Tauchreiseberichte Kroatien

April 2001 ,Kroatien , Dugi Otok , Sali

Eigendlich ist es nicht weit bis an die Adriaküste,zu einer vor Zadar gelegenen Insel namens Dugi Otok("grosse Insel",weil ca. 50Km lang ).Der Routenplaner sagte was von 1600 Km, immer schön Autobahn entlang bis dass der Betonkoller eintritt.Mit mir nicht - Auto vollgeladen mit Frau , Tauchgerödel , massig zum Futtern für Unterwegs und einige kleine Alkoholitäten für möglicherweise trockene Zeiten am Ziel. ( Es geht nix über Cuba Libre ! ) Runter nach Dresden/ Zinnwald , quer durch Tschechien , dort super übernachtet für wenig Geld.Das Bier dort ist wohl doch das Beste. Dann weiter wieder nach Deutschland rein , Furth im Wald , quer rüber nach Österreich und über Mittersill und Lienz den Plöckenpass runter nach Italien. Ich kannte diese Strecke und hatte mir schon lang gewünscht,dort nochmal langzufahren. In Italien , Tolmezzo , Richtung Slovenien , dort bei der ersten Gelegenheit übernachtet. Wunderschöner alter Gasthof in engem Tal , von Schneegipfeln umgeben.Nächsten Tag weiter durch dieses schöne und sehr saubere Land über Rijeka zur Fähre in Zadar ( Kroatien ).Dort ist man an manchen Stellen noch damit beschäftigt, Kriegsschäden zu beseitigen , gesprengte und beschossene Häuser gelegentlich , eine Zufahrtsstrasse war wegen Neubau und Mienensuche gesperrt ... .So kamen wir am Abend des dritten Reisetages , erholt und ohne Stress in Zadar an , fanden auch eine im Plan nicht aufgeführte Autofähre nach Sali und kamen also eine Nacht zu früh im dortigen Hotel an.Kein Problem , wir eröffneten mit unserer Ankunft die Saison, ausser einigen weiteren Gästen aus Deutschland war noch keiner da.Freundliche Leute dort , auch die Mannschaft der Tauchbasis unter der Leitung von L.Weiss ( Motto : Wenn Ihr ein Problem habt , kommt bloss nicht zu mir ! )Hauptakteur ist Norbert , sympatischer Pole mit perfekten Deutschkenntnissen. Wir eröffneten am 09.04.2001 die Tauchsaison in Sali . Wassertemperatur 14 °C , Sicht etwa 15 m. Ständiger Wind , auch etwas Regen und somit ständiger Wellengang machten das Tauchen nicht ganz so spassig , wie ich erwartet hatte.Hinzu kam die starke Vermüllung des Wassers , das Umweltbewusstsein dort scheint sehr rudimentär. Sehr schön : ausleihbare UW-Scooter ! Spass erster Ordnung - allerdings braucht man wohl so ein , zwei Tauchgänge zum Üben. Die Taucherei ist dort nicht sonderlich teuer , No Limit Paket inclusive Flaschenfüllung , 6 Tage für 230,-DM . ( eigene Ausrüstung mitgebracht). Zu dieser Zeit keinerlei Fisch der grösser war als eine Hand, massig Weichtiere , etliche Seespinnen verschiedenster Kaliber. Nach Aussage der Basis Delfine und Rochen erst ab Juni/Juli . Angeboten werden Bootstagesfahrten zu den Kornati , nahegelegene Inseln in einem Nationalpark , jedoch stark wetterabhängig.Wir machten einige Bootstouren zu nahen Inseln , interessante Spots dabei. Steilwand - und Tieftauchen jederzeit möglich. Abschliessend zur Taucherei kann ich sagen, vier Wochen später wäre besser gewesen , fürs Wetter kann jedoch keiner was. Die Tauchbasis als Anbieter einer Dienstleistung muss sich in ihren Angeboten noch stark bessern , Preis / Leistung stimmen jedoch. Ich persönlich kann Tauchen in Sali also empfehlen , mit der Einschränkung , erst ab Juli / August dort aufzuschlagen.Die Rücktour von Sali nach Stavenhagen planten wir ganz extravagant : Quer durch Kroatien hoch nach Ungarn , etwa die Hälfte des Balaton umfahren (schön hüglige Gegend dort und man spricht wohl ausschliesslich Deutsch... ), in Nordungarn in einem nagelneuen Landhotel übernachtet.Richtig super gegessen und Wein getrunken und wieder wenig kekostet.Nächsten Morgen weiter Richtung Slovakei , verschiedene Berichte und Gerüchte über Bakschischmentalität erwiesen sich als völliger Blödsinn.Gute Strassen , schöne Landschaft - um Längen besser als in Tschechien. Stippvisite in Strepsce Pleso , berühmter Wintersportort in der Hohen Tatra.Abends begann es dick zu schneien , Übernachtung unmittelbar vor der polnischen Grenze in einem modernen Wintersporthotel.Nächsten Morgen über die Grenze , Zakopane durchfahren , dann via Krakow Richtung Nordost zu den Masuren.Doch es kam ganz anders : Irgendwann mussten wir wiedereinmal tanken , nach den für deutsche Verhältnisse billigen Tanken ( so um die 1,70 DM für 1 l Super in allen von uns durchfahrenen Ländern ) erwarteten wir auch hier kein Problem.Doch nun kam es Dicke. D-Mark wollte keiner haben.Es war , als hätten wir mexicanischen Peso in den Taschen !Wir versuchten es verschiedentlich! Irgendwann fanden wir in einer Stadt eine Bank: Die schien von D-Mark noch nie gehört zu haben - tauschen ging also auch nicht. Unser Unverständnis wuchs !Irgendwann später entschloss sich mal eine Tanke , nachdem man sich etliche Minuten unsere EC-Karte angeschaut hatte , uns herablassend tanken zu lassen. Nun reichte es.Während bei uns zuhaus die Autos und noch öfter andere Sachen durch Leute in Fahrzeugen mit schwarzen Nummernschildern geklaut werden , schien hier in einem Land, das es nicht schaffte, zwei Meter Strasse zusammenhängend zu asphaltieren ( wozu auch - Pferdegespanne mit Panjewagen sind geländegängig ... ), ein sehr merkwürdiges Verhalten vorzuherrschen.Mir wird himmelangst wenn ich an eine EU-Erweiterung denke.Die Route wurde kurzerhand geändert: Via Lodz ,Torun, Pila und Stettin direkt nach Hause.Wir fuhren fast ohne Pause ( tanken erst wieder in Deutschland !) und waren nach 4200 Km Gesamtfahrt frühmorgens um 03:00 Uhr wieder Zuhaus.Insgesamt eine sehr schöne Tour, viele freundliche Menschen und tolle Sehenswürdigkeiten , hohe Gebirge , heftige Serpentinenstrassen , Sonne und Schnee , blaue Adria und zeschossene menschenleere Dörfer an der bosnischen Grenze . Einzig unser östliches Nachbarland entsprach so gar nicht unseren Erwartungen , abgesehen von Zakopane - sehr schön wohl auch im Sommer , mit massig neuen Häusern ( viel Geld scheint sich hier anzusiedeln) und den im Vorbeifahren gesehenen Altstadtkern von Krakow , war die von uns gefahrene Strecke nicht zu empfehlen.Endlose Besiedlung entlang den Strassen, kaum freies Gelände , verrottende Industriestandorte und dieser Strassenzustand - den ich nur in Albanien oder so erwartet hätte.Beim nächsten Mal fahren wir anders... . ...

