen ist an taucherischen Highlights wohl kaum zu übertreffen ( ok - ich sah Galapagos und Barrierreef noch nicht ... ) Was allerdings nicht unerwähnt bleiben sollte, das Tauchen auf "Maledivien" ist reichlich teuer: so 40 bis 45 US$ pro TG !!! Auch bei damaligem Kurs von etwa 1,90 ein Gewitter in der Urlaubskasse !