Juni 2003 , Kroatien ,Istrien , Medulin , Basis "Shark"

Im Anschluss einer Wochenend - Tauchvereinstour nach Sachsen ( Bischheim - Häslich ) , während der die lokalen Steinbrüche wie Prelle , Luise , grosse Aktie ausgiebig betaucht wurden , düsten mein Weib und ich per Auto via Österreich , Slovenien ( diesmal Standardstrecke A 10 Tauerntunnel und Karawankentunnel ) ins nördliche Kroatien , genauer : Istrien , das kleine Städtchen Premantura . Auf uns wartete ein Mobilhome auf dem dortigen Campingplatz - kann ich uneingeschränkt empfehlen. 30 Meter vom klaren warmen Adriawasser entfernt freute ich mich schon auf's Tauchen , musste jedoch erst die Tauchbasis " Shark " auf dem Campingplatz in Medulin aufsuchen. Fahrzeit auf Schleichwegen über Pomer etwa 15 Minuten , Parkmöglichkeit direkt an der Basis.Da ich das komplette Gerödel einschliesslich Flaschen und Blei dabeihatte , brauchte ich nicht umzudenken , auch die Betreiber waren sehr freundlich. Ausführliche Tauchgangsplanung für die Woche hing aus , vormittags in der Regel ein Wrack und nachmittags irgendeine Steilwand. Nachttauchen jeden Tag möglich . Die Basis verfügt über ein sehr schnelles Schiff ( ca 10 m ) mit 2 Motoren und also entsprechender Bugwelle , auf welchem max. 12 Taucher eingeladen werden ( komfortabel Platz ist für etwa 8 ) . Komischerweise waren zu meiner Zeit kaum Leute da - abgesehen von einigen unregelmässig tauchenden Süddeutschen , einem Italiener und so 2 oder 3 Österreichern. Die Staff's erzählten dass in der Vorwoche das blanke Chaos herrschte und das Schiff bis fünfmal täglich rausfuhr ! Bedingt durch die tauchende Klientel dort trafen natürlich komplett unbekannte Buddies aufeinander was gelegendlich für mentalen Stress sorgte. Die Basis gab 15'er Buddeln aus , trotzdem war ich mit meinen 12'ern immer so nach 40 / 45 Minuten solo und machte meine Runde nochmal allein. Gleich der erste Tauchgang führte zur " Medusa " , italienisches UBoot aus WW II , etwa Anfang 1942 durch Briten versenkt. Schon ziemlich kaputt , aber gut betauchbar . Deko ist Satz hier - bei 40 Metern ist die Grundzeit nicht so doll ... . Wie auch an anderen Spots wurde keinerlei Reglement gefordert , Tiefe und Dauer war jedermanns Eigenverantwortung. Find ich gut so . Schöne Tauchplätze allesamt , geschulte Augen finden zB. bei Fraskeric richtig Artilleriemunition ( schätze 20 cm !! ) und Geschosse für Maschinenkanonen ( schätze 3 cm ) , allesamt recht ansehnlich erhalten. Gelegendlich scheinbar uralte festgewachsene Scherben - wohl die üblichen " Römer " . Nicht berauschend viel Fisch ausser riesigen Mönchsschwärmen , echt grosse Oktopusse ( darunter dick mit Eiern behangene Weibchen ) . Ein einsamer kleiner Katzenhai bei Polje am Wrack aber r i e s i g e Hummer !!! Sowas habe ich noch nicht gesehen !! Lampe ständig empfohlen - viele Löcher zum ausleuchten , ich tauchte mit altem 7mm HT ( jetzt wohl nur noch 4mm ) , Kopfhaube und Handschuhen . Oben Ende Juni 23 Grad aber schon ab 10m deutlich kühler !Habe in 3 Tagen sechs TG gemacht - alle mit grossem Spass . Tauchen vor Istrien kann ich empfehlen . Die kroatische Tauchgenehmigung wird unbürokratisch in der Basis ausgefüllt , kostet etwa 100 Kuna ( so 12 € )und gilt ein Jahr. Brevet wird bis Rechnungslegung eingezogen , ärztl. Attest interressierte niemanden .Samstag früh wieder Richtung Deutschland mit kurzem Halt in Bled , Slovenien . Extrem klarer See unter Berggipfeln , umringt von einer typischen Geldstadt ( zB Monaco ) , sogar mit Tauchbasis . Aber leider nur unter erschwerten Bedingungen möglich ( tauchen nur Morgens ...)und zu unserer Zeit leider geschlossen. Also keine konkreten Auskünfte . NACHTRAG: Bei einem kürzlichen Linkcheck stellte ich verwundert und belustigt fest , dass spezielle Experten sich über einige Passagen dieser Berichte - im Besonderen hier über die Nennung der Fundmöglichkeit potentiell gefährlicher Gegenstände - das Maul zerrissen . Das geht soweit in Ordnung ;-) . Jedoch scheint dringend Bedarf an Aufklärung zu bestehen : Finden ist etwas Anderes als Mitnehmen :-) . Dieser Tip ist möglicherweise hilfreich bei den Unterwasseraktivitäten besagter Spezialisten . Möge etwas Geist mit ihnen sein ... . Fazit : Tauchbasis ( www.diving-center-shark.com ) professionell und gut ausgestattet , freundlich und hilfsbereit.Schlecht zu finden ( Camping Medulin ).Super Tauchschiff . Hervorragende Spots ! Camping in Premantura exzellent , gilt sicher auch für Medulin . Meine Empfehlung sind die Mobilhomes , komfortable Wohnkontainer mit Bad , 2 Schlafräumen gut ausgestatteter Küche und riesiger Terasse mit direktem Meerblick ! ( Wir hatten Nummer 097 , die Lage war echt Klasse ) . Man hält es dort auch problemlos 2 Wochen aus ... also nix wie hin da ;-))

Oktober 2007 , Kroatien , Podgora und Punat

Der gemeinsame Jahresurlaub über 4 Wochen mit meiner Lebensabschnittsbevollmächtigten und auch überwiegend organisiert durch Dieselbe war geplant als Tauchwochenende in Hemmoor , dann einige Tage Erholung , dann mehrtägige Autoanreise über Österreich, Slovenien nach Podgora ( ca. 70 Km südlich Split ) Kroatien und eine Tauch- und Erholungs- woche in vorangemietetem Appartment ebendort.Dann Erkundungsfahrten in die Umgebung ( Dubrovnik , Sveti Stefan in Montenegro , montenegrinische Seennationalparks und Bergstrassen sowie durchcruisen der Hauptstadt Podgoriza ). Weiterreise zur zweiten Tauchwoche zur nordkroatischen Insel Krk in Punat im vorgebuchten Hotel " Omorika " . Rückreise und restliche Erholungszeit dann Zuhause. Die Reise brachte 4600 Kilometer auf den Tacho und neben einer Sammlung sehr schöner Bilder auch viele Erkenntnisse über Land & Leute... .Wer also weiterlesen will - jetzt gehts los.

Den Abschnitt des Hemmoortauchwochenendes spare ich mir hier aus - siehe mein Bericht unter " Tauchplätze " , wo die einzelnen Hemmoorreisen beschrieben sind. Am 11.Oktober startete der Gerödeltransporter komplett überladen mit doppelter Tauchausrüstung ( Nass und Trocken ) samt 15er Flasche und einigen nebensächlichen Bedarfen in Koffern sowie grossem Futterkorb frisch aufgetankt ( 1.36 €)generalstabsmässig Richtung Süden. Das bemühte Navi wies uns die Standardstrecke Berlin,Leipzig,Nürnberg,München, Salzburg... , so dass wir den Wochenendverkehr auf der A9 meidend mit Tempo 110 recht gut vorankamen. Abfahrt 07:oo Uhr - Tanken kurz vor München ,Einzigster Stau in der Nähe des Chiemsees - eine Brückenbaustelle.Querung der Österreichischen Grenze Salzburg etwa 17:oo Uhr. Nachtanken für etwa 1.20 € / L . Da ich ( rein theoretisch natürlich ) auch Tauchen in Österreich in Erwägung zog , fuhren wir Richtung Millstätter See , nachdem wir uns den Mautpickel für 7.5 € ans Fenster geklebt hatten. Merkwürdigerweise scheint die kleinste Mauteinheit ein 10 Tages Kleber zu sein - nix für einfach Durchreisende ! Die übliche Abzocke also... . Unweit unserer geplanten Strecke nach Süden ( Richtung Villach ... Lubljana...) langten wir etwa 19:oo Uhr am Millstätter See an und begannen mit der Suche einer Übernachtungsmäglichkeit.Doch obwohl wir den See komplett umrundeten fanden wir k e i n e zugänglichen und geöffneten Pensionen oder Gasthöfe !Die Sommeraison war Zuende und die Wintersaison noch nicht eröffnet - Flaute im Urlaubsländle. Somit entfiel auch der angedachte Tauchgang hier - wie sich später herausstellte , eine gute Idee ... Die gleiche Aktion führten wir gleich darauf am Ossiacher See durch - mit identischem Ergebnis. Es wurde knapp 22:oo Uhr - zwecklos nun weiterzusuchen ... ;-( Also zog Gemütlichkeit ins Auto ein - mittels Kissen und Decken wurde für wenige Stunden ein Nest gezimmert.Da wir aber nicht entspannt ruhen konnten wurde morgens um o3:oo Uhr zusammengepackt und weiter ging die Tour durch die Nacht Richtung Tauern- und Karawankentunnel , wobei sich Letzterer über 8 Kilometer durch den Fels schraubt.Die gemeinsame Österreichisch-Slovenische Grenzkontrolle war beamtenkonform : der Österreicher schlief in seiner Kabine so dass wir einige Meter weiter am slovenischen Schalter hielten- ein schlechtgelaunter Mensch schaute missmutig in die Pässe... Da wir nun einen Tag vorfristig bereits in Slovenien waren ( unser Appartement in Podgora lief ab Samstag ) entschlossen wir uns zu einer Kursänderung und visierten die Gebirgsregion Bela Krajina ( Slovenien ) und das Kapela-Gebirge ( Kroatien ) an. Wenn ich die fahrerischen Strapazen vorher auch nur erahnt hätte... Eine wenig abdeckende Navi-Karte für Osteuropa wurde geladen... sie half wenigstens bei der Groborientierung. Eine Papierkarte lag bereit. Doch zuerst gings durch die Nacht Richtung Lubljana , entlang ewig andauernder Autobahnbaustellen durch den beginnenden Morgenverkehr.Hinter der Hauptstadt auftanken für 0.98 € / L !!! In Slovenien gilt seit 2007 der EURO , somit waren hier keine Umrechnungen oder Probleme zu erwarten. Der Weg führte nun über Kocevje und dann weiter kleinere Strassen über Mozelj , Predgrad zur Grenze.Diese passierten wir sicherlich als Einzige an diesem Tage - so verschlafen sah die Gegend aus. Waren die Strecken bislang schon recht kurvenreich , so steigerte sich dies auf kroatischer Seite ins Extrem , 18% hoch waren nur im 2. - und 'runter nur im 1. Gang zu machen !! Abenteuerliche Streckenführung mit permanenten 180° Kurven verlangte hohe Aufmerksamkeit. Hier verliess uns unser TT6 , eine Papierkarte musste herhalten. Sicherheits- halber liess ich aber die GPS-Daten mitlaufen . Über Vrbovska näherten wir uns dem KLEK-Nationalpark , die Route ging nun kurz vor Ogulin über eine absolut verrückte Strecke über Jasanak , Dreznica und Jezerane Richtung Senj... ich wollte endlich das Meer sehen ;-) . Eine erstklassige Leistung für unser Gefährt - soetwas hatte das Auto in seiner " Lebenszeit " sicher noch nicht gesehen. Mittlerweile war es früher Nachmittag , neblig, keine 10°C , als der Abstieg zur Küste begann. Nach einem kurzem Fotostopp an einer malerischen Festungsruine erreichten wir bei bestem Sonnenschein und 20 ° C Senj um sofort die nun uns bereits aus früheren Reisen bekannte Küstenstrasse gen Süden zu fahren. Diese Strasse ist immer wieder ein Erlebnis - wer Zeit mitbringt sollte unbedingt die neuerbaute Autobahn meiden und hier entlangfahren. Atemberaubende Aussichten sind garantiert. Doch irgendwann erreichte uns der versäumte Schlaf und wir stoppten direkt an der Küsten- strasse nahe Baric Draga an einer malerisch gelegenen Pension , welche uns für 25 € eine Übernachtung mit Frühstück anbot. Zahnbürste ... ausladen und ersteinmal ein Bad in der Adria genommen mit anschliessendem Sonnenbad auf der Terrasse...sehr schön. Nun lag alles wieder im Plan. Wir befanden uns etwa 60 Km vor Zadar , es lagen also noch etwa 350 Kilometer über Sibenik und Split vor uns. Bei Sonnenschein und oftmaligen Fotostopps waren bei 50 km/h Durchschnitt also locker 8 Stunden einzuplanen. Die für mich überraschend grosse Stadt Split liegt malerisch in einem riesigen Kessel entlang der Küste , der aufmerksame Beobachter bemerkt eine schleichende Veränderung der Vegetation hin zu mehr Palmen und Pinien. Ankunft in Podgora , etwa 15 Km südlich Makarska um 15:oo Uhr. Das Kontaktbüro " Punta-Tours" , in welchem wir unsere Appartementschlüssel entgegennehmen sollten, hatte natürlich zwischen 12:oo und 18:oo geschlossen , ganz entgegen den Hinweisen des Reise- veranstalters. Doch egal : Bei so schönem Wetter wurde die erste Voraberkundung des Örtchens Podgora durchgezogen und die dringenst nötigsten Futtereien eingekauft.

Fazit Anreise 1. Etappe : Viel Zeit mitbringen. Auf Grund der Streckenführung kann man max. 50 Km/h einplanen. Spritplanung so legen , dass überwiegend in Slovenien getankt wird. Hier wird ein EUROSUPER 100 angeboten , was dem Motor gehörig einheizt ;-) Kamera stets griffbereit ablegen - überraschende Aussichtspunkte . Hohe Aufmerksamkeit während der Fahrt erforderlich ! Nicht nur die ständigen Aah ! und Ooh ! Rufe der Beifahrerin ignorieren sondern auch Ziegen , Rinder und abenteuerlichste selbstzusammengeschraubte Fahrzeuge mitten auf der Strasse erwarten. Verkehrsregeln gelten nur bedingt ! Somit in Unkenntnis der lokalen Sitten lieber defensiv fahren. Überwiegend gut bis exzellent ausgebaute Strassen , von Nord nach Süd subjektiv gesehen allerdings nachlassend.Entlang der Küsten- strasse in jeder Kurve eine Kneipe , Pension oder einfach Open-Air-Cafe... ideal für kurze Erholungspausen. Tanken in Österreich 1.23 € / Liter Super , Slovenien 0.98 € / L ,Tanken in Kroatien ( Okt. 2007 ) 7.93 Kuna / Liter Super 95. Entspricht etwa 1.10 € .

Das Appartement direkt an der Marina ( unverbaubarer Meerblick ! ) war die Wucht ! Eigend- lich für 4 bis 6 Personen gedacht, war es in Anbetracht der späten Nachsaisonzeit gerade gut genug... ( siehe Bilder ) . Der Ort Podgora ist eine kleine Attraktion , schon die Erreichbarkeit des Ortskerns ab de Küstenstrasse über 2 Brücken ist Klasse. Massig touristische Infrastruk- tur ( das Meiste bereits im Winterschlaf) nur 1 grosses Hotel ( kein weiterer Bauplatz...)aber wunderschöne idyllische Badebuchten , Wanderwege und doch noch einige offene Bars und Märkte.Ursprünglich wollte ich hier tauchen , die lokale Basis Birkmeier-Sub ( der Name täuscht - ist rein kroatisch)hatte auf meine email-Anfrage bereits Saisonende verkündet , mir jedoch auch freundlicherweise einen Tip zur Basis Pro-Dive in Igrane gegeben . Sonntag- der erste Tauchtag! Die Fahrt von Pogdora nach Igrane dauert 10 Minuten ( 5.5 Km ) und ich suchte das Hotel " Punta " . Dies erweist sich als ein Gewirr von Mehrappartements- häuschen , also parken oberhalb der Rezeption / Haupteingang. Ich hatte instinktiv richtig geraten , denn der Zugang zur Tauchbasis ist für PKW nicht erreichbar. Innerhalb von wenigen Minuten funkte der korrekte und freundliche Kontakt zu den beiden Betreibern ( Frank + Jana ) welche nur auf meine eMail hin die Basis für diese Woche offen- hielten. Ich war somit der einzigste Gast - wie weltweit schon so oft... .Nachsaison ist perfekte Zeit- mit Wetterrisiko . Details des Tauchens bei http://croatien.pro-dive-gotha.de lasse ich hier weg - wen's interessiert: UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT !! Wir Ossis hatten sofort guten Draht zueinander- letzt- endlich konnte ich meine Art des Tauchens ( mindestens 60 ' ) immer locker durchziehen. Ich vermute , dass meine damaligen 930 geloggten Tauchgänge die nötige Sicherheit garantierten. Nette Betreiber, umtriebig , sehr gut ausgestattet , umfassender Kontakt zur lokalen Bevöl- kerung und Administration durch bereits mehrjährige Erfahrung. Grüße und viel Glück an Euch!

Fazit Tauchen 1. Etappe : Sozusagen viel Wasser vor der Hütte ! Super " Hausriff " - auch Profis werden hier ihren Spass haben. Auto- und Schiffswracks. Massig Oktopusse , unendlich Kleinfisch , Krabben und Shrimpse. Gelegendlich Conger . Ausreichendes Zodiac für 8 Taucher. Gut bestückte Basis - allerdings ist der Flaschendruck mit 210 bar ( voll ? ) zwar weit ausreichend aber unterhalb der Abschaltgrenze ( 240 bar ) liegend. Ich absolvierte ein 10er Paket mit Nachttauchgang ( sehr schön !! ) für 230 € . Bezahlt im Voraus um 20 % Rabatt einzustreichen ;-) . Also : sollte ich dort nochmal langkommen - ich werde Euch wieder beehren. ;-) Die Basis liegt bei : O 17°08'17'' und N 43°11'38''

Meine Reiseplanerin plante nach Abschluss der Tauchaktivitäten noch etwas Besonderes : Inspektion des Ortes Sveti Stefan ( Montenegro ) für zukünftige Urlaubsplanung sowie cruisen durch die Bergwelt von Montenegro / Grenzgebiet Albanien. Also alles ausladen ( das Appartement sah aus wie eine Tauchbasis - locker 100 Kg Gerödel) und via Ploce , Dubrovnik wieder die Küstenpiste nach Süden , wobei auf dem Wege nach Dubrovnik etliche Kilometer durch bosnisches Gebiet ( samt Grenzkontrolle ) zu fahren sind um eine kroatische Enklave zu erreichen. Zwischen den Orten Molunat ( Kroatien ) und Herceg Novi ( Montenegro ) Passierten wir die Grenze zu Montenegro ( Bundesstaat in Assoziation zu Serbien ) und gelangten in eine zollfreie Zone , was ich natürlich sofort zum Erwerb von Spezialalkohol ( HCL ) ( auch genannt H avanna CL ub ) für 8€ die 0.75l Flasche nutzte ;-) Vor uns lag einer der ausgedehntesten Fjorde der Adria :Boka Kotorska - hier rächte sich unsere Unkenntnis ( obwohl NAVI eine Fähre anzeigte ! ) und wir umkurvten diesen wunderschönen Fleck landwärts mit etwa 50 Km !( Fähre 2 Km ). Hier bemerkten wir bereits die im grossen Stile andere Welt : Uraltautos , marode Bausubstanz , miserabler Strassenzustand, Müll und Schutt unübersehbar !! Über Budvar erreichten wir den sehr schönen Ort Sveti Stefan. Allerdings werden wir hier innerhalb der kommenden 10 Jahre kaum Urlaub machen : Möge die Landschaft und Altstadt noch so malerisch sein -das mangelnde Umweltbewusstsein der lokalen Bevölkerung muss erst noch geändert werden. Unterwasser möchte ich auch keine Plastiktüten und sonstwas finden .

Weiter ging die Route , nun wieder anspruchsvoller werdend , über Petrovac und Virpazar ins Landesinnere. Nicht wundern : alle Ortsnamen sind in Latein - und Kyrillisch beschriftet! Ich kann beides lesen. Jedoch bemerkt man einen kulturellen Wandel : wir hatten definitiv das politische Europa verlassen und befanden uns in slawisch-orthodoxem und russisch-beeinflusstem Gebiet. Ich kann bestätigen : Es stank !! Überall brannten Müllhaufen , die Autos hatten vom Abgastest noch nie gehört ( beliebter Spruch während der Fahrt : " Guck mal! Da brennt wieder einer..." ). Die Strassen nahmen wieder die Schwierigkeit des kroatischen Gebirges an ( ich war mittlerweile Profi... ) und zur Querung des Skadarsko Jezero Richtung Podgoriza erreichten wir diesen Riesensee.Hier beginnt irgendwo in der Mitte Albanien - nun war allerdings mein Wille ( immer weiter nach Süden ) gebrochen. Eine reizende Gegend - autofahrerisch höchst anspruchsvoll und wir erreichten gegen 14 :oo Uhr Podgoriza. Die Hauptstadt von Montenegro verbreitet den Scharm des Grauen , Unübersichtlichen , Maroden !! TT6 kannt hier einige Strassen und wir durchcruisten diese Ansammlung von grauen Betonklötzen Richtung Nord-West um Cetinje Richtung Budvar zu erreichen. Krasse Landschaft! Aber was der Mensch hier ablädt ist auf Dauer nicht tolerierbar !! Eine Spazierfahrt auf deutschen Müllhalden ist sauberer !!

In Tivat bin ich , von Süden kommend und mich tatsächlich Richtung Fähre beeilend... von einem versteckt stehenden Polizeiposten " geblitzt " worden. Soeinen Witz kann man sich kaum vorstellen : Eine Handpistole wurde mir nach dem Stoppen gezeigt , in der auf einer kleinen Anzeige die Zahl 65 zu lesen war. Also 30 € löhnen ( gut zu wissen - dass unser Geld überall gern gesehen ist) Nach extrem umständlichen Formularausfüllen und schlechtem Verständnis beiderseits sollte ich zurück in die Stadt fahren und in einer Post elektronisch einzahlen. Mit etwas Disskussion nahmen die beiden Wegelagerer allerdings dann die Kröten in Bar - ohne Quittung oä... . Mögen sie ihren Kindern etwas nettes dafür kaufen ;-) Andererseits : Ich war sicherlich tatsächlich etwas zu schnell...

Fazit Entdeckungsreise Montenegro : Nicht empfehlenswert. Die vergangenen Jahrzehnte (samt den Balkanereignissen 80/90er Jahre ? ) scheinen dieses Gebiet sehr ausgezehrt zu haben.Sehr schöne Landschaft -allerdings total entstellt durch menschliche Eingriffe ! Bemerkenswert : viele Müllcamps -sicherlich Behausungen von Sinti & Roma , 500 Angler ( teilweise in Armeeuniform ) auf dem SeeDamm - auf der anderen Seeseite wurde dieser Fisch ungekühlt direkt am Strassenrend feilgeboten !!Die Hauptstadt Podgoriza erwies sich für uns als schockierend ärmlich ( arm ist kein Debakel - aber seinen Müll zu verehren: Das ist es !! ) . Ein zukünftiger Besuch hier wurde bereits gecancelt . ;-( Nicht vergessen : grüne Versicherungskarte ! Sonst keine Einreise in Montenegro . Hier noch ein Hinweis : Südlich Ploce liegt ein reiches landwirtschaftliches Gebiet - die Berge rücken einige Kilometer von der Küste weg. Hier werden am Strassenrand allerlei Sachen feilgeboten - unter anderem sehr leckere Tomaten und Mandarinen. Günstiges Einkaufen für Appartementbewohner ( also Selbstverpfleger...) am Wege .

Zurück in Podgora gabs auf die Strapazen , schönen Ausblicke , krasse Autofahrt ... ersteinmal etwas HCL - die Cola stand schon im Kühlschrank bereit...bei blankem Himmel und Sonnen- untergang auf eigenem Balkon...während meine Frau die letzten Sonnenstrahlen auf ihrer Haut einfing und ich sinnierend die Fakten für diesen Bericht abspeicherte... ;-) Die erste Urlaubsetappe neigte sich dem Ende zu. Wir verfügten im Appartement über Satellitenfernsehen - von 200 Kanälen waren 3 deutsch ! Jedoch der gebotene Wetterbericht liess Schreckliches vermuten - aufkommender Sturm und Temperatursturz aus Nord-Ost ! Schon Nachts klapperten die Fensterläden , morgens wurden in der Marina die liegenden Boote vom ablandigen und böigen Wind in die Leinen gezwängt.Einige eilig einlaufende Boote hatten echt Mühe , die Hafeneinfahrt zu treffen ! Der Himmel wurde Freitag Vormittag schwarz und enormer Regenguss ging nieder. Ich begann mir Sorgen für die Fahrt nach Norden am folgenden Tag zu machen.

Samstag 06:oo Uhr Abfahrt Richtung Insel Krk ( Istrien ), etwa 450 Km der Küstenpiste folgend. Der Sturm bliess uns fast von der Kimmung , einige Fotostopps zogen Ohnmachtsanfälle meiner Begleiterin nach sich ;-) . Und : ALLE auf der Herfahrt geöffneten Cafes und Pensionen hatten plötzlich geschlossen - wir waren faktisch allein auf der Spur ! Streckenweise war die Küsten- strasse für Motorrad, Gespanne und Bus gesperrt !Ein dumpfes Tosen brandete von den Bergen herab !Massig Steine und abstürzendes Geröll auf der Strasse - eine meiner grössten Befürch- tungen ( Verlust der Frontscheibe im Ausland...) schien wahrzuwerden. Über Split , Sibenik , Zadar ( man vermutet das Meer auf der falschen Seite ! ), Senj bis zur architektonisch sehr schönen Brücke zur Insel Krk... Ankunft hier etwa 15:oo Uhr. Nach Zahlung des Brückenmaut von 30 Kuna ( 4 € ) gelangten wir über überraschend schlechte Strassen Richtung Krk / Punat in Punat an. Das Hotel " Omorika " war einfach zu finden : Immer der Richtungsweisung PUNAT folgend , einer riesigen Rechtskurve bergab über eine Kreuzung ( Hauptstrasse linksabbiegend ) geradeaus- hier steht schon das Hinweisschild. Einfaches , sauberes Hotel mit freundlichem Personal und sehr guten Buffett !

Fazit Anreise 2. Etappe : Überraschenderweise eindeutig zu spät im Jahr für diese Fahrt! Trotz blauem Himmels blies uns der Sturm fast ins Meer !Aber ich liebe diese Strasse ! Ende Oktober sind die lokalen Cafes und Pensionen alle geschlossen - kaum noch ausländische Fahrzeuge unterwegs.Es empfiehlt sich ein 5 l Kanister in Reserve zu halten ;-) - nicht immer ist eine Tanke erreichbar wenn man sie braucht...

Der Ort Punat , ein langezogener Ort in einer Bucht ist Ende Oktober bereits weitgehend verwaist. In der Marina liegen die Boote bereits aufgebockt , die meiste Restauranz hat schon geschlossen , wenige Spät-Urlauber ( überwiegend Bus-Touren aus Ö und D ) spazieren durch die leeren Strassen.Das Wetter pendelte sich auf 15 °C und wechselnd bewölkt mit überwiegend starkem Wind ein - nicht die besten Voraussetzungen für meine Tauchpläne : Starker Seegang an der Inselaussenseite. Nach Eincheckung im Hotel " Omorika " wurde noch Samstag die Ortschaft und Gegend ansatzweise erkundet. Sehr schön steinig-hüglig , unglaublich viele Olivenbäume mitten in der Erntezeit , schroffe felsige Küste . Es bieten sich enorme Wanderwege gut gekennzeichnet in die Umgebung an - wir probierten einige ( Gegend um Punat und Gegend um Baska ) mit sehr strapaziösen Auf- und Abstiegen sowie recht schönen Aussichten . Ebenso sind wegen der Grösse der Insel Krk auch Touren mit dem Wagen zu empfehlen - hier bieten sich schöne Plätze in Porat, Silo , Risika und Vrbnik an.

Im Gegensatz zur ersten Etappe hatte ich für Punat keine Vorausplanung per eMail getroffen. Ich hoffte auf noch offene Basen - wurde allerdings gleich nach Ankunft gebremst : Die lokale ( ungarisch geführte ) Basis war verschlossen. Ich befragte zwei zufällig am Hafen herum- stehende Holländer ( welche einwandfrei als Taucher zu identifizieren waren ! ) nach den Gegebenheiten hier und hatte zwei Profis an der Hand : Tauchbasenbetreiber aus Baska - allerdings ebenfalls gerade Saisonende. Auf dem Wege zur nächsten Basis ( Fun-Divers in Krk ) entdeckte ich kurz vor der Ortszufahrt nach Punat an der Strasse die Basis DiveSport Krk , eine deutsche Truppe aus Bayern schien noch geöffnet zu haben. Also nix wie 'rein und ein 10'er Paket ( mit Wettervorbehalt ) vereinbart. Die Basis liegt exakt : O 14°37'11'' und N 45°02'21'' . Allerdings kam es anders : Es gelangen mir wegen der Wetterkapriolen nur zwei Tauchgänge , es wurde also nix mit den geplanten 20 im Urlaub - die gesamt 950 musste ich also etwas verschieben ;-(

Fazit Tauchen Punat : Günstig gelegene Basis im Ortskern vorhanden - Ende Oktober aber bereits verschlossen. Die DiveSport-Basis ist professionell ausgerüstet allerdings etwas tauchtechnisch ungünstig gelegen : kein Hausriff - die Bucht ist nur Flachwasserbereich. Somit nur Landtauchgänge via einem schwer gezeichneten VW-Transporter oder Bootstauchgänge ( Ende Oktober Motorprobleme...). Zu der Zeit nur sehr wenig Betrieb , einzelne Angestellte zogen bereits ab ( Grüße an Michael aus Ö ), sehr wenige Taucher . Der Basischef war meist unsichtbar mit anderen Dingen beschäftigt , er machte sich bei mir auch mit seiner Vermutung beliebt dass MeckPomm irgendwo in Polen liege... . Na ja - München ist möglicherweise auch nur ein Vorort von Salzburg... . Alles Ansichtssache. Ansonsten freundliche Leute , für das Wetter waren sie nicht zuständig. Die Tauchplätze sind sehr felsig , viel Fisch , Oktopus und Schalentier überall. Sehr schwankende Sicht wegen des stetigen Windes. Wer dort mit komplett eigenem Gerödel( so wie ich...) taucht , ist mit 15 € für einen Landtauchgang dabei - sehr preiswert. Basis für die Sommerzeit sicherlich empfehlenswert. Es hatte noch die Basis Fun-Diving in Krk geöffnet - ich sah die Jungs gelegendlich.Sicherlich eine Alternative , wer die kurze Autofahrt von Punat nach Krk ( 5 km ) nicht scheut. Diese Basis befindet sich etwas oberhalb einer Tankstelle am Hafen von Krk.

Die Zeit in Kroatien neigte sich dem Ende entgegen , die Rücktour wurde wegen des schwierigen Wetters einen Tag vorverlegt. Der Wetterbericht hatte von Schneefall in Österreich und Bayern erzählt und unser Meriva hatte noch Sommerschuhe an. Schwer beladen starteten wir Freitag 06:oo Uhr via Rijeka Richtung Ljubljana . Die gewählte Strecke führt direkt durch Rijeka - eine scheinbar enorm grosse Stadt mit schwieriger Strassen- führung. Bei Brod na Kupi über die Grenze nach Slovenien und wiederauftanken mit Super 100 für 1.03 € . Die Strecke Richtung slovenische Hauptstadt lockte wieder sehr kurvenreich , die Stadt selbst muss eine kurze Strecke mit sehr verzwicktem Kreuzungsverhalten durchfahren werden. Ansonsten grosszügig ausgebauter Autobahnring , die Ausschilderung Richtung Villach ( A ) ist unübersehbar.Im anhaltenden leichten Regen erreichten wir die Grenzstation , zahlten dann unsere Tunnelmaut und standen via Karawankentunnel etwa 12:oo Uhr auf österreichischem Boden. Kartenwechsel im Navi und Bullys Stimme wies uns entlang der wunderschönen Strassenführung mit etlichen Tunneln bei schnell aufklarendem Himmel den Weg nach Norden. Bei gleissendem Sonnenschein sahen wir , dass es Schneewehen bis an die Strasse heran gab ! Auf einer kleinen Raststätte wurde wieder der Autobahnmautkleber erworben und kurz nach 15:oo Uhr wurde , nachdem der Tank letztmalig etwas günstiger befüllt wurde , die (unsichtbare) deutsche Grenze bei Salzburg/ Freilassing erreicht. Der Verkehrsfunk warnte vor einem gigantischen Stau auf der A8 nach München was eine Streckenänderung nach sich zog : Wir fuhren Richtung Passau , Deggendorf parallel zur tchechischen Grenze um hier irgendwo in einem Gasthof zu übernachten. Aber auch diesmal klappte dies nicht , etliche Versuche kosteten Weg und Zeit - entweder nicht für eine Nacht oder ganz geschlossen... ;-) Nun war es eh schon egal : Via Hof und die A9 Leipzig zum Berliner Ring , nördlich Berlin tanken für 1,40 € !!! und die " Hausstrecke " A24 / A19 bis Abfahrt Waren/Malchow. Ankunft Zuhaus recht gut beisammen und wenig müde um 01:oo Uhr in der Frühe. Im Nachhinein denke ich , dass die gewählte Strecke als Stauumfahrung wenig geeignet war - wären wir auf der Autobahn geblieben würden locker 150 Km Weg entfallen... Beim Nächstenmal ;-) Somit fuhren wir fast nonstop 1300 Km an einem Tage. Die Tour hat wegen der langen Wege auch einen weiteren Effekt gezeigt : Abfahrt vor 2 Wochen mit 6.2 l Durchschnittsverbrauch ( Bordcomputer ) , Ankunft mit 6.0 l !!

Gesamtfazit :

Sehr schöne und anstrengende Reise. Unbedingt empfehlenswert. Es sind einige Details bereits im Vorfeld abzuklären : Übernachtungen an der Strecke in D und A ( in Slovenien und Kroatien kein Problem...) , Tauchmöglichkeiten vorab buchen. Ende Oktober ist etwa 2 Wochen zu spät - im Zielgebiet ist die Saison komplett zuende. Trocki mitnehmen ! Wassertemperatur nördliche Adria 15 °C - bei Wiederholungstauchgängen wird es schnell sehr schattig ! Wer in Österreich tauchen will muss sich über evtl. zeitliche Tauchverbote zB wegen Laichzeiten informieren . ..

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